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Englische Jungennamen – 36 Trendnamen aus dem englischsprachigen Raum

Englische Jungennamen – 36 Trendnamen aus dem englischsprachigen Raum

Mit Vornamen geht es in Deutschland heute bunt zu und auch so manche englische Jungennamen erfreuen sich hierzulande großer Beliebtheit.

Paradebeispiel ist der Vorname Henry oder Henri, der es in die Top 10 der beliebtesten Jungennamen geschafft hat.

Wusstest du, dass dieser und viele andere männliche Vornamen mit dem Anfangsbuchstaben H vom altdeutschen Heinrich abgeleitet wurden?

So sind manche typisch englischen Namen wie zum Beispiel William germanischer Herkunft. Das ist nicht verwunderlich, denn Namen haben Ursprünge in verschiedenen Sprachen und Ländern.

Englische Namen kommen aus dem Altenglischen, Keltischen, Lateinischen, Altgriechischen und Hebräischen.

In den USA geben Eltern ihren Kindern auch gerne Ortsnamen wie Brooklyn, Austin, Chandler und Dallas.

Vor allem in den USA gibt es den Trend, Kindern Namen aus erfolgreichen Serien und Filmen zu geben.

In den USA und in England gibt es übrigens keine Beschränkungen für die Namensgebung. Nahezu alles ist erlaubt, ausgenommen sind Zahlen und Sonderzeichen.

Doch es sind hauptsächlich die Stars, die ihrem Nachwuchs ausgefallene und schräge Namen wie Apple, Cosma Shiva, Seven, Mirabella Bunny oder Zuma Nesta Rock geben.

Die meisten Eltern bleiben jedoch lieber klassisch oder international.

In diesem Beitrag stelle ich dir schöne englische Jungennamen vor, die auch in Deutschland funktionieren.

Hier erfährst du auch, welche männlichen Vornamen in den USA, in England, Irland und Schottland unter den zwanzig beliebtesten zu finden sind.

Außerdem mache ich dich darauf aufmerksam, dass bestimmte englische Vornamen in Deutschland mit Vorurteilen behaftet sind.

Was sind typisch englische Namen?

glücklicher Vater, der einen kleinen lächelnden Jungen in den Armen hält

Unter den typisch englischen Jungennamen sind besonders die Klassiker wie Bill und Bruce, Charles und Dave, George und Harry, Jack und James, Luke und Steve zu nennen.

Auch bei uns ändern sich von Zeit zu Zeit die Trends. Traditionelle Namen werden von Kose- und Kurzformen abgelöst oder durch moderne ersetzt.

Hier kommt ein Überblick über Jungennamen, die für den englischsprachigen Raum charakteristisch sind.

Anfangsbuchstaben A, B, C: Allison, Andrew, Anthony, Arnold, Arthur und Ashton, Benjamin und Ben, Beverly, Bill, Blake, Brendan, Brian, Brook und Brooklyn, Bruce, Charles, Charlie, Chester, Chris, Clark, Clint, Colin, Craig, Curtis

Anfangsbuchstaben D, E, F: Dakota, Dale, Damon, Daniel, Dave und David, Donald, Douglas, Duke, Dylan, Eddie, Edgar, Edison, Elijah, Elliot, Emmet, Franklin, Fredric

Anfangsbuchstaben G, H, I: Gale, Garry, George, Gerald, Glenn, Gordon, Gregory und Greg, Harold, Harper, Harry, Harvey, Haze, Henry, Houston, Hugh, Irwin, Isaac

Anfangsbuchstaben J, K, L: Jack, Jackie und Jackson, Jacob, Jake und James, Jason, Jefferson, Jerry, Jess, Jim, Joey, John, Kelvin, Kevin, Kim, Kyle, Larry, Lenard, Lesley, Levi, Liam, Lincoln, Lindsay, Lloyd, Logan, Louis, Luke, Lynn

Anfangsbuchstaben M, N, O: Madison, Malcolm, Mark, Mason, Matthew und Matt, Memphis, Michael und Mike, Mitchell und Mitch, Montana, Morgan, Murphy, Nathan und Nat, Neil, Nelson, Neville, Nicholas, Nick, Noah, Norris, Norton, Oliver, Orville, Owen

Anfangsbuchstaben P, Q, R: Parker, Patrick, Paul, Percy, Phillip und Phil, Phoenix, Peter und Piers, Prince, Quin, Quincy, Ralph, Randy, Raven, Raymond, Ryan, Richard und Richie, Rick und Rickie, Robert, Roderick, Rodney, Roger, Ronald und Ronnie, Ross, Roswell, Rusty, Ryan, Ryder

Anfangsbuchstaben S, T: Sage, Samuel, Sam und Sammie, Sandy, Sanford, Scott, Sean, Sebastian, Seth, Shannon, Shelby, Sheldon, Shelley, Sidney, Simon, Skyler, Spencer, Spike, Stacey, Stanford und Stan, Stephen und Steph, Steven und Steve, Stuart, Taylor, Ted, Terry, Thatcher, Theo, Thomas, Tim und Timmy, Todd, Travis, Trevor

Anfangsbuchstaben V, W, Z: Vernon und Vern, Victor, Vincent, Wallace, Walter und Walt, Watson, Wesley und Wes, Weston, William, Wilson und Will, Woody, Zachary und Zach.

Was sind die beliebtesten Jungennamen in Amerika, England, Australien, Irland und Schottland?

kleiner Junge im orangefarbenen T-Shirt auf dem Bett liegend

Die Social Security Administration (SSA) in den USA hat anhand der Geburtsurkunden aus dem Jahr 2020 eine Liste der beliebtesten Jungennamen erstellt.

Unter den Top 10 sind der Reihe nach: Liam, Noah, Oliver, Elijah, William, James, Benjamin, Lucas, Henry und Alexander.

Gefolgt werden sie von Mason, Michael, Ethan, Daniel, Jacob, Logan, Jackson, Levi, Sebastian und Mateo.

Was England angeht, so sieht die Top 10 Liste etwas anders aus, auch wenn sich manche Namen überlappen.

So sind laut dem Office of National Statistics die folgenden Jungennnamen in dieser Reihenfolge die beliebtesten: Oliver, George, Noah, Arthur, Harry, Leo, Muhammad, Jack, Charlie und Oscar.

Als Nächstes folgen Jacob, Henry, Thomas, Freddie, Alfie, Theo, William, Theodore, Archie und Joshua.

Laut Irlands Central Statistics Office sind im Jahr 2021 die beliebtesten Babynamen für Jungs in Irland der Reihe nach Jack, James, Noah, Daniel, Conor, Finn, Liam, Fionn, Harry und Charlie.

Unter den Top 20 sind in Irland noch die starken, klassischen und ungewöhnlichen Jungennamen Gillian, Adam, Darragh, Luke, Rían, Oisín, Michael, Tadhg, Thomas und Seán zu finden.

Das National Records of Scotland (NRS) hat bekannt gegeben, dass im Jahre 2020 der Spitzenreiter der beliebtesten Jungennamen in Schottland Jack ist, gefolgt von den Vornamen Noah, James, Leo, Oliver, Harris, Rory, Alexander, Finlay und Archie.

Auch in Australien sind Oliver, Noah und William (in dieser Reihenfolge) die beliebtesten Jungennamen neben Jack, Leo, Henry, Charlie, Thomas, Lucas und Elijah in den Top 10.

Weiter geht’s mit Levi, Liam, Theodore, Hudson, James, Archie, Oscar, Alexander, Harrison und Ethan.

Wie du merkst, gibt es Überlappungen in den verschiedenen englischsprachigen Ländern. Oliver, Noah und Jack sind in allen erwähnten Ländern unter den Top 10 Jungennamen zu finden.

Englische Jungennamen – 36 Trendnamen aus dem englischsprachigen Raum

kleiner Junge läuft auf dem Gras

Vielerorts kann man lesen, dass die Generation Y oder die Millennials ihren Kindern andere Vornamen geben als ihre Vorgängergenerationen.

Deutsche Eltern, die zwischen den 1980er und 1990er-Jahren geboren wurden, legen viel Wert auf den Klang und die Anschlussfähigkeit des Namens.

Heute sind kurze Jungennamen und Mädchennamen mit nur vier Buchstaben gefragt. Eltern ziehen Vornamen aus ihren beliebten Urlaubsländern zurate.

So sind italienische und spanische Vornamen für Jungs gar nicht mehr so ungewöhnlich in Deutschland.

Manche Familien mit Migrationshintergrund vergeben ihren Kindern gerne türkische, russische, arabische Jungennamen.

In Norddeutschland sind zudem besonders Vornamen aus den nordischen Ländern beliebt.

Die folgende Auswahl an englischen Jungennamen orientiert sich an den Top-Listen aus den englischsprachigen Ländern.

Hier kannst du etwas über die Herkunftsgeschichte und die Bedeutungen der Namen erfahren.

1. Adam – Wie du es dir wahrscheinlich selbst schon gedacht hast, ist der erste männliche Name laut Altem Testament natürlich hebräischen Ursprungs.

Im Tanach wird eine Verbindung zu den hebräischen Ausdrücken für “von rötlicher Farbe” und “Erdboden” hergestellt.

Schließlich hat Gott den ersten Menschen aus Staub geschaffen. Adam oder Adams ist auch ein verbreiteter englischsprachiger Nachname.

In England kam er erst nach der Reformation in Gebrauch unter Christen.

Vielleicht überzeugt dich die italienische Variante Adamo, die spanische Adán oder die türkische Adem besser?

Einer Interpretation nach ist Edison als Jungenname mit E eine Ableitung von Adam und bedeutet “Sohn von Adam”.

2. Alexander – Heute ist die Kurzform Alex beliebter. Eltern suchen manchmal auch gezielt nach männlichen Vornamen mit genau 4 Buchstaben. Alexander ist griechisch und bedeutet “Beschützer der Männer”.

Der legendäre mazedonische König Alexander der Große war bekanntester Namensträger.

Außerdem haben Könige von Schottland, Jugoslawien, Russland und Polen sowie acht Päpste diesen gemeinsam.

Mit diesem internationalen, traditionellen und zeitlosen Jungennamen machst du sicherlich nichts falsch.

Zudem kannst du aus unzähligen Varianten wählen, wie zum Beispiel Alec, Lex, Sander, Sascha, Ale und Ally.

Alles Kurzformen und Variationen aus anderen Sprachen und Ländern.

3. Archie – Englische und schottische Kurzform von Archibald. Der Name ist althochdeutsch und bedeutet so viel wie “die reine Kühnheit”.

Zwar ist dieser alte Name quasi ausgestorben, doch seine Koseform lässt die Erinnerung an ihn aufleben.

Schließlich ist Archie in England, Schottland und Australien unter den 20 beliebtesten Vornamen für Jungs.

4. Arthur – Die Herkunft dieses sagenhaften Namens ist umstritten. Manche behaupten, er sei keltischen Ursprungs und bedeutet “der Bär”.

Er könnte aber auch vom römischen Familiennamen Artorius abgeleitet sein. Auch nordische Wurzeln werden ihm zugemutet, falls er aus den Begriffen für “Adler” und “Thor” zusammengesetzt ist.

Der mystische Name, der zuerst in der walisischen Mythologie erschien, wurde durch die Arthur-Chroniken bekannt und erlebte im 19. Jahrhundert eine Blütezeit. Art und Artie sind übliche Koseformen.

5. Alfie – Die Koseform von Alfred wurde vermutlich aus den altenglischen Worten für einen “Elfen” sowie “Ratgebenden” abgeleitet.

Alfrad ist die altdeutsche Variante, doch das englische Alfred hat sich mit der Zeit auch im Deutschen durchgesetzt.

Ein bekannter Namensträger war Alfred der Große, im 9. Jahrhundert König der Angelsachsen und West-Sachsen.

So wie Archie lässt Alfie unter den englischen Top 20 einen alten, traditionsreichen Vornamen wieder aufleben.

Baby liegt auf dem Rücken auf der Matte

6. Charlie – Entweder als Koseform oder weibliche Variante von Charles zu verstehen.

Dieser Name ist wiederum germanisch und wurde von Karl abgeleitet, was “Kerl”, “Mann” oder auch “Freier” bedeutet hat.

Seit einigen Jahren ist Charlie eine Option als Jungenname für deutsche Eltern.

Er ist in zahlreichen Varianten in verschiedenen Sprachen vertreten. In Irland ist Charlie unter den Top 10 der beliebten Jungennamen.

7. Conor – Als englische Form eines ursprünglich irischen Namens hat Conor die schöne Bedeutung “Hundefreund” oder auch “Wolfsfreund”.

Connor ist eine weitere verbreitete Schreibvariante. Wahrscheinlich kennst du ihn aber eher als Nachnamen O’Connor.

8. Daniel – Aus dem Hebräischen stammend, bedeutet dieser biblische Name “Gott ist mein Richter”.

Im Alten Testament ist ein Prophet der erste Namensträger. Auch im Aramäischen und anderen semitischen Sprachen ist der Name Daniel belegt.

Zwar gehörte er in Deutschland zwischen den 70er- und 90er-Jahren zu den beliebtesten Jungennamen überhaupt, aber seitdem scheint er veraltet zu sein.

Nicht so in Irland und in den USA, dort ist er nämlich unter den Top 20 der beliebtesten Vornamen für Jungs.

9. Darragh – Dieser altirische Name bedeutet der “Fruchtbare” und ist auch in der keltischen Mythologie als Name des Gottes der Unterwelt vertreten.

Er ist abgeleitet von den irischen Namen Dara oder Dáire. Ein für uns sehr ungewöhnlicher Name, aber in Irland einer der beliebtesten.

10. Elijah – Dieser biblische und hebräische Name bedeutet “Mein Gott ist JAHWE”. Er wird im Alten Testament erwähnt.

In zwei Büchern der Könige ist Elijah nämlich ein Prophet und Wundertäter.

kleiner Junge im blauen Body liegt auf dem Bett

11. Ethan – Dieser hebräische Name wird in der Bibel insgesamt acht Mal erwähnt. Er bedeutet “der Starke” und “der Widerstandsfähige”.

In den USA und in Australien ist Ethan sehr beliebt, aber auch in anderen Länder wie Frankreich, Kanada und Spanien erfährt er einen Aufwärtstrend.

12. Finn – Man vermutet Verschiedenes hinter diesem Namen. Einerseits kann er als altirischer Name interpretiert werden, der “der Kenntnisreiche” bedeutet.

Die jüngere Version lautet Fionn. Im Gälischen bedeutet dieser übrigens “der Blonde” oder “der Helle”.

Andererseits könnte Finn auch als skandinavischer Name verstanden werden, der aus dem Altnordischen kommt und “der Finne” bedeutet.

13. Finlay – Dieser irisch-schottische Name ist gleichgeschlechtlich. Er stammt aus dem Gälischen und bedeutet “der blonde Krieger”.

Er ist auch als Familienname und in verschiedenen Varianten im Umlauf, darunter Findlay und Finley.

14. George – In Deutschland als Georg, Jörg oder Jürgen verbreitet, ist George auch in vielen anderen Sprachen zu Hause.

Der internationale Klassiker kommt aus dem Griechischen und bedeutet “der Landarbeiter”. Viele Herrscher trugen den Namen George bzw. Georg.

In England ist George gerade der zweitbeliebteste Name überhaupt.

15. Harris – Ursprünglich ein Familienname, der vom Vornamen Harry abgeleitet wurde.

Harry ist wiederum die mittelalterliche englische Form von Henry und wird auch als Kurzform von Harold gebraucht.

Wenn du deinen Sohn nicht unbedingt Harry nach der beliebten Buch- und Filmreihe nennen möchtest, dann ist Harris eine gute Variante, oder?

süßer kleiner Junge sitzt im Holzstuhl

16. Harry – Der durch die Harry Potter-Serie weltberühmt gewordene Name stammt vom Vornamen Henry ab.

17. Henry – Dieser ist germanischen Ursprungs und als Heinrich dem Original deutlich näher. Er bedeutet “Hausherrscher” und war unter Herrschenden tatsächlich ein beliebter Name.

18. Hudson – Kommt vom englischen Familiennamen und bedeutet “Sohne des Hudde”. Hudde ist wiederum die mittelalterliche Kurzform von Hugh oder auch vom Namen Richard.

Der Name hat sehr viele Varianten, Kurz- und Koseformen, darunter Hewie, Hughie, Richie, Hugo, Ricky und Dick.

19. Jack – Der englische Name entstand als Kurz- und Koseform von Namen wie John (deutsch: Johannes), Joachim und James.

Dieser auch in Deutschland immer beliebter werdende Spitzenreiter der Namenslisten in englischsprachigen Ländern könnte auch vom französischen Jacques und von Jacob abgeleitet sein.

Die Kurzform von Jacob ist aber üblicherweise Jake und von James zum Beispiel eher Jamie und Jim als Jack.

Am wahrscheinlichsten ist Jack aus den direkten Verkleinerungsformen von John entstanden, und zwar aus Jenkin und Jankin.

20. James – Hinter diesem englischen Vornamen steckt der ursprünglich hebräische Name Jakob. Im Lateinischen hat sich der Name von Iacobus zu Iacomus entwickelt.

Jakob ist im Alten Testament der Sohn von Isaak und Rebekka und der Vater der zwölf Gründer der zwölf israelischen Stämme.

Anhand der biblischen Geschichte vermutet man, dass Jakob “der Umstürzler” oder “der die Ferse festhält” bedeutet.

Schließlich hat Jakob seinen Bruder zweimal um seine Rechte gebracht, die er als Erstgeborener innehatte.

Wie mit den meisten anderen Namen aus dem Alten Testament wurde auch Jakob im Mittelalter noch als jüdischer Name wahrgenommen.

Erst nach der Reformation kam er bei Christen in Gebrauch. Doch James war bereits früher im Umlauf.

James ist in Großbritannien nicht gleich James. In Wales lautet der Name Iago, in Irland gibt es die Formen Séamus, Shamus, Sheamus und Séamas und in Schottland Seumas und Jamie.

Dieser zeitlose Name scheint nie aus der Mode zu kommen, denn seit mehr als einem Jahrhundert gehört er zu beliebten und zeitweise auch zu den beliebtesten Namen.

Kein Wunder, hat er doch so viele Variationen und Koseformen zu bieten.

kleiner Junge im gelben T-Shirt sitzt auf dem Boden

21. Joshua – Dieser ursprünglich hebräische Name bedeutet “JAHWEH ist Heil, Rettung”. Im Alten Testament ist ein Buch nach dem israelitischen Führer Josua benannt.

Die kurze aramäische Form von Joshua ist übrigens auch der Name von Jesus Christus, auch wenn nur die griechische Variante Jesus überliefert ist.

Beliebt ist auch die Kurzform Josh.

22. Leo – Es gibt mehrere Vornamen mit L für Jungs, denen das lateinische Wort für einen Löwen zugrunde liegt. Dieses wurde ursprünglich aus dem Griechischen abgeleitet.

Leo funktioniert im Westen als eigenständiger Name, aber auch als Kurzform von Leonard, Lionel (gehört zu den französischen Vornamen) oder Lennard (skandinavisch).

23. Liam – Die irische Kurzform von William ist seit den 1980er-Jahren in Großbritannien beliebt. Von dort breitet sich seine Beliebtheit in der englischsprachigen Welt aus.

In Australien ist Liam auf Platz 11, in Irland auf Platz 7 und in den USA sogar auf Platz 1 im Jahr 2020.

Es gibt auch andere, für uns ungewöhnliche Formen des Namens in Irland (Uilleag, Ulick), Schottland (Uilleam) und Wales (Gwilym, Gwil, Gwilim, Gwillym).

24. Luke – Vom lateinischen Lucas hergeleitet, ist dieser Name griechischer Herkunft.

Auch wenn er mit dem lateinischen Wort für “Licht” in Verbindung gebracht wird, ist die ältere, ursprüngliche Bedeutung “der aus Lukanen Stammende”.

Dieser auch durch die Star Wars-Serie weltbekannte und beliebte Name ist in vielen Varianten anzutreffen. In Irland zum Beispiel als Lúcás und in Wales als Luc.

25. Michael – Auch diesen Vornamen haben wir über das Griechische übernommen. Aber er stammt aus der hebräischen Sprache und bedeutet “Wer ist wie Gott?”. Unter den Engelnamen ist das ein beliebter Klassiker.

Ein zeitloser Name, der seit dem Mittelalter kaum an Popularität eingebüßt hat.

Was Micha und Michi im Deutschen sind, bekommt im Englischen die Formen Mike und Mickey. Die irische Version des Namens lautet Mícheál, während es im Schottischen zusätzlich noch Micheil gibt.

Mutter geht mit ihrem kleinen Sohn am Strand spazieren

26. Noah – Dieser biblische Name aus dem Buch der Genesis bedeutet im Hebräischen “der Ruhe Schaffende” und ist als jüdischer Familienname weit verbreitet.

Nicht nur in den USA, England, Irland, Schottland unter den Top 5 zu finden, sondern auch in Deutschland und in der Schweiz ist Noah im Jahre 2020 unter den beliebtesten Jungennamen zu finden.

27. Oliver – Die Herkunft dieses im englischsprachigen Raum sehr beliebten und auch als Nachname verbreiteten Namens ist umstritten.

Manche meinen, er sei skandinavischen Ursprungs (Olaf) und bedeutet “Nachkomme des Urahns”.

Andere behaupten, er sei althochdeutscher Herkunft und aus Begriffen für “den Krieger” oder “das Heer” und “die Elfe” oder “das Naturwesen” zusammengestellt.

Wenn man seine Herkunft aber im Lateinischen verorten möchte, so stammt der Name von der Bezeichnung Olivarius ab und bedeutet dann “Ölbaum-Pflanzer”.

In den englischsprachigen Ländern erlebt Oliver einen deutlichen Aufwärtstrend. In Deutschland war er in den 60er und 70er-Jahren sehr beliebt und ist auch heute noch recht geläufig.

28. Oisín – Dieser altirische Name kennt noch die Varianten Ossian oder Osheen und bedeutet “Hirschlein”.

Oisín ist eine bekannte und beliebte Figur aus der keltischen Mythologie Irlands. Die Geschichten um Ossian haben ganze Generationen geprägt.

29. Oscar – Dieser internationale Name bedeutet je nach Interpretation entweder “Hirschfreund” (gälisch) oder “Götterspeer” (germanisch).

Er war schon im Althochdeutschen (Ansger), Altnordischen (Ásgeirr) und im Altenglischen (Osgar) verbreitet.

Ansonsten hat der beliebte Name kaum andere Varianten und Formen. Schwedische und norwegische Herrscher haben ihn gerne getragen.

30. Rían – Diesen irischen Namen gibt es noch in der sehr ungewöhnlichen Variante Ríoghnán. Als Bedeutung wird meistens “kleiner König” angegeben.

Jedoch stammt der Name vom Nachnamen Ó Riain ab und bedeutet “Nachkomme von Rían”. Rian oder Ryan sind englische Formen des Namens.

kleiner Junge im weißen Body sitzt auf der Bank

31. Rory – Im Englischen, Irischen und Schottischen im Gebrauch ist dieser Name die anglisierte Form des irischen Namens Ruaidhrí, der “roter König” bedeutet. So hieß übrigens im 12. Jahrhundert der letzte König von Irland.

Rory wird manchmal auch als Kurzform für den Mädchennamen Aurora verwendet.

32. Seán – Die irische Form des englischen Namens John oder auf Deutsch Johannes.

Der Name hat einen langen Weg nach Irland zurückgelegt, vom Hebräischen über das Griechische, Lateinische und anschließende Französische (Jean).

Er bedeutet “Gott ist gnädig” und hat unzählige Varianten in vielen Sprachen.

33. Tadhg – Ein irisch-schottischer Name, der die schöne Bedeutung “der Dichter” hat. Namensträger war ein legendärer irischer König aus dem 10. Jahrhundert.

Als einer der beliebtesten Vornamen für Jungs in England hat er mehrere Varianten wie Tadg, Teague, Teige, Teigue und Tighe.

34. Theodore – Auch die englische Variante stammt aus dem Griechischen ab und bedeutet “Geschenk Gottes”.

Wusstest du, dass der weibliche Vorname Dorothea im Deutschen durch die Umkehrung der Reihenfolge der zwei griechischen Wörter entstanden ist, aus denen sich Theodor zusammensetzt?

Theo, Tedd und Teddy oder Teddie sind beliebte Kurz- und Koseformen. Vor allem Theo funktioniert auch als eigenständiger Name, der in englischsprachigen Ländern populär ist.

35. Thomas – Dieser christliche Vorname ist seit dem Mittelalter verbreitet. Er stammt aus dem Aramäischen und bedeutet “der Zwilling”.

Es gibt eine negative Konnotation dieses Namens. Nämlich wenn man jemanden als “ungläubigen Thomas” bezeichnet.

Diese Bezeichnung geht auf die Überlieferung des Neuen Testaments zurück, laut der der Apostel Thomas an der Auferstehung Jesu erstmal zweifelte.

Die Kurzform Tom hat sich in mehreren Sprachen als eigenständiger Name etabliert, während es recht viele Variationen des Namens gibt.

36. William – Der Name ist germanischer Herkunft und aus den Worten für “Willen” und “Helm” abgeleitet und lautet im Deutschen Wilhelm.

Prince William, Duke of Cambridge ist ein berühmtes Mitglied der britischen Königsfamilie.

Überhaupt ist William ein beliebter Name unter Herrschern, der seit mehr als einem Jahrhundert nicht aus der Mode kommt. Lediglich die Kurzformen sind seit einigen Jahren noch beliebter.

Englische Jungennamen – Vorsicht Vorurteile

Vater hält kleinen Sohn in blauer Jacke

Hast du schon von Kevinismus oder Chantalismus gehört? Die Begriffe verbreiteten sind im Netz und wurden von den Medien aufgegriffen.

Es handelt sich dabei um eine Diskriminierung, die vor allem gegen Ostdeutsche gerichtet ist.

So werden zum Beispiel englische Mädchennamen wie Mandy, Peggy sowie Kevin und Mike als ostdeutsche Namen der niederen Gesellschaftsschichten wahrgenommen.

Zwei Jahrzehnte vor der Wende waren englische Namen in der ehemaligen DDR beliebt. Man nimmt an, dass die Sehnsucht nach dem Westen dahintersteckt.

Namensforscherinnen und Soziologen, die sich mit der Herkunft und Verbreitung von Namen beschäftigen, diskutieren kontrovers, ob das Phänomen den sozial niederen Schichten zugeschrieben werden kann oder nicht.

Zwar kann man nicht bestreiten, dass im Osten Deutschlands englische Namen aus der Popkultur häufig sind.

Jedoch gibt es auch Akademikerinnen und Akademiker mit Vornamen wie Mandy oder Kevin.

Doch wenn Vorurteile sich erstmal verfestigt haben, ist es schwer, sie zu durchbrechen.

Insofern stimmt leider die Aussage einer Lehrerin, die an einer Studie teilnahm und behauptete: Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose.

Dass Namen sogar Berufschancen beeinflussen können, hat eine Studie aus dem Jahr 2014 gezeigt.

Das erschütternde Ergebnis war, dass Schülerinnen und Schüler mit türkischen Namen deutlich geringere Berufschancen als Gleichaltrige mit deutschklingenden Namen haben. Es stimmt also: Nomen est omen.

Es ist nicht abzustreiten, dass seit der Aufklärung Menschen individueller werden und sich nach eigenem Geschmack und eigenen Ansichten richten. Damals kamen französische Namen in Mode, wie zum Beispiel Emil und Charlotte.

Auch in Westdeutschland hat man vor der Wende gerne ausländische Vornamen vergeben, vor allem italienische und spanische. In den 70er-Jahren zählten Marco und Nicole zum Beispiel zu den beliebtesten Babynamen.

Vorurteile gegenüber englischen Vornamen haben also nichts mit den Namen an sich zu tun, sondern damit, wie man zur ehemaligen DDR und den dortigen Bürgerinnen und Bürgern steht.

Leider haben hartnäckige Vorurteile einige Namen sehr unattraktiv gemacht.

Kaum jemand weiß, dass der vielzitierte Name Kevin viel öfter in Westdeutschland als in der DDR vergeben wurde.

Fakten können Vorurteile nur bedingt und eher langsam aus dem Weg räumen.

Deshalb rate ich, bei der Wahl des Namens eine Recherche anzustellen. Man möchte mit der Namensgebung seinem Kind das Leben sicher nicht schwer machen.

Zum Schluss sei erwähnt, dass es keine typischen ostdeutschen Namen gibt.

Traditionelle Namen wie Paul und Emma wurden nach der Wende in Ostdeutschland vergeben. Ostdeutsche waren somit die Vorreiter der heutigen Trends. Dazu hat wohl der starke Familienbezug geführt.

Abschließende Gedanken

Mutter küsst ihren kleinen Sohn, während sie auf dem Bett liegt

Dem Kind einen Namen auszusuchen, ist eine weitreichende und besonders wichtige Angelegenheit der Eltern.

In Deutschland hat, anders als in den USA und in England, auch der Staat seine Finger im Spiel.

So gibt es für allzu kreative und fehlgeleitete Eltern zum Schutze des Kindes bestimmte Beschränkungen, die man einhalten muss.

Klassische und beliebte Jungennamen sind aber kein Problem. Natürlich kann man Kindern auch seltene Jungennamen vergeben, wenn das Geschlecht erkennbar ist.

In diesem Beitrag konntest du erfahren, welche englischen Namen typisch sind.

Außerdem habe ich für dich nachgeschaut, welche die beliebtesten englischen Vornamen im Jahr 2020 und 2021 in England, Irland, Schottland, Australien und in den USA sind.

Meine Auswahl der englischen Jungennamen mit Angaben zu ihrer Bedeutung, Herkunft und Beliebtheit richtet sich maßgeblich an den gegenwärtigen Toplisten aus diesen Ländern.

Dabei sind Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu erkennen.

Vor allem in England gibt es einen großen Einfluss der royal Family auf die Namensgebung in der Bevölkerung.

Wenn du davon nicht so begeistert bist, dann entscheidest du dich vielleicht lieber nicht für Namen wie William oder Archie.

Viel Spaß beim weiteren Suchen und Staunen wünsche ich!

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