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Mystische Namen – Andere Welten und verborgene Bedeutungen

Mystische Namen – Andere Welten und verborgene Bedeutungen

Selten und ausgefallen mag ja schön und gut sein, aber mystische Namen – das klingt doch richtig ungewöhnlich, nicht wahr?

Welche Namen könnten als mystisch rüberkommen?

Und überhaupt kann man sich die Frage stellen, was “mystisch” denn bedeuten soll? Die meisten stellen sich darunter etwas Geheimnisvolles und auch Düsteres vor.

Kommen sogenannte mystische Namen aus Mythologien, dem Okkultismus, der Esoterik oder aus Fantasy-Filmen und Büchern vor?

Im Netz kursieren hauptsächlich Namen aus der griechischen, keltischen und ägyptischen Mythologie, aber auch aus Filmen wie Harry Potter oder Twilight.

In diesem Beitrag möchte ich genauer auf den Begriff “mystisch” eingehen und dir einige Babynamen vorstellen, die als solche wahrgenommen werden können.

Mystische Namen – Der Unterschied zwischen Mysterium und Mystik

kleines Mädchen, das auf dem Feld steht und getrocknetes Gras berührt

Mystik wird oft mit Esoterik, Spiritualität und Okkultismus gleichgesetzt oder verwechselt.

Welche Bedeutung hinter den Begriffen mystisch und Mystik steckt, möchte ich an dieser Stelle beleuchten.

Mystische Strömungen kommen in allen Weltreligionen oder Weltanschauungen vor, und zwar in verschiedenen Ausprägungen.

Unter Mystik versteht man einen religiösen oder metaphysischen Ansatz, eine göttliche oder höhere Wirklichkeit unmittelbar zu erfahren und zu erkennen.

Diese Erkenntnis und Erfahrung ist dabei weder von bestimmten Lehren noch von Sinneswahrnehmungen getrübt und wird als heilig verstanden.

Das Wort stammt aus dem Griechischen, wobei mystos (μυστος) sich als verschwiegen übersetzen lässt, und myein (μυειν) nahelegt, dass Mystiker Augen und Lippen verschließen.

Mysteriös leitet sich von einem anderen Begriff ab, nämlich mystes, womit man im antiken Griechenland eine Person bezeichnete, die in den Eleusinischen Mysterienkult eingeweiht war.

Die Mysterien von Eleusis waren in Athen den Göttinnen Demeter und Persephone geweiht und nur einem exklusiven Zirkel von Personen zugänglich.

Der Ablauf der Initiations- und Weiheriten sollte unter Androhung der Todesstrafe geheim gehalten werden. Da ging es also um eine Geheimlehre, die Eingeweihte glauben ließ, an der göttlichen Macht teilzuhaben.

Aufgrund der sprachlichen Verwandtschaft der Begriffe Mysterium und Mystik ist es aber zur Bedeutungsverwirrung gekommen.

Schließlich sagt man ja nicht mystisch, sondern mysteriös, wenn man jemanden als geheimnisvoll bezeichnen möchte.

Und wenn Wissen über etwas, was man für heilig hält, geheim gehalten wird, dann handelt man nicht mystisch, sondern okkultistisch.

Okkultismus kommt vom lateinischen Wort occultus, das verborgen bedeutet.

Nicht in der Mystik, sondern im Okkultismus ist die Trennung zwischen Eingeweihten und Uneingeweihten unentbehrlich und das vermeintliche oder echte Wissen gerät zum Vorteil derer, die okkulte Rituale ausüben.

kleines Mädchen mit Blumen auf dem Feld

Als Synonym für Okkultismus kann von der Begriffsbedeutung her tatsächlich Esoterik gebraucht werden, denn er stammt aus dem Griechischen, wobei esotericos (εσωτερικος) die Bedeutung von zum inneren Zirkel gehörig hat.

Esoterisches Wissen galt also als nur einem bestimmten Kreis eingeweihter Menschen zugänglich.

Ganz anders ist es mit mystischem Wissen und Erfahrung bestellt. Einerseits ist das kein Gruppenerlebnis, andererseits wird keine Ausgrenzung angestrebt.

Mystisch ist vor allem die Suche des Einzelnen nach der göttlichen oder höchsten Wirklichkeit, und zwar ohne Vermittler.

Mystische Versenkung kann zwar auch in der Gruppe gelehrt und ausgeübt werden, aber es handelt sich um eigenständiges Streben, das das Priesteramt überflüssig macht.

Vertreter konfessioneller Religiosität stehen Mystikern seit jeher deshalb misstrauisch gegenüber.

Mystik strebt keine düstere Geheimnistuerei an, sondern die Verschmelzung des Individuums mit der Ganzheit der Wirklichkeit, des Ichs mit Gott, eine Unio mystica.

Dass Gottes Welt nirgendwo anders als in dieser Welt steckt, predigte im 13. Jahrhundert der heute als deutscher Mystiker bekannte Meister Eckhart, während der berühmte islamische Mystiker Rumi die sufische Vereinigung mit Gott wie mit einem Geliebten besang.

Für Mystiker ist es höchst wesensfremd, anderen Wissen und eigene Betrachtung vorzuenthalten, erst recht nicht deshalb, um sich einen Vorteil davon zu verschaffen.

Auch gibt es in der Mystik keine Hierarchie der Befugnisse, um zu Erkenntnissen zu gelangen.

Die Wahrheit wird nicht einigen wenigen vorenthalten, sondern als Substanz des Geistes verstanden. Mystische Erkenntnis ist zwar durch Erfahrung nachvollziehbar, lässt sich aber schwer in Worte fassen.

Deshalb macht es manchmal den Anschein, als würden Mystiker ihr Wissen verschweigen, was aber nicht der Fall ist.

Mystische Namen – Bedeutungsstark und außergewöhnlich

kleiner Junge sitzt auf dem Baum und hält ein Spielzeug

Anders als mancherorts vielleicht behauptet, gibt es so etwas wie mystische Kulturen nicht und mystisch ist nicht unbedingt gleichbedeutend mit mysteriös oder geheimnisvoll, wie es im herkömmlichen Sprachgebrauch der Fall ist.

So gesehen ist jede Auswahl an sogenannten mystischen Namen, die du im Netz findest, ein Versuch, seltene und ungewöhnliche Namen meistens aus uns fremden Mythologien herauszufischen, die besonders bedeutungsstark und außergewöhnlich sind.

Das können aber auch japanische Namen für Jungs und Mädchen ebenso wie keltische Vornamen sein, die man in unseren Bereichen nicht kennt.

Auch nordische Namen oder Namen aus der nordischen Mythologie klingen hierzulande geheimnisvoll und gehören zu den eher außergewöhnlichen Namen.

Vor allem Briten und US-Amerikaner sind dafür bekannt, gerne über die Strenge zu schlagen und ihren Kindern die ungewöhnlichsten Namen zu geben, die man sich gerade noch so vorstellen kann.

Dabei lassen sie sich besonders gerne von Serien und Filmen inspirieren, wie ein Blick auf amerikanische Mädchen– und Jungennamen verrät.

Wie du merkst, gibt es keinerlei richtige Vorgaben, die erfüllt werden müssen, damit Namen als mystisch gelten.

Ich habe hier solche Babynamen für Jungen und Mädchen ausgesucht, die eine schöne Bedeutung haben und so ungewöhnlich sind, dass man sicherlich den Drang verspürt, nachzuschauen, wo sie herkommen und was sie bedeuten.

Mystische Namen weiblich

süßes kleines Mädchen mit Blumen im Haar

1. Agnes – Ursprünglich wurde aus dem griechischen Namen Ἁγνή (Hagne), der “die Keusche” oder “die Unschuldige” bedeutet, die lateinische Form Agnes, wobei agnus im Lateinischen “Lamm” bedeutet.

In Europa verbreitet sich der Name im 3. Jahrhundert dank des Ansehens der geweihten Jungfrau Agnes von Rom, die in der Ikonographie mit Lamm und Schwert dargestellt wird.

Der Name ist im englischen, deutschen und skandinavischen Sprachraum bekannt, aber seit den 1930er-Jahre nicht mehr so verbreitet.

2. Amina – Stammt aus dem Arabischen. نَ (amina) bedeutet “sich sicher fühlen“. So hieß die Mutter des Propheten Mohammed.

Eine weitere Möglichkeit ist, dass Amina oder Aminah von مين (amin) abgeleitet wurde, was “wahrhaftig” bedeutet.

Unter den arabischen Mädchennamen findest du bestimmt noch viele weitere Beispiele, die eine mystische Anmutung haben.

3. Amunet – Der Name stammt aus der ägyptischen Mythologie und bedeutet “die Verborgene”.

Sie verkörperte den Nordwind und die Luft, war das Gegenstück zu Amun, stand für Schutz und galt sogar als Urmutter und Mutter des Re. Sie wurde auch mit der Göttin Neith gleichgestellt, siehe weiter unten.

4. Ayah – Ein arabischer Name, der die Bedeutung von “Vers” (im Koran) oder auch “Zeichen” und “Beweis” hat.

5. Alice – Der nicht nur im englischsprachigen Raum übliche Name stammt eigentlich von Adelaide ab, was die französische Form des germanischen Namens Adalheidis ist, der “edle Sorte” bedeutet.

Bekannt wurde der nicht nur englische Name Alice vor allem durch das Kinderbuch des Schriftstellers Lewis Carroll “Alice im Wunderland” aus 1865.

kleines Mädchen, das auf dem Blumenfeld steht und rote Blume berührt

6. Arwen – Der Name bedeutet “königliche Maid” in Sindarin. Diese Sprache, die von den Elben in “Der Herr der Ringe” gesprochen wird, hat der britische Autor J. R. R. Tolkien erfunden.

Tolkien kam bereits in seiner Kindheit mit Griechisch und Latein sowie mit Sagen und Legenden in Berührung, die Einfluss auf seine Erzählungen hatten.

7. Bastet – Der Name wurde vom ägyptischen bꜣstt abgeleitet, was wohl “Salbenkrug” bedeutet. Bastet ist eine Göttin aus der ägyptischen Mythologie, die in Katzengestalt dargestellt wird und die Tochter von Re ist.

Sie war nicht nur Göttin der Fruchtbarkeit und Liebe sowie der Freude und Festlichkeiten, sondern auch Beschützerin der Schwangeren.

8. Brietta – Der Name ist gälischer Herkunft und soll dorniger Rosenbusch bedeuten. Als Variante des herkömmlicheren Namens Bridget, der irischer Herkunft ist, bedeutet er “die Erhabene”.

In der irischen Mythologie ist Brighid die Göttin des Feuers, der Poesie und Weisheit. Brietta ist auch unter den keltischen Namen zu finden.

9. Chione – Es ranken sich mehrere Geschichten um Chione (vom griechischen Χιόνη, was “die Schneeweiße” bedeutet) in der griechischen Mythologie.

Dabei wird sie als Nymphe oder aber als Göttin des Schnees betrachtet. Außerdem soll sie nach einer Überlieferung die Schwester von Kleopatra sein.

10. Cosma – Wahrlich universal ist dieser in Italien gar nicht so seltene Name, und zwar als weibliche Form von Cosmas, was aus dem Griechischen stammt. κόσμος (kosmos) bedeutet schlicht “Ordnung”.

In der griechischen Eschatologie standen sich Chaos und Kosmos gegenüber.

kleines Mädchen mit rotem Mantel, das auf der Straße steht

11. Envera – In der Türkei geläufig, ist dieser Name arabischer Herkunft. Die arabische Variante Anwar bedeutet dabei “leuchtend” oder “strahlend”.

Berühmter Namensträger war Anwar Sadat (1918-1981), der ermordet wurde, drei Jahre nachdem er den Friedensnobelpreis erhielt.

Türkische Mädchennamen sind übrigens oft arabischer Herkunft.

12. Enya – Die anglisierte Variante des in Irland üblichen Namens Eithne, der “Korn” bedeutet.

13. Freya – Im Altnordischen bedeutet Freyja schlicht und einfach “Dame”.

In der nordischen Mythologie ist sie Göttin der Liebe und der Ehe und ähnelt der Venus bei den alten Römern und der Aphrodite bei den alten Griechen.

14. Ghalia – Als alternative Schreibweise von Ghaliya ist dieser Name arabischen Ursprungs und bedeutet “die Wertvolle”.

Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man glatt denken, der Name kommt aus der griechischen Mythologie.

15. Hania – Als polnischer Diminutiv des hebräischen Namens Hannah (“die Anmut”) oder auch als alternative Schreibweise des arabischen Mädchennamens Haniyya (“die Angenehme”) vereint dieser Name zwei Welten und kann von daher als mystisch gelten.

kleines Mädchen mit weißem Pullover sitzt auf dem Felsen

16. Isra – Dieser ungewöhnliche Name wurde vom Arabischen سرى (sara) abgeleitet, das “Reise bei Nacht” bedeutet.

17. Juno – Der Name stammt aus der römischen Mythologie, wobei die Bedeutung unbekannt ist. Wahrscheinlich ist er etruskischer Herkunft oder wurde vom indoeuropäischen Wort für “Jugend” abgeleitet.

Jedenfalls ist Juno die Frau des römischen Gottes Jupiter, Beschützerin der Frauen und Göttin der Ehe, aber auch Finanzen.

18. Luna – Im Lateinischen ist “der Mond” weiblichen Geschlechts. Luna ist die römische Göttin des Mondes.

19. Saphira – Stammt aus dem Griechischen, wobei σάπφειρος (sappheiros) die Bedeutung “Saphir” oder “Lapislazuli” hat.

Der Name kommt in der Fantasy-Buchreihe des US-amerikanischen Schriftstellers Christopher Paolini vor, in der sogenannten Eragon-Tretralogie für Jugendliche.

Allerdings ist in der Apostelgeschichte des Lukas ein Bericht über Hananias und Spahira zu finden, die sich weigerten, ihr Vermögen der Gemeinschaft als Kollektiveigentum zur Verfügung zu stellen und die Apostel belogen, woraufhin sie tot zu Boden fielen.

20. Meira – Kommt aus dem Hebräischen und bedeutet “die Licht spendende”. Aber Achtung, im portugiesischen Sprachraum ist Meira ein verbreiteter Nachname.

kleines Mädchen verstecktes Gesicht mit getrockneten Blättern

21. Neith – Das altgriechische Νηΐθ stammt wahrscheinlich vom ägyptischen nt, was “Wasser” bedeuten oder vom nrw was für “Furcht” steht. So kann man Neith als “die Schreckliche” übersetzen.

Kein Wunder, denn sie war eine der ältesten Göttinnen der ägyptischen Mythologie und wurde als Mutter- und Schöpfergöttin, aber auch als Kriegs- und Totengöttin verehrt.

22. Nisha – In Hindi, Marathi und Nepali ist dieser Name aus dem Sanskrit निशा bekannt und bedeutet schlicht und einfach “die Nacht”.

23. Runa – In Norwegen, Dänemark und Schweden ist dieser schöne, kurze Name geläufig. Er stammt aus dem Altnordischen. Rún bedeutet “geheimes Wissen”.

24. Yanara – Dieser Name soll ägyptischen Ursprungs sein und “strahlendes Licht” bedeuten.

Eine bekannte Namensträgerin ist aber nicht ägyptischer, sondern chilenischer Herkunft, nämlich die Fußballspielerin Yanara Aedo.

25. Yuki – Das ist ein beliebter japanischer Name, der sowohl an Mädchen als auch an Jungen vergeben wird.

Die Bedeutung hängt von den unterschiedlichen Kanji-Zeichen ab, die verwendet werden können.

Mit 幸 bedeutet er “Glück”, mit 雪 “Schnee”, mit 由 “Vernunft”, mit 貴 “wertvoll” und mit 紀 “Aufzeichnung”.

Mystische Namen männlich

kleiner Junge, der Sonnenblumen auf dem Feld betrachtet

1. Alvar – Kommt vom altnordischen Namen Alfarr, der von den Worten alfr für “Elfe” und arr für “Krieger” gebildet wurde. Alwar ist zudem auch ein indischer Ortsname.

2. Avan – Sowohl in asiatischen als auch in afrikanischen Ländern ist dieser Name verbreitet.

Aus dem Sanskrit kommend, bedeutet तर्पण Avan vieles: “Zufriedenheit”, “Freude”, “Sehnsucht”, “Schutz”, “Erhalt”, auch “der Erhalter” und “Besitzer der Erde”:

Im Persischen آب” âb und im Kurdischen avê trägt der Name einfach die Bedeutung “Wasser”.

3. Can – Das ist ein waschechter türkischer Jungenname, der die poetische Bedeutung von “Seele” oder “Leben” hat, im Sprachgebrauch aber als Kosename unter Partnern als auch “Schatz” oder “Liebling” bedeutet.

Das Wort wurde vom persischen ن jan abgeleitet. Achtung, man spricht es “Dschan” aus.

4. Edric – Dieser altenglische Name ist schon seit Langem so selten in Gebrauch, dass er ein exemplarisches Beispiel für seltene Jungennamen ist, die einen würdevollen Klang haben.

Was bei diesem Namen auch mit der Bedeutung korreliert. Edric kommt nämlich von den altenglischen Worten ead für “Reichtum” und ric für “Herrscher”.

Der Name kommt in den Science-Fiction Dune-Zyklen (1966) von Frank Herbert vor (deutscher Titel “Der Wüstenplanet”).

5. Einar – Norwegisch, schwedisch, dänisch und isländisch ist dieser Name, der vom altnordischen Einarr stammt.

Er wurde von den Worten ein für “Einer, Einsamer” und arr für “Krieger” abgeleitet.

Im Jahr 2021 war Einer unter den beliebtesten Top 10 der isländischen Kindernamen.

Hierzulande aber selten, obwohl es auch einen bekannten deutschen Namensträger gibt, nämlich Einar Schleef (1944-2001), deutscher Schriftsteller und Regisseur.

kleiner Junge malt auf Papier

6. Fenris – Das ist die wohl schlichteste Variante einer Figur aus der nordischen Mythologie.

Fenris, Fenrisúlfr oder Hróð(rs)vitnir) ist das erste Kind des Gottes und der Riesin Angrboda.

Seine Geschwister sind Hel, die Midgardschlange, Odins achtbeiniges Pferd Sleipnir, Narfi und Vali.

Ich möchte dich aber warnen, dass die Geschichte von Fenrisúlfr oder Fenris düster ist, da ihn die Götter aus Angst gefangen nehmen und schließlich von Odins Sohn Vidar getötet werden.

7. Gabriel – Im Hebräischen bedeutet גַבְרִיאֵל Gavri’el “Gott ist mein Held”. Gabriel ist einer der Erzengel und vermittelt und überbringt Nachrichten in der Bibel, während er im Islam dem Propheten Mohammed den Koran diktiert.

Es ist nachvollziehbar, dass auch andere Engelsnamen mystisch klingen, denn ein wichtiges Merkmal von Engeln ist ja ihre Nähe zu Gott.

8. Glen – In Schottland war früher Glenn ein Nachname, der vom gälischen Wort gleann abgeleitet wurde, das speziell ein langes, tiefes und abgelegenes Tal oder auch die Vertiefung zwischen zwei Hügeln bezeichnete.

Im englischsprachigen Raum ist Glen jedoch als Nachname verbreitet. Allein diese Tatsache macht ihn schon zu einem seltenen Vornamen.

9. Gwyn – Walisische Vornamen haben für uns ähnlich wie nordische oft einen mystischen Hauch.

Dieser hier bedeutet im Walisischen “weiß”, “gesegnet” oder “blond” und ist alles andere als unüblich im englischsprachigen Raum. Allerdings kennen ihn die meisten eher in der Form Gwen.

Vor allem Gwen Foster (1903–1954), ein US-amerikanischer Musiker, ist ein bekannter Namensträger.

10. Jaro – Im slawischen Sprachraum ist der Name vertraut. Immerhin stammt er von den polnischen Namen Jaromir oder Jarosław.

Sie wurden von den slawischen Worten yaru oder jarko für “heftig” und slava für “der Ruhm” abgeleitet.

In Deutschland ist er nicht ganz unbekannt, was aber auch mit der deutsch-polnischen Geschichte zu tun haben muss.

süßer Junge, der sich zu Hause auf die Couch lehnt

11. Jeldrik – Ein ostfriesischer und nordfriesischer Name, der von den altfriesischen Worten jeld für “Geld” und rīke für “reich” und “mächtig” abgeleitet wurde.

Die friesischen Jungennamen von der Nordsee sind uns fremd und vertraut zugleich.

12. Kian – Der Name bedeutet im Irischen “antik” und kann als alternative Schreibweise von Cian gelten, einer Figur aus der keltischen Mythologie Irlands.

Auch im Persischen wird der Vorname verwendet, wobei کیان Kian die Bedeutungen “König”, “Fundament” und “Symbol des Stolzes” hat.

13. Kiran – Dieser Name wurde aus dem Sanskrit übernommen und ist sowohl ein männlicher als auch ein weiblicher Vorname. किरण kirana kann “Staub”, aber auch “Sonnenstrahl” oder “Faden” bedeuten.

14. Levi – Ein hebräischer Name, der wohl “verbunden” bedeutet. Levi ist ein durchaus biblischer Name und kommt sowohl im Alten als auch im Neuen Testament vor.

Levi ist einer der zwölf Söhne Jakobs und Stammvater der Leviten, die als seine Nachfahren den Tempeldienst übernahmen.

Es ist auch ein weiterer Name des Apostels Matthäus, des Autors des ersten der vier Evangelien des Neuen Testaments.

15. Lian – Hebräisch, Chinesisch oder Deutsch, was darf es sein? Mystischer geht es kaum, da der Name so viel vereint und somit eine besondere Ganzheit ist.

Im Deutschen ist der Name eine Abkürzung von Julian, das über das Lateinische aus dem Griechischen übernommen wurde, wobei ἴουλος ioulos “milchbärtig” bedeutet. Auch Bezüge zum römischen Gott Jupiter werden gemacht.

Im Chinesischen ist es ein unisex Name mit den möglichen Bedeutungen: 莲 lián für “Lotus” oder “Wasserlilie” oder 濂 lián für “Wasserfall”.

Und im Hebräischen ist Lian eine Form des englischen Namens Leanne, der eine Kombination der Namen Lee (“klarmachen”) und Anne (von Hebräisch Hannah, “Anmut”) ist.

kleiner Junge sitzt auf der Schaukel mit Hut

16. Lucius – Das ist ein römischer Name, der wahrscheinlich vom lateinischen Wort lux für “Licht” stammt.

Bekannt ist er vor allem durch die Harry Potter-Reihe geworden, wo der Vater von Harrys Gegenspieler so heißt.

In der Schweiz scheint dieser Name aber unter der Schreibweise Luzius nicht fremd zu sein, hießen doch der Handelsdiplomat Luzius Wasescha (1946–2016) und der Präsident des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte Luzius Wildhaber (1937–2020) so.

17. Marius – Statt zur modernen romanischen Form Mario zur altrömischen Variante Marius greifen, warum nicht?

Der Jungenname wurde entweder vom Kriegsgott Mars abgeleitet oder stammt vom lateinischen mas, maris, was “männlich” bedeutet.

18. Melvin – Erinnert vielleicht etwas an den Namen Merlin, aber dieser Name kommt von Melville, einem schottischen Nachnamen, der von einem französischen Ortsnamen abgeleitet wurde und “schlechte Stadt” bedeutet.

19. Niall – Das ist die originale gälische Schreibweise des irischen, schottischen und englischen Namens Neil, dessen Herkunft unklar ist und wahrscheinlich “Wolke” oder “Sieger” und “Ritterlichkeit” bedeutet.

Vielleicht gefällt dir aber die Variante Neil besser? Schließlich war Neil Armstrong (1930-2012) der erste Mensch, der auf dem Mond gewesen ist.

20. Shaun – Eine anglisierte Form des irischen Namens Seán, der so wie John den langen Weg übers Griechische ging, wobei die Herkunft aber hebräisch ist und חָנָן Yochanan “Jahwe ist großartig” bedeutet.

kleiner Junge sitzt im Blumengarten und berührt Blumen

21. Sirius – Auch Hundsstern genannt, ist Sirius ein heller Doppelstern im Sternbild Canis Major oder großer Hund. Der Name wurde weltweit bekannt durch Sirius Black, eine Figur aus der Harry Potter-Serie.

22. Theoden – Aus dem Altenglischen stammend, bedeutet der Name “König”, “Herrscher” oder genauer “Volksherr”.

R. R. Tolkien hat nicht nur eine Figur in seinen Büchern “Der Herr der Ringe” so benannt, den König von Rohan, sondern er hat auch das Altenglische benutzt, um die fiktive Sprache Rohirrim zu erfinden.

23. Torin – Ein irischer Name, der im Gälischen “Anführer” bedeutet.

24. Vitus – Es ist schon mutig, diesen Namen zu wählen, denn abgesehen davon, dass er antiken römischen Ursprungs ist und vom lateinischen Wort vita stammt, was “Leben” bedeutet, ist der bekannteste Namensträger der Heilige Vitus aus dem 4. Jahrhundert geblieben.

Ansonsten trifft man auf Vitus eher als Nachnamen und nutzt für den Vornamen die deutsche Version Veit.

Abschließende Gedanken

Bruder und Schwester liegen auf dem Boden und schauen auf

An dieser Namensliste merkt man, dass es keine genauen Vorgaben gibt, welche Namen man als mystisch einstuft.

Es ist eine Frage der Interpretation des Mystischen. Was hat man da zuerst im Kopf?

Wenn es um den herkömmlichen Gebrauch des Wortes mystisch geht, dann meint man damit im Mündlichen in der Regel geheimnisvoll, rätselhaft oder auch dunkel und unergründlich.

Allerdings verwechseln viele Menschen Okkultismus und Mystik, weshalb sich wohl auch die Bedeutung des Düsteren eingeschlichen hat.

An sich ist an mystischer Erfahrung und Wissen jedoch nichts düster und auch geheimnisvoll ist es nicht, weil man es geheim hält, sondern weil es schwer in Worte zu fassen ist.

Kein Wunder also, dass einer der prominentesten Mystiker Rumi in Versen und Metaphern geschrieben hat.

Seltene Mädchennamen und Jungennamen – Wenn man im Netz aber nicht nach mystischen Erfahrungen oder mystischer Poesie googlet, sondern nach mystischen Namen, so findet man in der Regel Namen aus dem Sanskrit und dem Orient, der ägyptischen, nordischen, griechischen, römischen, keltischen Mythologie.

Vor allem aber wurden Namen aus Fantasy-Welten für mystisch erklärt, wie sie beispielsweise in Harry Potter oder The Lord of the Rings vorkommen.

Immerhin haben diese Geschichten Generationen geprägt und sind ins Kulturgut übergegangen.

Mit den schönsten Vornamen verbinden wir immer besondere Menschen, Geschichten und Erfahrungen.

Ich hoffe, dir einige Begriffe näher gebracht zu haben, die man oft verwechselt oder in einen Topf wirft, vielleicht dein Interesse für Mystik geweckt zu haben und dass dir die Auswahl an Namen hier gefällt.

Schau dich gerne weiter um. Wenn ich vorschlagen darf, kannst du ja mit den über 400 Mädchennamen und den beliebtesten Jungennamen anfangen.

Viel Spaß!

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