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Krautsalat In Der Schwangerschaft – Sicher Oder Nicht?

Krautsalat In Der Schwangerschaft – Sicher Oder Nicht?

Gerade, als du deinen Appetit nach Süßem gestillt hast, lässt der Krautsalat im Kühlschrank dein Herz wieder höher schlagen.

Doch, Vorsicht! Du weißt, dass in der Schwangerschaft nicht alle Lebensmittel erlaubt sind.

Wie es mit dem Krautsalat in der Schwangerschaft aussieht, dem wollen wir jetzt mal nachgehen.

Die Schwangerschaft ist eine Zeit, in der du dich und dein Baby verwöhnen möchtest und solltest.

Gesunde Ernährung ist eine tolle Art, deinen Körper zu verwöhnen und die gesunde Entwicklung deines Babys zu unterstützen.

Eine Schwangerschaft ist auch eine Zeit großer Hormonveränderungen, die dein Immunsystem unterdrücken und schwächen, was dich anfälliger für Krankheiten macht, weshalb es umso wichtiger ist, auf ausgewogene und gesunde Ernährung zu achten.

Wie du ja schon bestimmt weißt, sind rohes Fleisch und einige Milchprodukte, vor allem jene, die aus Rohmilch hergestellt worden sind, auf der Verbotsliste.

Salami, Rohwürste, Mettwurst, Mett, nicht gegarte Fleischprodukte aus Hackfleisch sowie geräucherte Fleischprodukte, wie Räucherlachs oder Speck gehören in der Schwangerschaft ebenfalls aus dem Speiseplan getilgt.

Schafskäse, Rohmilchkäse wie Feta, Weichkäse aus offenen Gefäßen im Kühlregal sind ebenfalls verboten, wohingegen Hartkäse wegen seiner langen Reifezeit als sicher gilt.

Um Schwangerschafts-Komplikationen auszuweichen, solltest du so manchen Rat berücksichtigen, vor allem in den ersten 12 Schwangerschaftswochen (SSW), wenn das Baby noch sehr empfindlich ist.

Doch, wie steht es nun um den Krautsalat?

Vielleicht wusstest du gar nicht, dass Krautsalat bei manchen Menschen, die Ursache für eine Lebensmittelvergiftung sein kann.

Und da du nun schwanger bist, können Lebensmittelinfektionen für dich ein größeres Risiko darstellen und es ist möglich, dass du unter schwerwiegenderen Reaktionen nach einer Lebensmittelvergiftung leidest.

Was ist Krautsalat?

Krautsalat mit Karotte und Kraut in einer weißen Schale

Krautsalat ist eine Mischung aus zerkleinertem und gehacktem Gemüse.

Normalerweise besteht die Basis des Krautsalat aus Karotten und Kraut sowie Mayonnaise (stattdessen ist jedoch auch Apfelessig eine gesunde Option, den Salat zuzubereiten).

Das Gemüse im Krautsalat an sich stellt auch kein so großes Problem dar wie die Mayonnaise.

Es gibt verschiedene Variationen von Krautsalat und sie können auch Rosinen, Ananas, zusätzliche Saucen oder Apfelstücke enthalten.

Für schwangere Frauen sind all diese Zutaten unbedenklich, vor allem dann, wenn alle diese Obst- und Gemüsesorten vor der Zubereitung gründlich gewaschen worden sind und frisch sind.

Mayonnaise kann hingegen ein Problem darstellen bzw. die in der Mayonnaise enthaltenen rohen Eier.

Vor dem Verzehr des Krautsalats wird gewarnt, weil er ein großes Gesundheitsrisiko in der Schwangerschaft für dich sowie dein Baby birgt.

Der Krautsalat ist eine perfekte Umgebung für Keime, Bakterien und andere Krankheitserreger, die sich dort ungestört ansiedeln und vermehren können.

Auch niedrige Temperaturen können diesen Parasiten nichts anhaben und deswegen ist besonders gekaufter Krautsalat in der Schwangerschaft nicht zu empfehlen und bringt so manche Gefahr für dich sowie das ungeborene Baby.

Darf ich Krautsalat in der Schwangerschaft essen?

Krautsalat mit Kraut und Karotten auf dem Holzbrett

Der Krautsalat in der Schwangerschaft steht grundsätzlich nicht auf der Verbotsliste, doch generell ist er in dieser Zeit nicht empfehlenswert, genau wie Keimlinge, rohe Sprossen und andere vorgeschnittene Salate im Kühlregal.

Frischer Krautsalat ist durchaus ein toller Lieferant von Vitaminen und Vitalstoffen, doch leider ist er sehr anfällig für Listerien.

Der Krautsalat schmeckt lecker, doch die Tatsache, dass du in der Schwangerschaft 14 Mal anfälliger für eine Listeriose- oder Toxoplasmose-Infektion bist, sollte Grund genug sein, um bei der nächsten Heißhungerattacke zweimal zu überlegen, bevor du dir eine Schüssel Krautsalat gönnst.

Diese Krankheitserreger können sich nämlich trotz des sauren und salzigen Milieus, die ein Krautsalat bietet, nicht nur ansiedeln, sondern auch ungestört vermehren.

Diese saure und salzige Umgebung verzögert zwar ihre Ausbreitung, doch sie vernichtet sie nicht.

Wenn man bedenkt, dass ihnen sogar niedrige Temperaturen nichts ausmachen können, sind Toxoplasmoseerreger und Listerien wahrhaftige Überlebenskünstler.

Und da Listeriose ein großes Problem in der Schwangerschaft darstellen kann, wird Krautsalat in dieser Zeit als ein Risiko-Lebensmittel eingestuft.

Listeriose kommt von den Bakterien Listeria monocytogenes, die für die Listeriose zuständig sind. Solch eine Infektion kann in schweren Fällen die Plazenta beeinträchtigen und eine Fehlgeburt auslösen.

Listerien und andere Krankheitserreger können ausschließlich durch Hitze abgetötet werden.

Lebensmittel wie Krautsalat werden nicht erhitzt, sondern normalerweise kalt gegessen, was verschiedenen Parasiten einen tollen Nährboden bietet und das Kontaminationsrisiko mit Krankheitserregern erhöht.

Doch keine Panik, auch wenn du Krautsalat in der Schwangerschaft gegessen hast, muss es nicht gleich bedeuten, dass du infiziert bist, denn nicht jeder Krautsalat ist auch infiziert und verbirgt Gefahren.

Die Gefahr an einer Lebensmittelvergiftung durch Krautsalat zu leiden, ist zwar gering, doch kann nicht ausgeschlossen werden.

Es wird empfohlen, keinen Krautsalat in der Schwangerschaft zu genießen, doch wenn du schon die Finger nicht davon lassen konntest, musst du nicht gleich in Panik geraten.

Weshalb ist Krautsalat für Schwangere bedenklich?

Frischer Krautsalat mit Rot- und Weißkohl und Karotten in Schale

Übliche Verdächtige in Bezug auf Toxoplasmen und Listerien sind rohes Fleisch, roher Fisch, Rohmilchprodukte, darunter einige Käsesorten sowie geräucherte Fisch- und Fleischerzeugnisse sowie Feinkostsalate aus offenen Gefäßen im Kühlregal.

Leider zählt auch der Krautsalat zu den anfälligen Lebensmitteln, wenn es um diese Krankheitserreger geht, die ernste Lebensmittelinfektionen verursachen können. Der Krautsalat hat seinen schlechten Ruf, der Blattstruktur des “Krauskopfs” zu verdanken.

Die Verarbeitung und die Reinigung des Krauskopfs ist wegen der unregelmäßigen Blattform nicht einfach, obwohl sich die Lebensmittelbranche große Mühe dabei gibt. Doch trotzdem kann niemand garantieren, dass keine Krankheitserreger übrig geblieben sind.

Die abgeschnittenen Blattränder bieten in ihren mikroskopisch kleinen Falten idealen Nährboden für Bakterien und Keime.

Zudem kommt die Tatsache, dass das Kraut roh verarbeitet wird und kühle Temperaturen können Listerien ebenfalls nichts anhaben.

Kühle Temperaturen und reduzierter Sauerstoff sind kein Schutz vor Bakterien, denn diese Krankheitserreger sind wahrhaftige Überlebenskünstler, sodass vakuumverpackter, fertiger Krautsalat in der Schwangerschaft aus dem Supermarkt ebenfalls als nicht sicher gilt!

Offen angebotener Krautsalat wie in Imbissen oder in Restaurants gilt ebenfalls als gefährlich. In diesem Fall spielt die Hygiene noch eine zusätzliche Rolle. Frischetheken und Buffets sind nicht nur für uns unwiderstehlich, sondern auch für Bakterien und andere Krankheitserreger.

Obwohl Bio-Ware in der Schwangerschaft sehr zu empfehlen ist, ist sie in diesem Fall leider auch keine Alternative.

Listerien und Toxoplasmoseerreger lauern nicht nur im Katzenkot im Katzenklo, sondern gelangen über den Tierkot auch in den Erdboden, wo sie das Obst und Gemüse kontaminieren.

Krautsalat in der Schwangerschaft – Alternativen?

Hausgemachtes Sauerkraut im Glas auf einem rustikalen Tisch

Heißhungerattacken sind in der Schwangerschaft keine Seltenheit und wenn dein Gelüst es auf dieses herzhafte Gemüse abgesehen hat, musst du nicht vollkommen darauf verzichten.

Sauerkraut ist zum Beispiel eine tolle Alternative zum Krautsalat.

Mit Sauerkraut kannst du bedenkenlos deinen Appetit auf Kraut stillen.

Denn auch Listerien sind nicht unzerstörbar, sie haben auch eine Schwäche: hohe Temperaturen.

Bakterien überleben nämlich keine Hitze über 70 Grad Celsius.

Gekochtes Rot- oder Weißkraut kannst du von daher bedenkenlos genießen, ohne dich irgendeiner Gefahr auszusetzen.

Außerdem versorgt dich Kraut mit vielen wertvollen Vital- und Ballaststoffen, die du in der Schwangerschaft brauchst.

Im Kraut sind vor allem Magnesium und Kalzium sowie reichlich Vitamin C enthalten.

Wobei der Vitamin C Gehalt beim Kochen erhöht wird und somit mehr als Rohkost bietet.

Mayonnaise

Schüssel mit Mayonnaise auf dem Holzbrett mit Eiern und Gewürzen

In Supermärkten gekaufte Mayonnaise in Gläsern enthält in der Regel sicher pasteurisierte Eier.

Und wie du ja wahrscheinlich schon weißt, solltest du in der Schwangerschaft immer darauf achten, dass tierische Produkte entweder gekocht, gebraten oder pasteurisiert wurden.

In der Schwangerschaft solltest du ungekochte Eier in Rezepten wie Tiramisu oder wie in diesem Fall hausgemachter Mayonnaise vermeiden.

Wenn du weißt, dass der Krautsalat, den du im Kühlschrank stehen hast, hausgemachte Mayonnaise enthält, besteht das Risiko, dass du dich mit einer bakteriellen Infektion wie Staphylococcus aureus und Salmonellen infizierst.

In beiden Fällen können solche Infektionen deine und die Gesundheit deines ungeborenen Babys während der Schwangerschaft schädigen.

Krautsalat richtig lagern

frischer Krautsalat im Glasgefäß auf dem Tisch

An der Frischetheke im Supermarkt wird Krautsalat oft in offenen Gefäßen angeboten und in Imbissen oder Buffets in offenen Schalen serviert.

In solchen Gefäßen ist der Krautsalat Luft und Wärme ausgesetzt, was ihn anfälliger für Parasiten macht.

Von daher ist es notwendig, Krautsalat zu vermeiden, der lange offen gelagert wurde und wo du nicht weißt, wie er zubereitet wurde.

Krautsalat in der Stillzeit?

Junge Frau, die ihr Baby zu Hause stillt

Deine kulinarische Auswahl vergrößert sich, sobald das Baby da ist, dennoch gibt es einige Einschränkungen.

Der Krautsalat ist in der Stillzeit erlaubt und es gibt keine Gesundheitsrisikos fürs Baby, wenn du in dieser Zeit nach Herzenslust Krautsalat genießt.

Obwohl du mit Krautsalat in der Stillzeit die Gesundheit deines Babys nicht gefährdest, besteht jedoch eine Gefahr, die für dein Baby unangenehm sein kann: nämlich Blähungen.

Einige Babys reagieren auf den Genuss von Krautsalat der Mama mit Blähungen.

Es ist nicht die Regel, doch es kann vorkommen. Hier ist es am besten, wenn du es ausprobierst, um zu sehen, wie dein Baby darauf reagiert, wenn du Krautsalat genießt.

Wenn du oder dein Partner empfindlich auf Krautsalat reagiert und Blähungen ein Begleiter dieser herzhaften Schüssel Salat ist, dann gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass dein Baby ebenfalls empfindlich darauf reagiert.

Denn dein Baby erbt nicht nur die Haar- oder Augenfarbe, sondern auch andere Sachen.

Abschließende Gedanken

Krautsalat mit Kraut und Karotten in weißem Teller serviert

Liebe werdende Mama, ich hoffe, ich habe dir mit meinem Beitrag über Krautsalat ein bisschen geholfen und dir Einsicht verschafft, wieso Krautsalat in der Schwangerschaft nicht zu empfehlen ist.

So wie mit anderen Lebensmitteln in der Schwangerschaft wird von Krautsalat ebenfalls abgeraten wegen der möglichen Gefahren und Risiken, den der Genuss von diesem Salat mit sich bringen kann.

Wenn du Krautsalat schon gegessen hast, dann muss es nicht gleich bedeuten, dass du oder dein Baby in Gefahr seid.

Nicht jeder Salat ist gleich infiziert und gefährlich.

Die Empfehlungen beziehen sich lediglich darauf, welche Risiken sich im Genuss vom Krautsalat verbergen.

Doch wenn du ausschließlich frisches Gemüse verwendest, Mayonnaise mit pasteurisierten Eiern nimmst und den Salat selbst zubereitest, dann minimierst du die Gefahr.

Wichtig ist auch hier, den Salat zeitnah zu genießen und ihn nicht allzu lange im Kühlschrank zu lagern.

Ich wünsche dir noch guten Hunger und dass du gut durch die Schwangerschaft kommst.

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