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Mein Baby Pupst Viel – Hilfreiche Tipps und Hausmittel Gegen Blähungen

Mein Baby Pupst Viel – Hilfreiche Tipps und Hausmittel Gegen Blähungen

Dein Baby pupst viel und du machst dir Sorgen, ob es an Blähungen oder Bauchschmerzen leidet? Hast du schon mal etwas von den sogenannten Drei-Monats-Koliken gehört?

Oder ist dein Kind bereits älter als drei Monate, möchte nur mit Körperkontakt schlafen und du fragst dich, ob es organische Ursachen dafür geben könnte?

Bist du stillende Mutter und machst dir Gedanken darüber, wie sich deine Ernährung auf dein Baby auswirkt? Wie unterscheidet sich der Darm eines Säuglings von dem eines Erwachsenen?

Wie gewöhnlich ist es, wenn Babys oft pupsen und welche anderen Anzeichen gibt es, dass sie an Beschwerden leiden?
Was kann gegen Verdauungsprobleme bei Babys helfen und wann sollte man mit dem Kind zum Arzt gehen? In diesem Beitrag findest du Antworten auf diese Fragen.

Mein Baby pupst viel – Die Bakterien im kindlichen Darm

kleines Baby, das auf dem Bett furzt

Es war eine unerwartete Erkenntnis, als im Jahre 2005 Wissenschaftler in Spanien im untersuchten Nabelschnurblut von gesunden Babys Bakterien fanden.

Bei weiteren Untersuchungen wurden auch im ersten Kot der Säuglinge Darm- und Hautbakterien entdeckt.

Von dieser Entdeckung angespornt, untersuchten Wissenschaftler auf der ganzen Welt Körper und Darm von Babys auf Bakterien.

Sie kamen zur Einsicht, dass bereits Ungeborene über das mütterliche Blut und das Fruchtwasser in Kontakt mit Mikroben kommen.

Die Darmflora sowohl einer Frau mit Kinderwunsch als auch einer werdenden Mutter ist für die Befruchtung und für den Werdegang des Kindes im Mutterleib von großer Bedeutung, die lange Zeit unterschätzt wurde.

Es ist nichts Neues, dass die Ernährung bereits bei Kinderwunsch oder während der Schwangerschaft besonders wichtig ist.

Mit den verzehrten Lebensmitteln gelangen viele Bakterien in den Verdauungstrakt und ernähren schon vorhandene Darmbewohner.

Folglich kommen sie dann übers Blut und die Nabelschnur zum Ungeborenen. Sogar Bakterien des väterlichen Speichels gelangen zum Organismus des Babys, wenn es zwischen Mutter und Vater zum Austausch von Küssen kommt.

Für einen gesunden Verdauungstrakt ist eine frische sowie ballaststoffreiche Ernährung wichtig, vor allem lösliche Ballaststoffe zeigen sich wirksam und fördernd.

Darüber hinaus ist auch die Entbindung maßgeblich für den kindlichen Darm, denn während einer herkömmlichen Geburt verschluckt das Baby nämlich Bakterien aus der mütterlichen Vagina.

Bei recht vielen Geburten kommt es zu bestimmten Einflüssen, die störend wirken können. Da sollte man sich über folgende Fragen Gedanken machen: Wie war die Vaginalflora zum Zeitpunkt der Entbindung?

War es eine normale Geburt oder gab es einen Kaiserschnitt, sodass das Baby keine Bakterien aus der Scheidenflora aufnehmen konnte?

Gab es eine bakterielle Infektion, die mit Medikamenten behandelt werden musste?

Ungünstige Einflüsse können nämlich den kindlichen Darm vor Schwierigkeiten stellen, weil er schlecht mit wichtigen Darmbakterien versorgt wurde, was zu einem Ungleichgewicht der Bakterienstämme im Verdauungstrakt des Babys führen kann.

Folglich kommt es zur Vermehrung von Gärungs- und Fäulniskeimen im Darm des Kindes, was für Stoffwechselgase sorgt, das Baby also viel pupsen muss.

Baby pupst viel stinkt – Im Falle, dass es Stillprobleme gibt oder der Säugling mit Flaschenmilch gefüttert wird, kann es zu einer Flatulenz mit üblem Geruch und Bauchschmerzen kommen, wobei die Selbstregulation des Babys gestört wird und es sich folglich zum Schreibaby entwickeln kann.

In ernsten Fällen ist der Gang zum Kinderarzt unausweichlich, eine labortechnische Analyse des Darmmikrobioms notwendig und eine therapeutische Behandlung sinnvoll.

Mein Baby pupst viel – Die berüchtigten Drei-Monats-Koliken

kolikartiges Baby weint

Um die 10-30 % der Neugeborenen leiden an den sogenannten Drei-Monats-Koliken, was sich meistens am vermehrten Schreien der Babys zeigt und meistens ab dem vierten Lebensmonat wieder abklingt.

Säugling pupst viel – Es ist noch immer nicht gänzlich geklärt, was die Beschwerden bei Säuglingen in den ersten Lebensmonaten auslöst.

Man weiß, dass sich der Stoffwechsel vom Neugeborenen deutlich von dem eines Erwachsenen unterscheidet, und zwar hauptsächlich aufgrund des schnellen Wachstums, sowie wegen der Organfunktionen, die noch unausgereift sind.

Die Enzyme des Babys sind nach der Geburt noch nicht vollständig funktionsfähig und auch die Darmflora muss sich noch entwickeln. Während gelegentliche Blähungen normal sind, können echte Koliken mehrere Ursachen haben.

Gase werden im Magen-Darm-Trakt durch Um- und Abbauprozesse gebildet. Wenn die Gase nicht beim Aufstoßen oder als Winde entfleuchen können, kann es beim Baby zu Bauchschmerzen kommen.

Dazu kann es auch kommen, wenn der Organismus Milchzucker und Gluten nicht vertragen kann, oder wenn die Bauchspeicheldrüse Funktionsstörungen hat.

Auch psychosomatische Faktoren sind nicht auszuschließen, die durch Spannungen, Reizbarkeit und Unruhe der Eltern verursacht werden und die Eltern-Kind-Bindung beeinflussen können.

Durch heftiges Schreien verschluckt ein Baby wahrscheinlich ziemlich viel Luft, was zu einem aufgeblähten oder harten Bauch führen kann.

Dabei passiert es auch, dass die Anspannung der Eltern und das Schreien des Babys sich wechselseitig negativ beeinflusst und somit ein Teufelskreis entsteht.

Auch beim Trinken kann ein Baby Luft verschlucken, was dafür sorgt, dass das Bäuchlein bereits voll ist, obwohl das Baby gar nicht richtig satt geworden ist.

Blähungen und Bauchschmerzen kommen bei Babys häufig bis zum sechsten Lebensmonat vor.

Mein Baby pupst viel – Anzeichen, dass es an Blähungen leidet

gasförmiges Baby weint

Baby pupst viel und ist unruhig – Wenn das Baby viel weint und schreit und dazu auch noch die Beinchen bis zum Bauchnabel anzieht, häufig aufstößt und pupst, übermäßig viel strampelt und beim Trinken unruhig wird und möglicherweise vorzeitig aufhört, dann leidet es höchstwahrscheinlich an Blähungen und Bauchweh.

Das kannst du auch daran erkennen, dass der Bauch aufgebläht ist und sich fest und angespannt anfühlt und wenn du darauf behutsam klopfst, es sich wie eine Trommel anhört.

Nachts sind die Beschwerden meistens ausgeprägter, wobei Babys, die mit dem Fläschchen gefüttert werden, häufiger an einem Blähbauch leiden als solche, die gestillt werden.

Da schlaflose Nächte äußerst anstrengend sind und sich Unruhe und Anspannung der Eltern aufs Baby übertragen können, machen sich viele Eltern nicht nur Sorgen um ihr Kind, sondern sind bald auch am Ende ihrer Kräfte angelangt.

Dabei stellt man sich auch die Frage, ob das eigene Kind vielleicht ein Schreibaby ist.

Das sind Kinder, die besonders reizempfindlich sind, exzessiv schreien und sich auch durch direkten Körperkontakt mit den Eltern nicht wirklich beruhigen lassen.

Es gibt diesbezüglich eine sogenannte Dreier-Regel, die besagt, dass Schreibabys mindestens drei Wochen lang, drei Mal pro Woche und über drei Stunden am Stück heftig schreien.

In diesem Fall können neben den Drei-Monats-Koliken auch Schwierigkeiten bei der Selbstregulation, ein traumatisches Erlebnis oder eine erhöhte Reizbarkeit die Ursachen für die heftigen Schreiattacken sein.

Eltern von Schreibabys wird dringend geraten, ein unterstützendes Umfeld zu organisieren und Beratungsstellen und sogenannte Schrei-Ambulanzen aufzusuchen, um die äußerst schwierigen Umstände meistern zu können.

Mein Baby pupst viel – Das kann gegen Blähungen helfen

 Mutter hält Baby nah

Wusstest du, dass der direkte Körperkontakt zu dir dein Baby nicht nur beruhigt und ihm Sicherheit vermittelt, sondern auch seine Atmung und seine Körpertemperatur reguliert?

Da dein Baby an Beschwerden leidet, ist es nun umso wichtiger, es in den Arm zu nehmen und wissen zu lassen, dass es nicht alleine ist.

Außerdem kannst du durch folgende Maßnahmen für Linderung sorgen:

1. Sorge für eine passende Stillatmosphäre

lächelnde junge Mutter, die Baby im Sofa im Schlafzimmer stillt

Da Babys beim Stillen Luft verschlucken können, ist es wichtig, darauf zu achten, dass sie richtig saugen und nicht nur die Brustwarze, sondern auch den Brustwarzenhof umfasst.

Wie du eine gute Stillbeziehung mit deinem Kind aufbaust, erfährst du hier.

Besonders unerfahrenen Müttern wird eine Stillberaterin empfohlen, die auf die individuellen Bedürfnisse der Mutter und des Kindes eingehen kann.

Du solltest dein Baby während der Stillzeit zwischendurch auf den Arm nehmen und es hochheben, damit es aufstoßen kann und nach dem Bäuerchen geht es dann weiter.

Außerdem kann es hilfreich sein, wenn das Baby in einer leicht aufgerichteten Position gestillt wird.

Zudem wirkt es sich förderlich auf das Pupsen aus, wenn das Baby beim Stillen in Bauchlage auf dem Unterarm der Mutter angelegt wird, während sein Kopf gestützt wird, was als Fliegergriff bezeichnet wird.

Wenn du deinem Kind das Fläschchen gibst, solltest du darauf achten, dass der Sauger die richtige Form für den Mund des Babys hat, damit es beim Trinken nicht unnötig viel Luft schluckt.

Wichtig ist, dass sich im Sauger selbst keine Luft befindet. Es gibt auch Babyflaschen mit sogenannten Anti-Kolik-Saugern zu kaufen.

2. Den Bauch des Babys wärmen

Mutter wärmt Babybauch auf dem Bett

Menschliche Babys sind Traglinge und das mit gutem Grund, denn so kann auch ihre Verdauung unterstützt werden.

Wenn dein Baby besonders bei Beschwerden also ein erhöhtes Nähebedürfnis zeigt, solltest du diesem auf jeden Fall nachgehen, denn eine bessere Wärmeflasche als deinen Körper kannst du ihm nicht anbieten.

Wenn der Bauch des Kindes Wärme erfährt, wirkt sich das hilfreich auf das Abtransportieren der Gase aus seinem Körper aus. In der Nacht kann auch ein Kirschkernkissen dabei helfen, die Blähungen und Bauchschmerzen des Babys zu lindern.

3. Den Bauch des Babys massieren

Mutter massiert Babybauch

Gegen Blähungen und Bauchweh kann auch eine sanfte Bauchmassage helfen, damit das Kind leichter Gase loswerden kann.

Ein gutes Babyöl kann unterstützend wirken, während du deinem Kind beispielsweise auch eine Fußreflexzonenmassage gibst.

So kurbelst du die Verdauung des Babys an und es lernt mit der Zeit, sich zu entspannen und loszulassen. Auch auf dich wird sich diese Entspannung übertragen.

Vielleicht besuchst du einen Kurs für Babymassage oder du probierst Shiatsu aus, die chinesische Fingerdruckmassagentechnik.

Winkle auch die Beine deines Babys an, denn diese Bewegungen stimulieren seinen Darm. Dabei kannst du auch gleich einen Shiatsu-Massagegriff ausprobieren: Während das Baby die Beine angewinkelt hat, drücke sanft mit deinen Daumen auf die seitliche, äußere Kerbe unter den Knien des Kindes.

Ansonsten kannst du den Bauch deines Babys einfach sanft im Uhrzeigersinn massieren, bis es anfängt zu pupsen.

4. Hausmittel und homöopathische Hilfsmittel

Frau sitzt neben Baby und trinkt Tee

Auch wenn bestritten wird, dass Gase und Säure über die Muttermilch in den Magen des Babys gelangen können, schwören viele Mütter darauf, dass sich blähende Nahrungsmittel, die sie verzehren, auf die Verdauung des Babys auswirken.

Wenn du noch keine Beikost eingeführt hast und dein Baby ausschließlich stillst, solltest du mit deiner Hebamme, der Kinderärztin oder Stillberaterin besprechen, wie du beispielsweise Kümmelzäpfchen oder verschiedene Teesorten, wie Kümmel, Anis und Fenchel anwenden kannst.

Wenn du nicht zu den stillenden Müttern gehörst, kannst du probiotische Flaschennahrung oder Milchsäurebakterien anschaffen. Auch diesbezüglich solltest du mit deiner Hebamme oder deinem Kinderarzt Absprache halten.

Nach der Zubereitung der Säuglingsmilch solltest du übrigens das Fläschchen so lange stehen lassen, bis sich der Schaum und die Bläschen vom Schütteln wieder gelegt haben.

Auch bei homöopathischen Mitteln solltest du den Rat einer Hebamme oder Heilpraktikerin einholen, damit genau auf die Bedürfnisse deines Babys eingegangen werden kann.

Am häufigsten wird bei gereizten und unruhigen Babys, die im Schlaf schreien und Ablenkung ablehnen, Chamomilla verwendet.

Wenn das Baby einen aufgeblähten Bauch und einen grünen Stuhlgang hat, nicht zur Ruhe kommt, beim Schreien ein rotes Gesicht bekommt und es nicht mag, am Bauch berührt zu werden, kann Belladonna helfen.

Bei Blähungen und Geräuschen im Bauch, vermehrtem Pupsen und großer Geräuschempfindlichkeit und Schreckhaftigkeit wird Nux vomica angewendet.

Wenn das Baby in der Bauchlage und während des Herumtragens einigermaßen zur Ruhe kommt, sich krümmt und die Beine an den Bauch zieht, hilft Colocynthis gegen die Beschwerden.

Schließlich gibt es für Fälle, in denen das Baby nachmittags und abends an Blähungen leidet, aber nicht pupsen kann und nur in kleinen Mengen trinkt, das sogenannte Lycopodium.

Mein Baby pupst viel – Wann sollte man zum Arzt gehen?

junge Frau, die mit lächelndem Arzt im Klinikbüro spricht

Wenn die oben erwähnten Maßnahmen keine Wirksamkeit zeigen und die Blähungen und Bauchschmerzen stattdessen schlimmer werden und sogar Blut im Stuhl zu sehen ist, solltest du unbedingt einen Kinderarzt aufsuchen.

Auch wenn das Baby auf jede Mahlzeit mit Schreiattacken reagiert, sein Stuhlgang extrem fest oder umgekehrt, extrem flüssig ist, es in den Stillstreik geht oder das Trinken verweigert und nicht mehr zuzunehmen scheint, solltest du nicht zögern und es zum Arzt bringen.

Abschließende Gedanken

Es ist noch nicht lange her, dass Wissenschaftler entdeckt haben, dass bereits Ungeborene mit Bakterien im Mutterleib in Kontakt kommen und dass die Darm- und Scheidenflora der Mutter sowohl bei der Befruchtung als auch während der Schwangerschaft und Entbindung eine bislang unterschätzte Rolle spielen.

Noch ist nicht genau geklärt, warum es bei vielen Säuglingen zu den berüchtigten Drei-Monats-Koliken kommt, wenn die Kinder aufgrund von Beschwerden vermehrt weinen und schreien.

Man geht davon aus, dass die Umstellung nach der Geburt, noch ungenügend entwickelte Organfunktionen und somit auch ein unausgereifter Magen-Darm-Trakt dafür verantwortlich sind.

In diesem Beitrag habe ich erklärt, welche Ursachen man hinter Blähungen und Bauchweh bei Babys in den ersten Lebensmonaten vermutet und dir einige Tipps gegeben, wie du deinem Kind helfen kannst, diese schwierige Zeit zu überstehen.

Darunter sind auch homöopathische Mittel, die du aber bitte erst nach Absprache mit deiner Hebamme oder Kinderärztin einsetzt.

Zum Schluss habe ich dich darauf aufmerksam gemacht, unter welchen Umständen du dein Kind bitte unbedingt zum Kinderarzt bringen solltest.

In den allermeisten fällen klingen Koliken nach dem sechsten Lebensmonat ab und die Beschwerden vergehen, ohne dass es nötig gewesen wäre, Medikamente einzuführen.

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