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Bergkäse In Der Schwangerschaft – Der Würzige Genuss Aus Dem Gebirge

Bergkäse In Der Schwangerschaft – Der Würzige Genuss Aus Dem Gebirge

Von vielen Lebensmitteln müssen sich Schwangere während der neun Monate verabschieden und insbesondere mit Käse sollen sie vorsichtig sein, also fragst du dich bestimmt, wie es um Bergkäse in der Schwangerschaft bestellt ist.

Bei den zahlreichen Käsesorten ist es schwierig, den Überblick zu behalten. Wahrscheinlich geht es dir wie vielen Schwangeren und du wirst dich bald zu einer regelrechten Käsekennerin entwickeln.

Denn beim Käse kommt es vor allem darauf an, wie er hergestellt ist, was darüber entscheidet, ob du ihn verzehren darfst.

Der Verzehr von Käse wird in der Schwangerschaft grundsätzlich empfohlen, da Milchprodukte viele gesunde Nährstoffe beinhalten, also Eiweiß, Vitamine und Spurenelemente, die wichtig für die Entwicklung des Babys sind.

Bergkäse essen in der Schwangerschaft – Aber warum solltest du nicht jeden Käse essen? Ist Bergkäse in der Schwangerschaft nun erlaubt? Was zeichnet ihn aus und welche Inhaltsstoffe hat er?

In diesem Beitrag findest du die Antworten.

Bergkäse in der Schwangerschaft – Aus den Bergen, da kommt er her

Bergkäse

Bergkäse wird grundsätzlich im Gebirge hergestellt, wobei die Bezeichnung an sich wenig über die Machart des Produktes aussagt, denn sie umfasst Erzeugnisse der Berglandwirtschaft, die unterschiedlich sein können.

Bergkäse kann Hartkäse, Halbhartkäse, aber auch Schnitt- und Weichkäse sein.

Früher war es so, dass alle im Sommer auf Bergen oder auf der Alm gekästen Produkte als Bergkäse bezeichnet wurden.

Die Kühe weideten im Freien die Bergwiesen ab, wo sie besonders reichhaltiges und saftiges Futter und viele Kräuter fanden, was sich auf den würzigen Geschmack der Milch auswirkte.

Bilder von glücklichen Kühen in den Bergen auf den meisten Käseverpackungen sind allerdings in der Regel nur Marketing und auch die Bezeichnung “Bergkäse” bedeutet nicht, dass die Milch oder die Herstellung von besonderer Qualität sind.

Die meisten Produkte stammen aus großen Molkereien und herkömmlicher Stallhaltung und auch die Reifedauer ist leider nicht geregelt.

In der EU ist die Bezeichnung Bergkäse nicht geschützt, weder als traditionelle Spezialität, noch als Ursprungsbezeichnung.

Deshalb haben in Österreich und Deutschland Hersteller von Bergkäse angefangen, die Echtheit ihres Käses durch ein Siegel eines überwachenden Organs, beispielsweise durch einen Verein, schützen zu lassen.

In Deutschland wird Bergkäse als eine Standardsorte betrachtet, die eine bestimmte Beschaffenheit haben und gewisse Herstellungsvorschriften erfüllen muss.

Für die Herstellung dürfen Milch, Sahne, Süß- und Sauermolke und Buttermilch verwendet werden, der Käse darf nur durch Wasserentzug eingedickt werden und es dürfen nur bestimmte Gewürze und natürliche Aromen verwendet werden.

Bergkäse in der Schwangerschaft

Bergkäse soll zudem ein Vollfettkäse sein mit einem Mindestgehalt an Trockenmasse von 62 %.

In der Schweiz sieht es anders aus, denn dort sind sowohl Bergkäse als auch Alpkäse geschützte Begriffe gemäß einer Verordnung aus dem Jahre 2006.

Der bekannte Bündner Bergkäse wird beispielsweise nur in Dorfkäsereien auf Höhen über 1000 m hergestellt, während der Walliser und der Berner Alpkäse noch zusätzlich das AOP-Siegel haben.

In der Schweiz bemüht man sich zudem um Aufklärung, was den Unterschied zwischen Berg- und Alpkäse angeht.

Dort weist man nachdrücklich darauf hin, dass Alpkäse kein Bergkäse ist und sich überhaupt mit nichts vergleichen lässt, da seine Herstellung in einzigartiger natürlichen Umgebung und auf besonderen Traditionen und Handwerk beruht.

Allgäuer Bergkäse in der Schwangerschaft – Bei den folgenden Käsesorten kannst du auf gesicherte Qualität vertrauen:

• Berner Alpkäse: Schweizer Bergkäse, der eine Reifedauer von mindestens 2 Jahren hat

• Allgäuer Bergkäse: Deutscher Hartkäse aus Rohmilch, der mindestens vier Monate gereift ist

• Vorarlberger Bergkäse: Österreichischer Hartkäse aus Rohmilch mit einer Reifedauer von mindestens 3 Monaten

Bergkäse in der Schwangerschaft – Lang gereifter Bergkäse aus Rohmilch ist erlaubt

Bergkäse in der Nature

In der Rohmilch können Krankheitserreger wie Listerien und Toxoplasmen enthalten sein, die eine Gefahr für das Baby darstellen.

Deshalb wird Schwangeren strengstens vom Verzehr von Rohmilchprodukten und überhaupt von rohen Lebensmitteln tierischen Ursprungs abgeraten.

Bergkäse aus Rohmilch in der Schwangerschaft – Allerdings gibt es da auch Ausnahmen, denn beim Hartkäse mit langer Reifezeit haben die Keime und Bakterien keine Möglichkeit, zu überleben, also ist solcher Rohmilchkäse wie Bergkäse oder Parmesan auch während der Schwangerschaft unbedenklich.

Denn auch wenn bei der Herstellung die Milch nicht pasteurisiert, also bei über 70 Grad Celsius erhitzt wird, sondern nur bei einer Temperatur von höchstens 40 Grad Celsius, sind beim Hartkäse sowohl der Wassergehalt als auch der ph-Wert so niedrig und der Salzgehalt so hoch, dass Bakterien und Keime das nicht überleben können.

Trotzdem ist immer noch bezüglich der Käserinde Vorsicht geboten, denn auch wenn die Keime die lange Reifezeit nicht im Inneren des Käses überleben, können sie sich dennoch auf der Rinde ansiedeln, weshalb du diese vor dem Verzehr vorsichtig abschneiden solltest, egal, wie verführerisch sie sein mag.

Das gilt übrigens auch für Käsesorten aus pasteurisierter Milch, denn die Rinde stellt eine Einladung für Krankheitserreger dar, die sonst nicht ins Innere des Käses eindringen können.

Auch vor jeglichen Käsesorten aus offenen Auslagen und Theken solltest du Abstand nehmen, da es Keime und Bakterien dort einfach haben, sich anzusiedeln.

Wie wird echter Bergkäse hergestellt?

Der Rohmilch werden zuerst Milchsäurebakterien hinzugegeben und sie wird anschließend erhitzt (bei einer Temperatur von etwa 40 Grad Celsius), damit sich die flüssige Molke von den festen Bestandteilen trennt.

Dann werden Pilze und Bakterien hinzugefügt, was dafür sorgt, dass die Milch dicker wird und die festen Teile werden anschließend in Stückchen zerteilt und gepresst, damit die flüssige Molke abtropfen kann.

Zum Schluss wird der Käsebruch gefüllt und gepresst, damit Käselaibe entstehen können.

Diese werden in Salzlake gelegt, damit Bakterien fernbleiben. Im Reifekeller vergehen so mehrere Monate, bis der Käse die gewünschte Reife erlangt hat.

Bergkäse in der Schwangerschaft – Welche Käsesorten sind erlaubt und welche nicht?

Echter Käse aus den italienischen Bergen

Es ist wirklich nicht einfach, sich die vielen Käsesorten und ihre Herstellungsarten zu merken, die in der Schwangerschaft unbedenklich oder eben nicht erlaubt sind.

Glücklicherweise gibt es das Internet, das wir jederzeit nach der nötigen Information befragen können.

Ein Hinweis kann dir aber auch helfen, sich entspannter dem Käseleib zu nähern:

Wenn das Produkt aus Rohmilch hergestellt wurde, besteht hierzulande Kennzeichnungspflicht, was bedeutet, dass du auf der Verpackung den Verweis “aus Rohmilch hergestellt” oder “aus nicht pasteurisierter Milch” finden wirst.

Also am besten immer beide Augen offen halten und die Packung begutachten, sowie einen Bogen um die offene Käsetheke und offene Auslagen machen. Folgende Käsesorten sind für dich als Schwangere und für dein Ungeborenes unbedenklich:

• Schnitt- und Weichkäse aus pasteurisierter Milch und ohne Rinde: Gouda, Leerdammer, Cheddar, Butterkäse, Camembert, Tilsiter, Edamer, Brie

• Hartkäse (auch aus Rohmilch), aber ohne Rinde: Parmesan, Bergkäse, Allgäuer Bergkäse, Emmentaler, Allgäuer Emmentaler, Appenzeller, Le Gruyére

• Schmelzkäse und Kochkäse

• Raclette, Backcamembert, Käsefondue, Ofenkäse

• industriell hergestellter Frischkäse oder eingelegter Käse: Schafskäse, Ziegenkäse, Feta, Hüttenkäse, Mozzarella, Ricotta, Mascarpone und anderer Frischkäse

Die folgenden Käsesorten stehen in der Schwangerschaft auf der roten Liste und sollten unbedingt gemieden werden, weil Krankheitserreger die Plazentaschranke überwinden und das Ungeborene infizieren können, was aufgrund der Tatsache, dass es noch über kein Immunsystem verfügt, zu schwerwiegenden Folgen führen kann, im schlimmsten Fall zur Tot- und Fehlgeburt:

• Schnitt- und Weichkäse aus Rohmilch: Camembert, Roquefort, Brie

• Weichkäse mit Rot- oder Oberflächenschmiere: Limburger, Romadur, Münster

• Blauschimmelkäse wie Gorgonzola

• Sauermilchkäse: Handkäse, Harzer Rolle, Mainzer Käse, Olmützer Quargel, Spitzkäse, Korbkäse

• vorgefertigter Reibekäse

• eingelegter Käse oder Frischkäse aus offenen Gefäßen: Feta, Mozzarella, Schafskäse

Bergkäse in der Schwangerschaft – Welche Inhaltsstoffe zeichnen echten Bergkäse aus?

Bergkäse

Käsespätzle mit Bergkäse in der Schwangerschaft – Da echter Bergkäse einen hohen Fettanteil besitzt, ist er in der Küche auch sehr gut zum Überbacken von Gerichten geeignet, denn er schmilzt leicht und bildet eine leckere Kruste.

Beim Erhitzen bei einer Temperatur über 70 Grad Celsius, wie es beim Braten und Kochen der Fall ist, können übrigens keinerlei Keime und Bakterien überleben.

Wenn du also trotz Entwarnung ein mulmiges Gefühl beim Gedanken an Rohmilchkäse hast, kannst du zumindest damit kochen.

Echter Bergkäse liefert neben reichlichem Eiweiß auch viele Mineralstoffe und Vitamine, darunter Kalzium, Kalium, Natrium, Magnesium, Vitamin A und die Vitamine B1, B2 und B6.

Die Fettsäuren des echten Bergkäses sollen eine herzschützende Wirkung haben.

Wenn du Laktose nicht so gut verträgst oder gar an einer Laktose-Intoleranz leidest, dann ist echter Bergkäse für dich eine gute Wahl, denn aufgrund der langen Reifezeit ist er nahezu laktosefrei.

Zudem ist er auch für eine Low Carb-Diät geeignet, denn er enthält zwar viele Kalorien, Fette und Proteine, aber keine Kohlenhydrate.

1. Proteine

Proteine sind Naturstoffe, die aus Aminosäuren aufgebaut sind und als Bausteine des Lebens gelten, da sie bei lebenden Organismen von zentraler Bedeutung sind.

Proteine oder Eiweiße nehmen wir durch die Nahrung auf und der Körper zerlegt sie anschließend in Aminosäuren, was ihre Bestandteile sind.

Mit Aminosäuren werden körpereigene Proteine gebildet, die unterschiedliche Funktionen erfüllen, als Hormone und Enzyme fungieren, Stütz- und Muskelgewebe bilden oder als Energiereserven dienen.

2. Kalzium

Von der Menge her ist Kalzium wohl der wichtigste Mineralstoff im Körper. Er ist wesentlich für die Knochendichte und die Festigkeit der Zähne. Vor allem unsere Knochen speichern Kalzium.

Außerdem unterstützt dieser Mineralstoff die Reizübertragung in den Nerven und Muskeln und innerhalb der Zellen und sorgt dafür, dass die Zellmembranen stabil bleiben. Kalzium beteiligt sich auch an der Blutgerinnung.

An Kalziummangel leiden meistens heranwachsende Kinder, schwangere Frauen und ältere Menschen und solche, die sich nicht ausgewogen ernähren.

Damit sich dein Baby gesund entwickeln kann, solltest du also unbedingt darauf achten, dass du genügend Kalzium zu dir nimmst, wobei Käse und Milchprodukte gute Lieferanten sind.

3. Kalium

Junge schöne schwangere Frau, die auf Fensterbank zu Hause sitzt

So wie Natrium ist auch Kalium von wesentlicher Bedeutung für den Wasserhaushalt des Körpers und beeinflusst den osmotischen Druck.

Außerdem wirkt sich dieser Mineralstoff auf das Gleichgewicht der Elektrolyte aus und beteiligt sich am Säure-Basen-Haushalt.

Äußerst wichtig sind Kalium und Natrium besonders für die Reizweiterleitung von Nervenimpulsen, was die Arbeit der Muskeln und des Herzens beeinflusst und den Blutdruck reguliert.

Kalium ist auch wichtig für das Körperwachstum, da er in der Proteinsynthese beteiligt ist und eine Unterversorgung kann sich als Erbrechen oder Durchfall bemerkbar machen und in schweren Fällen zum medizinischen Notfall werden.

4. B-Vitamine

Die Vitamine B1 und B2 beteiligen sich nicht nur am Aufbau des Nervensystems, sondern auch am Aufbau der Muskeln und spielen zudem eine wichtige Rolle im Stoffwechsel.

Ohne das Vitamin B2 kann der Körper andere Vitamine sowie Eisen und Folsäure nicht richtig verwerten.

Echter Bergkäse enthält auch Vitamin B6, das als Neurotransmitter fungiert und dabei hilft, dass Informationen von einer Nervenzelle zur anderen weitergegeben werden.

Darüber hinaus unterstützt es die Bildung der roten Blutkörperchen.

Vitamin B6 ist auch dafür bekannt, dass es gegen Schwangerschaftsübelkeit hilft.

5. Vitamin A

Das ist ein fettlösliches Vitamin, das nur in tierischen Lebensmitteln vorkommt, weshalb besonders Veganer oft an einer Unterversorgung leiden, denn in pflanzlichen Nahrungsmitteln kommt nur seine Vorstufe vor, nämlich Beta-Carotin, das der Körper selbst in Vitamin A umwandeln kann.

Vitamin A spielt eine wichtige Rolle bei der Wachstumsregulation und ist sowohl an der Neubildung als auch an der Entwicklung von Zellen und Geweben beteiligt, beispielsweise bei der Haut und bei Schleimhäuten.

Dieses Vitamin ist auch wichtig für die Augen und ermöglicht es uns, hell und dunkel zu unterscheiden. Zudem ist Beta-Carotin ein Antioxidans und hilft dabei, Zellschäden entgegenzuwirken, die durch freie Radikale verursacht werden.

6. Magnesium

Diesen Mineralstoff kann der Körper nicht selbst herstellen und deshalb sind wir vollständig darauf angewiesen, ihn über die Ernährung zu uns zu nehmen. Magnesium ist ein Bestandteil der Muskulatur, aber auch der Knochen.

Er beeinflusst den Herzmuskel und viele andere Organe sowie die Blutgefäße und Bronchien.

Damit sich Knochen und Muskeln des Babys gesund entwickeln können, ist die Einnahme von genügend Magnesium sehr wichtig und während der Schwangerschaft erhöht sich dein Bedarf auf etwa 310 mg pro Tag.

Es ist sehr unwahrscheinlich, dass eine Überdosierung vorkommt. Dagegen tritt ein Mangel viel öfter ein und macht sich üblicherweise mit Waden- und Muskelkrämpfen bemerkbar.

Abschließende Gedanken

Bergkäse mit Petersilie

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist in der Schwangerschaft wichtiger denn je und viele Frauen fangen an, sich intensiv mit Lebensmitteln, deren Herstellungsprozessen und Inhaltsstoffen zu beschäftigen.

Dabei gibt es so einiges, was man beachten muss, denn recht viele Lebensmittel stehen für schwangere Frauen auf der roten Liste, da sie Krankheitserreger enthalten können, die für gesunde Erwachsene zwar unbedenklich sind, dem Ungeborenen aber ernsthaft schaden können, da es noch über kein ausgereiftes Immunsystem verfügt.

So stellen Rohmilchprodukte sowie sonstige rohe und nicht gut durchgegarte Lebensmittel tierischen Ursprungs ein nicht zu unterschätzendes Risiko dar, da sie zu einer Listeriose- oder Toxoplasmose-Infektion führen oder Salmonellen übertragen können.

In diesem Beitrag habe ich erklärt, dass du bei Bergkäse beachten solltest, dass es in Deutschland keine geschützte Bezeichnung ist, die weder über die Milch noch über die Herstellung etwas aussagen muss.

So ist nicht jeder Käse, der diese Bezeichnung auf der Verpackung trägt, lange gereift.

Nur echter, lange gereifter Hartkäse ist auch für Schwangere unbedenklich, weil Keime und Bakterien diesen Prozess nicht überleben können. Lediglich die Rinde stellt eine Gefahrenquelle dar, weshalb du sie vor dem Verzehr stets sorgfältig abschneiden solltest.

Echter Bergkäse ist reich an gesunden Fetten, Proteinen und Mineralstoffen, die sowohl für dich als auch für dein Baby sehr wichtig sind, und hat keine Kohlenhydrate und ist nahezu laktosefrei, weshalb er eine besonders gute Wahl ist.

Ich wünsche dir guten Appetit!

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