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Mein Baby Schläft Nur Auf Dem Arm Ein – Was Kann Ich Dagegen Tun?

Mein Baby Schläft Nur Auf Dem Arm Ein – Was Kann Ich Dagegen Tun?

Du hast das Wochenbett bereits hinter dir, unzählige Strapazen von Schwangerschaft über Geburt bis zur Rückbildung deines Körpers gemeistert, schlaflose Nächte überstanden und nun stehst du verzweifelt vor einem neuen Problem: Das Baby schläft nur auf dem Arm ein?

Schreit dein Baby, wenn es mitbekommt, dass es schlafen soll? Merkst du, wie angespannt es wird, sobald du es ablegen möchtest?

Hast du das Gefühl, dass es beim Ablegen regelrecht Angst bekommt und machst du dir Sorgen um seine Entwicklung?

Weint dein Baby verzweifelt, wenn ihm Körpernähe entzogen wird?

Nicht nur nachts, sondern auch tagsüber hat dein Kind Schlafprobleme und lässt sich nur in den Armen oder auf deiner Brust beruhigen?

Hast du das ungute Gefühl, dass da etwas nicht stimmt und es anders sein sollte, wenn dein Baby schon einige Monate alt ist?

In diesem Beitrag erkläre ich dir, welche Gründe dahinterstecken, dass manche Babys nur auf dem Arm einschlafen können, warum du dir darüber keine Sorgen machen solltest und verrate dir Tipps und Tricks, wie du es ihm langsam abgewöhnen kannst.

Baby schläft nur auf dem Arm ein – Welche Gründe stecken dahinter?

Neugeborenes, das mit offenem Mund in den Händen der Mutter schläft

Es wird für dich bestimmt nichts Neues sein, zu lesen, dass ein wehrloses und hilfloses Baby Sicherheit braucht.

Es wird nach der Geburt mit überwältigend vielen Eindrücken und Reizen konfrontiert und muss nicht nur lernen, wie diese große, neue Welt funktioniert, sondern auch sich selbst regulieren.

Babys sind Traglinge und brauchen besonders in den ersten Lebensmonaten besonders viel Geborgenheit und Nähe, was ein berechtigtes Grundbedürfnis ist.

Besonders wenn die Zeit zum Babyschlaf anbricht, benötigen Babys in der Regel viel Körperkontakt, um sich sicher zu fühlen, denn wer in den Schlaf fällt, will instinktiv dafür sorgen, dass es zu keinen bösen Überraschungen kommt.

Außerdem ist es bei Mama und Papa in den Armen natürlich viel kuscheliger und wärmer, also warum sollte es anders einschlafen wollen?

Unter Stress und Anspannung kann kein Lebewesen einschlafen und die körperliche Nähe signalisiert dem Baby, dass alles in Ordnung, es in Sicherheit und beschützt ist, damit es sich fürs Einschlafen entspannen kann.

Dieses wohlige Gefühl von Sicherheit kennt dein Kind schon aus dem Bauch, wo es deutlich deinen Herzschlag gehört hat, bei deinen Bewegungen geschaukelt wurde und deinen Wach- und Schlafrhythmus mitbekommen hat.

Ungefähr ab dem fünften Schwangerschaftsmonat hat es schon deine und die Stimme deines Partners erkennen können, war aber durch deinen Körper von all den abgedämpften Geräuschen und vielen Reizen abgeschirmt.

Es hat bereits im Mutterleib einen bestimmten Rhythmus und Regelmäßigkeiten mitbekommen, und diese bringen Sicherheit.

Baby schläft nur im Arm ein – Babys müssen nach der Geburt erst lernen, ihr Schlafverhalten zu regulieren und einen Schlafrhythmus zu entwickeln. Sie brauchen unbedingt eine Einschlafhilfe, damit das passieren kann.

Es gibt bei Kindern Unterschiede im Schlafbedarf, manche sind Viel- und manche Wenigschläfer.

Die einen brauchen um die 15 Stunden, die anderen um die 12 Stunden Schlaf.

Besonders der Mittagsschlaf sollte sich danach richten, damit ein optimaler Schlafrhythmus entstehen kann.

Wenn dieser noch nicht gegeben ist, kann das Kind Schlafprobleme entwickeln und besonders anhänglich werden.

Manche Kinder verbringen für ihren Schlafbedarf tatsächlich zu viel Zeit im Bett.

Deshalb solltest du dich auf jeden Fall genau über die Schlafentwicklung bei Kindern informieren.

Manch ein Kind kann auch ein Schreibaby sein. Solche Kinder schreien besonders häufig exzessiv und lassen sich auch durch die Nähe der Eltern nicht beruhigen.

Man geht davon aus, dass sie eine höhere Reizbarkeit mitbringen und viel mehr Unterstützung beim Einschlafen brauchen.

In den ersten drei Lebensmonaten bei Schreibabys daran zu denken, dass man es ihnen abgewöhnen sollte, auf dem Arm einzuschlafen, ist ein falscher Gedanke.

Meistens bessert sich die Situation nach drei Monaten. Erschöpfte Eltern sollten Unterstützung bekommen und Beratungsstellen aufsuchen.

Baby schläft nur auf dem Arm ein – Überlege, ob es in der frühen Lebenszeit besonderen Stress gab

Mutter hält ihr süßes schlafendes Baby auf der kuscheligen weißen Decke

Wenn du dich fragst, warum gerade dein Baby so viel Sicherheit braucht, da es nur auf dem Arm einschläft und nicht ein einfaches Einschlafritual ausreicht, dann ist es vielleicht ein Trost, zu wissen, dass du keineswegs damit alleine bist.

Die Anspannung, die einsetzt, wenn der Körperkontakt unterbrochen wird, kann noch von einem bestimmten, stressigen Erlebnis herrühren.

Halte also kurz inne und denk darüber nach, ob dein Baby in der Schwangerschaft, bei der Geburt oder kurz danach ungewöhnlich hohem Stress ausgesetzt war?

Dies hat bei ganz verschiedenen Sachen passieren können: Hast du dich von deinem Partner getrennt?

Bist du umgezogen, während du schwanger warst?

Hattest du einen Kaiserschnitt oder wurde dein Baby mit einer Saugglocke zur Welt gebracht?

War vielleicht die Nabelschnur um seinen Hals gewickelt?

Musste es im Krankenhaus einige Nächte von dir getrennt verbringen?

Solche erlebten Anspannungen kann ein Baby in den Alltag mitbringen.

Besonders Trennungserlebnisse wirken sich recht traumatisch auf Säuglinge aus und wenn du dein Kind nicht aus deinen Armen oder von deinem Körper lösen kannst, wenn es einschlafen soll oder schon schläft, dann möchte es auf keinen Fall nochmal so eine Trennung erfahren.

Denn jedes Versinken in den Schlaf bedeutet eine kleine Trennung von dir und manche Babys brauchen auch unbewusst die Sicherheit, dass sie nicht alleine sind.

Dann ist mit Ratschlägen und Empfehlungen, dass das Kind spätestens ab dem siebten Monat aufhören sollte, zu protestieren, wenn sie es ablegen, ganz und gar nicht geholfen.

Bitte sei dir darüber im Klaren, dass manche Experten der Meinung sind, dass ein Kind sogar bis zum zwölften Lebensmonat nicht alleine einschlafen sollte.

Allerdings musst du natürlich auch an dich denken und selbst zur Ruhe kommen können und fragst dich natürlich, was du tun kannst, damit du es deinem Baby behutsam abgewöhnst, nur in deinen Armen einzuschlafen?

Baby schläft nur auf dem Arm – In 4 Schritten zur Abgewöhnung

junge Mutter, die schlafendes Baby in einem blauen Träger trägt

Meistens wirst du auf gut gemeinte Ratschläge stoßen, die dir beibringen wollen, dein Kind erst gar nicht daran zu gewöhnen, auf dem Arm einzuschlafen.

Aber mal ehrlich, was bringen sie dir, wenn das bereits der Fall ist?

Außerdem verunsichert es dich bestimmt, wenn du hörst oder liest, dass ein Baby bereits ab dem fünften Monat durchschlafen können oder dass es nach einer Weile besser nicht mehr im Elternbett mitschlafen sollte.

Wenn dein Neugeborenes aber nur einige Wochen alt ist und du dich schon jetzt fragst, ob es in Ordnung ist, dass es nur auf dem Arm einschläft, so möchte ich dich beruhigen und dir einige Informationen mitgeben, wie du mit Schlafritualen vorbeugen kannst, dass es so bleibt.

Schlafrituale sind nämlich das A und O der Sache.

Du kannst dein Baby schon früh daran gewöhnen, dass Schlafenszeit ist, wenn es zu einer bestimmten Tageszeit gestillt wird oder das Fläschchen bekommt und dabei eine Spieluhr zu hören ist.

Du kannst ihm auch regelmäßig ein bestimmtes Lied vorsingen, bevor es einschläft, damit es dieses mit dem Schlafen verbindet und auch so Sicherheit vermittelt bekommt.

Auch rituelles Waschen oder Baden vor dem Zubettgehen oder das Anziehen eines Schlafanzugs nach dem Windelwechseln können zu Signalen werden, dass es Zeit zum Schlafen ist.

Ein Kleidungsstück, das nach dir riecht oder ein Kuscheltier, dass das Kind besonders mag und nur beim Einschlafen zum Freund und Begleiter wird, können auch helfen, wenn das Kind anfängt, zu quengeln.

Rituale sind immer wiederkehrende Handlungen, die uns Struktur, Orientierung und Sicherheit geben und besonders für Kinder wichtig sind. Und ja, bereits Babys verstehen diese intuitiv.

Die Regelmäßigkeit bringt Vertrautheit mit sich und hilft dem Kind, sich an die Einschlafsituation zu gewöhnen.

Nun ist dein Baby aber schon etwas älter und beim Nachdenken musstest du feststellen, dass es besonderem Stress in seinem frühen und jungen Leben ausgesetzt war und fragst dich, wie du nun vorgehen sollst, damit es nicht nur auf deinen Armen oder deiner Brust einschläft?

Dann habe ich für dich folgende Tipps:

1. Akzeptiere die Situation, so wie sie ist

Nun kennst du bereits die Gründe, die dafür verantwortlich sind, dass dein Kind nur in deinen Armen schlafen möchte.

Der erste Schritt ist vielleicht auch der schwierigste, denn du solltest erstmal akzeptieren, dass das so ist.

Sei dir bitte darüber im Klaren, dass es das Sicherheitsbedürfnis deines Babys ist, wenn es so nahen Körperkontakt braucht, um einschlafen zu können, denn sonst wäre seine Forderung nicht da.

Kein Baby macht so etwas, weil es verwöhnt oder eigensinnig ist!

Es stecken einfach tiefe Sicherheitsbedürfnisse dahinter, die wahrscheinlich aus Anspannung hervorgehen.

Wenn du dich nicht von anderen beirren lässt, die es vielleicht gut meinen, dir aber falsche Hinweise einreden wollen, hast du schon viel dafür getan, die Situation so anzunehmen, wie sie ist.

So wirst du dich selbst bei Einschlafsituationen besser entspannen können und deine Unruhe wird nicht zusätzlich aufs Baby übertragen.

Baby schläft nur auf dem Arm und lässt sich nicht ablegen – Viele Eltern, die aufgrund dieses Problems Beratungsstellen aufgesucht haben, berichten davon, dass mit dem Akzeptieren der Druck nachlässt und sich die Situation bessert.

2. Das kannst du in der Einschlafsituation tun

Versuche, rund um den Schlaf so viel Ruhe zu schaffen, wie nur möglich ist.

Mach dafür alle Handgriffe, die es braucht, vom Windelwechseln übers Umziehen bis zum Hochnehmen und Tragen, ruhig und betont langsam, sprich in einem sanften Ton mit deinem Baby und atme dabei tief ein und aus.

Probiere verschiedene Tragemöglichkeiten und Orte aus, das Schlaf- oder Wohnzimmer, einen Schaukelstuhl oder vielleicht eine Federwiege, eine Trage oder ein Tragetuch oder auch das Pucken.

Wenn du herausgefunden hast, was deinem Baby am besten passt, dann halte das ein.

Ganz wichtig: bleib stets die ganze Zeit entspannt und nimm jeden Druck raus.

Sorge dafür, dass auch du es bequem hast, damit das überhaupt möglich ist.

So seltsam es klingen mag, kannst du auch nebenbei meditieren und dir bildhaft vorstellen, wie das Baby an dich und deine Entspannung andockt und bei jedem tiefen Ein- und Ausatmen immer mehr Ruhe einkehrt.

Du weißt bestimmt, dass es verschiedene Schlafphasen gibt.

Damit dein Kind in die Tiefschlafphase kommt, lass es auf jeden Fall mindestens eine halbe Stunde in deinen Armen oder auf deinem Bauch, bevor du vorsichtig versuchst, es abzulegen.

Versuch bitte nicht gleichzeitig auch noch, das Kind daran zu gewöhnen, im eigenen Bett zu schlafen, sondern leg es ins Familienbett ab, wenn es das gewohnt ist.

3. Der langsame Übergang ohne große Erwartungen

Erwarte bitte auf keinen Fall, dass der Übergang schnell oder sogar von heute auf morgen abläuft.

Es sind die kleinen Schritte, die deinem Baby Sicherheit und Geborgenheit vermitteln und es darauf vorbereiten, ohne deinen nahen Körperkontakt einzuschlafen.

Leg eine Decke oder das Stillkissen zwischen dich und dein Kind.

Wenn das auf Widerstand stößt, dann versuche, das Baby zu pucken.

Behalte die Körpernähe zu deinem Baby und lege dich immer wieder mit ihm zur Seite, damit es auch das Bett spüren kann.

Auch eine Wärmeflasche könnte ein Hilfsmittel sein.

Höre währenddessen nicht auf, sanft mit deinem Baby zu sprechen und ihm mitzuteilen, dass es sicher und dass alles in Ordnung ist.

Entferne dich langsam und nur zentimeterweise von deinem Kind, aber behalte immer noch den Körperkontakt, indem du deine Hand auf seine Brust oder seinen Bauch legst, damit es dich noch spüren kann.

4. Bereite dich und dein Baby schon im Voraus vor

Damit sich die Anspannung in deinem Kind legt, kannst du tagsüber bereits viel dafür tun.

Wenn du ihm nämlich den ganzen Tag über schon viel Nähe und Körperkontakt bietest, kann es sich zur Schlafenszeit besser und schneller entspannen.

Trage es am Tag also oft herum und mach auch das Kuscheln zu einem häufigen Ritual.

Ratsam ist es, dass du dein Tagestempo bereits am Nachmittag herunterschraubst, damit auch du dich erholen kannst.

Außerdem solltest du dich darum bemühen, früher zu Hause zu sein, damit die Ruhe früher einkehren kann.

Versuch es auch damit, dass du selbst ein Nickerchen machst, wenn dein Baby beim Einschlafen ist.

Besonders am Anfang wird dir das helfen, selbst entspannter zu werden und Druck abzubauen.

Wenn sich mit all diesen Vorschlägen über einen längeren Zeitraum hinweg kein bisschen etwas zu ändern scheint, dann scheu dich auf keinen Fall davor, professionelle Hilfe zu suchen.

Besonders in Beratungsstellen können dir Schlafberaterinnen Beruhigung und Erleichterung bringen, indem du einerseits grundlegende Informationen zur Schlafentwicklung und zum Schlafverhalten von Kindern bekommst und andererseits auf deine und die individuelle Situation deines Babys eingegangen wird.

Es ist nicht selten und auch nicht wirklich schlimm, wenn dein Kind eine besonders stressige Situation nicht aufgearbeitet hat und deshalb unter Anspannung leidet.

Wichtig ist, dass du Geduld und Verständnis zeigst und dir dessen bewusst bist, dass es weder Versagen noch Schande ist, um Hilfe und Unterstützung zu bitten.

blonde hübsche Frau, die schlafendes Baby in den Armen trägt

Abschließende Gedanken

Der nahe Körperkontakt gehört besonders in den ersten Wochen eines Babys zum Grundbedürfnis des Kindes, das nach Sicherheit und Geborgenheit bei Eltern und vertrauten Personen sucht.

Niemand würde wohl auf die Idee kommen, dass es nicht angebracht ist, wenn ein wenige Wochen alter Säugling in den Armen einschläft.

Es herrscht unter vielen Eltern jedoch immer noch eine gewisse Unklarheit, was die Schlafentwicklung und das Schlafverhalten von Babys und Kindern angeht.

So kursieren besonders im Netz Empfehlungen, dass man das Baby nicht daran gewöhnen sollte, in den Armen einzuschlafen und es wird sogar behauptet, man würde es dabei verwöhnen.

Eltern sind dann noch mehr verunsichert, wenn sie lesen, dass ein Baby bereits ab dem fünften Lebensmonat durchschlafen und sogar alleine einschlafen können sollte.

Das ist aber nicht die Regel.

Kinder brauchen Zeit, um sich in der neuen Welt zurechtzufinden, einen Schlafrhythmus zu entwickeln und Selbstregulation zu lernen.

Wenn dein Baby zu den Kindern gehört, die nur auf dem Arm einschlafen oder durchschlafen können, so hoffe ich, dass ich dich mit diesem Beitrag einigermaßen beruhigen und dir zeigen konnte, dass du keineswegs alleine mit diesem Problem dastehst.

Ich habe erklärt, an welchen Gründen es liegen kann, dass dein Baby in der Einschlafsituation so nahen Körperkontakt braucht und dich zum Nachdenken bringen wollen, ob es ein stressiges Erlebnis gab, von dem dein Kind eine größere Anspannung mitbringt.

Zudem habe ich dich darauf aufmerksam gemacht, wie wichtig Rituale sind, damit Kinder und Babys das Gefühl von Sicherheit und Vertrautheit bekommen und habe dir Tipps gegeben, wie du am besten vorgehen kannst, um es deinem Kind langsam abzugewöhnen, nur auf dem Arm zu schlafen.

Bleib bitte ruhig und entspannt und habe viel Geduld und der Rest wird sich ergeben!

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