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Mein Baby Schläft Unruhig – 10 Tipps Für Einen Regelmäßigen Schlafrhythmus

Mein Baby Schläft Unruhig – 10 Tipps Für Einen Regelmäßigen Schlafrhythmus

Frisch gebackene Eltern sind besonders beim ersten Kind oft unsicher im Umgang mit dem Neugeborenen und eine bestimmte Sorge wird dabei zur besonderen Belastung für den Familienalltag: Das Baby schläft unruhig.

Ja, der Babyschlaf ist wohl eines der am meisten diskutierten Themen unter Müttern und Vätern, die sich viele Fragen stellen:

Wie sieht das übliche Schlafverhalten bei Babys aus? Wie entwickelt sich der Schlafbedarf vor dem ersten Lebensjahr? Welche Schlafphasen durchlaufen Babys?

Ist es ein Grund zur Sorge, wenn das Baby unruhig schläft, mit Händen und Füßen strampelt oder es im Schlaf weint? Und wie kannst du deinem Baby zu einem Tag-Nacht-Rhythmus verhelfen?

In diesem Beitrag findest du die Antworten.

Mein Baby schläft unruhig – Der Schlafbedarf und die Entwicklung der Schlafphasen bei Babys

Kleines Baby schläft in einem weißen Bett

In den ersten Lebensmonaten brauchen Babys viel Schlaf, und zwar 14 bis 18 Stunden täglich. Dabei schlafen sie in der Regel höchstens drei Stunden am Stück durch und wachen immer wieder auf, um zu essen.

Der kleine Magen des Säuglings kann nämlich nicht viel Muttermilch aufnehmen, die übrigens sehr bekömmlich und bereits nach 90 Minuten verdaut ist. Unruhiger Schlaf ist bei Neugeborenen also völlig normal.

Nach dem ersten Lebensjahr schlafen Babys meistens deutlich weniger, und zwar 11 bis 14 Stunden pro Tag, wobei der Mittagsschaf mit eingeschlossen ist und sich bereits ein Schlafrhythmus eingependelt hat.

Außerdem haben sich bis dahin auch die Schlafphasen entwickelt und ähneln denen von Erwachsenen.

Die zwei Schlafphasen Tiefschlaf (Nicht-REM-Phase) und Traumschlaf (REM-Phase) entwickeln sich bei Babys ab dem dritten Lebensmonat, denn bis dahin fallen Neugeborene direkt in den REM-Schlaf, den man an den Augenzuckungen erkennt.

Viele wissen aber nicht, dass nicht nur die Augen, sondern auch Herzschlaf und Atmung unruhig sind, wobei das Gehirn auf Hochtouren läuft. So kommt es häufig vor, dass Babys kräftig strampeln.

Das ist überhaupt kein Grund zur Beunruhigung, denn so werden die Muskeln und die Gehirnzellen des Babys trainiert.

Experten für frühkindliche Entwicklung wissen, dass Babys durch das Strampeln Bewegungen üben und besonders beim Übergang aus dem leichten in den tiefen Schlaf unruhiger werden.

In der Einschlafphase, die von ungefähr fünf Minuten bis eine halbe Stunde dauert, sind Zuckungen ein Zeichen dafür, dass der Körper entspannt.

Während des sogenannten Leichtschlafes nehmen wir zwar kaum etwas von der Umwelt wahr, aber Geräusche und Licht können uns noch leicht wecken.

Nach dem Leichtschlaf gehen wir in den Tiefschlaf über, der vier Stufen beträgt. Bei Babys dauert es allerdings ungefähr ein halbes Jahr, bis dieser Übergang vollzogen wird. Dann ist die Zeit gekommen, dass Babys einige Stunden am Stück durchschlafen können.

In der zweiten Stufe des Tiefschlafs wird die Atmung ruhiger, während in der dritten Stufe Atmung, Herzschlag und Gehirn ruhig und gleichmäßig werden.

Es kommt zu keinen Bewegungen. Wir liegen ruhig da und wenn wir aus dem Schlaf gerissen werden, sind wir erstmal verwirrt.

Babys lassen sich nur schwer aus dem Tiefschlaf wecken. Lauter Straßenverkehr, Spülmaschine oder Staubsauger machen ihnen dann nichts aus.

Nach zwei bis drei Stunden geht der Tiefschlaf in die REM-Phase über, die bei Erwachsenen 25 % des Schlafes und bei Neugeborenen sogar 50 % des Schlafes ausmacht.

Diese intensive Schlafphase, die von Träumen, Zuckungen und Körperbewegungen begleitet wird, ist genau die Phase, in der sich der Mensch am meisten regeneriert und erholt.

Mein Baby schläft unruhig – Tipps und Tricks, die helfen können

ein junger Vater hält sein Baby und versucht, es zum Einschlafen zu bringen

Nun wissen wir etwas mehr über den Schlafbedarf und die Schlafphasen von Babys. Das Strampeln im Schlaf ist also an sich nichts Beunruhigendes, sondern ein Zeichen des Lernens und der Entwicklung.

Aber was tun, wenn der unruhige Babyschlaf den Eltern richtig zu schaffen macht und ganz und gar nicht den Anschein macht, als wäre er Teil einer normalen Entwicklung? Wenn er nach dem ersten Lebensjahr immer noch für Schlafmangel sorgt?

Baby schläft unruhig 6 Monate – Was macht man, wenn ein Wachstumsschub oder das Zahnen für Schlafprobleme sorgen oder wenn eine Fremdelphase das Einschlafen zu einer Herausforderung macht? Welche Schlafumgebung kann zu einem ruhigeren Babyschlaf verhelfen?

Beim Thema Babyschlaf ist jedes Neugeborene anders und oft kommt man dem eigentlichen Grund der vermeintlichen Schlafstörung nicht auf die Schliche. So gibt es auch keinen Universaltrick, der bei allen Babys hilft.

Grundsätzlich gilt aber, dass du dein Baby und sein Schlafverhalten am besten genau beobachtest, vielleicht auch Tagebuch darüber führst, wann und wie lange es schläft.

In den ersten Wochen wirst du dich eh an die Bedürfnisse deines Babys anpassen müssen, für die es eine innere Uhr hat.

Mit der Zeit wird es den Tag-Nacht-Rhythmus und einen bestimmten Schlafrhythmus entwickeln, denn auch das muss übrigens gelernt werden: Ein Baby weiß nämlich nicht, dass der Tag fürs Wachsein und die Nacht fürs Schlafen gedacht ist.

Diese Tipps können Unterstützung dafür bieten, dass das Baby einen regelmäßigen und ruhigen Schlafrhythmus entwickelt und beibehält:

1. Führe Einschlafrituale ein

neugeborenes Baby schläft im Kinderbettchen ein

Egal, ob dein Kind vor dem Zubettgehen noch ein warmes Bad bekommt, gestillt wird oder ob ihm in Begleitung eines Schlafliedes der Schlafanzug angezogen wird, helfen Rituale, die sich konsequent wiederholen dabei, dass dein Baby sie mit dem Einschlafen verbindet und so besser zur Ruhe kommt.

2. Vermeide stimulierende Aktivitäten und Reizüberflutung

Ein Baby kann durch aktives Spielen, durch Aufregung und Anstrengung vor dem Schlafengehen überreizt werden und Schwierigkeiten damit haben, einzuschlafen.

Auch verarbeitet es im Schlaf das Erlebte und könnte somit unruhiger schlafen.

Deshalb solltest du die Zeit vor dem Zubettgehen entspannt und ruhig angehen, und zwar am besten in Form eines bekannten Einschlafrituals, wie oben beschrieben.

3. Hilf deinem Baby, den Unterschied zwischen Tag und Nacht zu verstehen

Dein Kind kann nach den neun Monaten, die es im Mutterleib verbracht hat, natürlich nicht gleich zwischen Tag und Nacht unterscheiden.

Du kannst ihm dabei helfen, indem du tagsüber die Vorhänge offen lässt und für viel natürliches Licht sorgst, während du abends vor dem Einschlafen das Schlafzimmer dunkel hältst und nicht mehr als ein Nachtlicht beim nächtlichen Stillen anmachst.

4. Leg das Baby rechtzeitig ins Bettchen

Manche raten dazu, Babys ins Babybett zu legen, während sie zwar schläfrig, aber noch bevor sie eingeschlafen sind.

Sonst könnte sich das Kind nämlich daran gewöhnen, nur auf dem Arm einzuschlafen.

Was ich davon halte und woran es liegen kann, wenn es dazu kommt, kannst du hier nachlesen.

Auf jeden Fall solltest du aber darauf achten, dass das Baby nicht übermüdet ist und bei den ersten Müdigkeitsanzeichen zur Ruhe kommen kann.

5. Zimmertemperatur überprüfen

ein digitales Thermometer im Kinderzimmer

Die geeignete Schlafumgebung sollte eine Zimmertemperatur von 18 bis 20 Grad Celsius haben.

Das Zimmer, in dem das Familienbett oder das Beistellbett steht, sollte also weder zu kalt noch zu warm sein, um einen optimalen Schlaf zu ermöglichen.

Außerdem sollte es stets gut gelüftet werden, aber Vorsicht: Nicht vergessen, die Fenster wieder zu schließen, damit es zu keiner Zugluft kommt, der Babys auf keinen Fall ausgesetzt werden sollten.

6. Alles rund ums Babybett überprüfen

Bei Schlafproblemen solltest du natürlich die unmittelbare Schlafumgebung auch auf Folgendes überprüfen: In welcher Ecke steht das Babybett?

Ist es zu weit weg vom Elternbett? Ist dieser Bereich denn genügend abgedunkelt?

Und wie steht es um die Babymatratze? Für Babys ist es besonders wichtig, dass die Schlafunterlage weder zu hart noch zu weich und vor allem luftdurchlässig ist, damit es zu keiner Überwärmung kommt und dein Kind freier atmen kann.

Auch haben Kuscheltiere, Kissen und Spielsachen nichts im Babybett zu suchen, da das Kind daran ersticken könnte.

7. Achte auch auf die Schlafkleidung

Was man dem Baby am besten für Schlafkleidung anzieht, ist tatsächlich keine so leichte Frage, denn Neugeborene haben von Anfang an ein sehr unterschiedliches Temperaturempfinden.

Anstatt aber die Körpertemperatur des Babys an den Händen und Füßen zu fühlen, solltest du lieber die Hand auf den Nacken legen.

Stets werden Babyschlafsäcke Decken vorgezogen, da es so nicht zur Überdeckung und somit zur Überwärmung kommen kann, aber auch nicht dazu, dass das Baby die Decke wegstrampelt und dann friert. Überprüfe vor dem Kauf immer den Stoff.

8. Versuch es mit Pucken

Mit dieser uralten Wickeltechnik werden die ganz kleinen Babys ganz fest in Tücher gewickelt, damit sie sich in den Mutterleib zurückversetzt und geborgen fühlen können.

Oben habe ich bereits beschrieben, dass bei Neugeborenen die REM-Phase sogar 50 % des Schlafes ausmacht und dass es in dieser Schlafphase zu Strampeln, Zuckungen und unkontrollierten Bewegungen kommt.

Mit einem Pucksack wird sichergestellt, dass Babys dadurch nicht im Schlaf gestört werden und zur Ruhe kommen können.

Allerdings ist Pucken auch nur für Neugeborene geeignet.

9. White Noise und andere Geräusche

Das ersten Lebensmonate im Mutterleib stellen wir uns nicht ruhig vor, im Gegenteil!

Da ist schließlich ständig der Herzschlag der Mama zu hören und auch die Verdauungsorgane sorgen für ständige, eintönige Geräusche.

Das wird wohl der Grund sein, warum Babys bei so kuriosen Geräuschen wie Föhn oder Staubsauger besser einschlafen und durchschlafen können.

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Apps, die mit solchen Geräuschen, aber beispielsweise auch mit Meeresrauschen und White Noise einen ruhigen Schlaf unterstützen können.

10. Lass das Baby schlafen

Das kleine Mädchen schläft in ihrem Bettchen

Wie du gelesen hast, gehört unruhiger Schlaf in Form von Strampeln und Zucken in den ersten Wochen einfach zur Entwicklung deines Babys. Es kann auch passieren, dass es im Schlaf wimmert.

Das Baby schläft unruhig, wälzt sich hin und her – Hüte dich davor, dein Baby sogleich hochzuheben, denn du könntest es aufwecken und somit die Schlafphase unterbrechen.

Babys können sich im Schlaf auf eine Sache konzentrieren, nachdem sie während der Wachphasen von vielen Eindrücken abgelenkt werden.

Diese sinnlichen Eindrücke aus dem Wachzustand werden im Schlaf im Gehirn gespeichert, so wie bestimmte Bewegungen auch.

In der Regel beruhigen sich Babys, die in der REM-Phase zappeln und Laute von sich geben, von selbst, wenn man sie in Ruhe lässt. Es ist wichtig für Säuglinge, dass ihre Schlafphasen nicht unterbrochen werden.

Abschließende Gedanken

Frisch gebackene Eltern haben es nicht leicht.

Während manche darüber beunruhigt sind, dass das Baby den ganzen Tag schläft, machen sich andere Sorgen, dass der Babyschlaf unruhig ist.

In allen Fällen aber, die mit dem Thema Babyschlaf zu tun haben, ist es ratsam, mehr über den Schlafbedarf und das Schlafverhalten von Babys zu erfahren.

Deshalb habe ich in diesem Beitrag zuerst Wissenswertes über die Schlafphasen und die Entwicklung des Schlafes von Babys im Allgemeinen berichtet.

Strampeln, Zuckungen und unkontrollierte Bewegungen sind besonders in der ersten Wochen bei Babys völlig normal und sollten kein Grund zur Beunruhigung sein.

Man tut dem Baby gut, wenn man es von Anfang an an feste Tagesabläufe und auch an Einschlafrituale gewöhnt, da dies für ein Gefühl der Sicherheit sorgt und dem Kind dabei hilft, einen Tag-Nacht-Rhythmus zu entwickeln. Schließlich muss das ja erstmal gelernt werden.

Hier findest du auch weitere Ratschläge, die vielen Eltern und ihren Babys bereits dabei geholfen haben, die Nächte ruhiger werden zu lassen.

Hast du übrigens schon vom Schlaftraining gehört?

Dieser Trend kommt aus den USA und wird auch in Deutschland an Babys über sechs Monate angewandt, damit sie lernen, alleine einzuschlafen und besser durchschlafen können. Warum ich aber davon abrate, kannst du hier erfahren.

Hast du den Eindruck, dass dein Kind nach dem vollendeten Lebensjahr an Schlafproblemen leidet, zögere bitte nicht, einen Kinderarzt zurate zu ziehen, damit eine Schlafstörung entweder ausgeschlossen oder behandelt werden kann.

Ich wünsche erholsame Nächte und viel Geduld, bis es soweit ist!

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