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Plattkopf beim Baby erkennen und behandeln

Plattkopf beim Baby erkennen und behandeln

Hast du festgestellt, dass dein Baby ein plattes Köpfchen hat, ist dir der Schönheitsaspekt vermutlich recht egal. Vielmehr machst du dir Sorgen, ob es deinem Baby gut geht.

Ich hatte das Glück, mit meinem Baby keine großen Gedanken zu machen, sondern habe ein paar Tricks angewandt, über die du hier lesen kannst, und abgewartet, dass sein Köpfchen wieder rund wird. Aber ich kann verstehen, dass nicht jede Mutter die Sache so lässig wegsteckt.

In diesem Beitrag erfährst du, woran du erkennst, dass dein Baby einen Plattkopf hat, welche Ursachen dahinter stecken können, was du dagegen tun kannst und wann du unbedingt einen Arzt darauf ansprechen solltest.

Klare Anzeichen eines Plattkopfs beim Baby

Mediziner erklären, dass ein Baby ein plattes Köpfchen (oder in der Fachsprache Plagiozephalie) hat, wenn folgende Symptome vorliegen, die unterschiedlich schwer ausgeprägt sein können:

  • abgeflachte Stelle am Kopf, entweder hinten, an der Seite oder auch vorne
  • kaum oder keine Haare an einer Stelle
  • sichtlich verformtes oder schiefes Köpfchen
  • verschobene Ohrachse: ein Ohr ist nach vorne oder nach oben verschoben

Wenn dein Baby einen platten Hinterkopf hat oder einseitig schief ist, seid ihr damit nicht allein. Eine Studie aus dem Jahr 2013 ergab, dass 46 % der Babys im Alter von 7 bis 12 Wochen einen Plattkopf bzw. eine Form der Plagiozephalie hatten.

Maßnahmen, um das Köpfchen wieder in Form zu bringen

Wenn du dich fragst, welche Maßnahmen du selbst ergreifen kannst, damit der Kopf deines Babys runder wird, sind die folgenden Tipps von KidsHealth zu empfehlen.

Ich habe sie selbst mit meinem Baby befolgt und der platte Hinterkopf war bereits ab seinem 3. Lebensmonat eine Sache von gestern.

1. Leg dein Baby öfter am Tag in die Bauchlage

Die Bauchlage hilft nicht nur dabei, dass sich das Köpfchen deines Babys (wieder) gleichmäßig formt, sondern ist auch eine gute Übung für deine neugierige Maus. Sie hilft deinem Baby nämlich dabei, die Nackenmuskulatur zu stärken.

Das sind alles tolle Pluspunkte, lass dein Baby aber in den ersten Lebensmonaten niemals unbeaufsichtigt auf dem Bauch liegen. Später, wenn es sich selbst auf den Bauch dreht, ist es immer wieder eine gute Abwechslung der Postion.

2. Wechsle die Position des Köpfchens deines Babys

Achte darauf, wie du dein Baby zum Schlafen ablegst. Auch wenn es auf dem Rücken liegt, kann sein Köpfchen dabei nach links oder nach rechts geneigt sein. Wechsle die Positionen und sorge dafür, dass dein Kleines seinen Kopf auf die Seite dreht, die nicht abgeflacht ist.

Auch beim Füttern kannst du darauf achten, dass dein Baby die Kopfposition immer wieder wechselt. Variiere also die Stillpositionen oder gib deinem Kind das Fläschchen von unterschiedlichen Seiten.

3. Begrenze die Zeit in Babyschale und im Kinderwagen aufs Nötigste

Babys schlafen nicht nur im Bettchen, sondern auch im Autositz oder im Kinderwagen. Begrenze die Zeit, die es auf solchen flachen Oberflächen verbringt. Nimm also dein Baby aus der Babyschale heraus, wenn ihr nach Hause kommt und lass es nicht dort weiterschlafen.

Es ist auch wichtig, darauf zu achten, dass dein Baby nicht immer nur in der gleichen Postion auf dem Arm schläft.

Bei folgenden Methoden ist Vorsicht geboten

Vielleicht machst du dir so große Sorgen über den Plattkopf deines Babys, dass du über eine Helmtherapie nachdenkst. Vielleicht bist du auch dabei, ein spezielles Babykissen anzuschaffen, von dem Hersteller behaupten, dass es gegen die Kopfverformung hilft.

Lass dich bitte unbedingt von deinem Kinderarzt beraten, denn laut manchen Experten ist die Helmtherapie umstritten und der Gebrauch von Babykissen sogar gefährlich.

Die Helmtherapie ist umstritten

Vielleicht hast du schon von Helmen gehört, die gegen den Plattkopf beim Baby helfen sollen. Laut der NHS gibt es aber keine eindeutigen Beweise dafür, dass diese Helme tatsächlich wirksam sind. 

Wenn du eine Helmtherapie für dein Baby in Betracht ziehst, sprich mit deinem Kinderarzt und lass dich von ihm beraten. Ein Helm kommt bei Babys in der Regel zum Einsatz, wenn sie 5 oder 6 Monate alt sind und ihre Schädel noch weich sind.

Du solltest wissen, dass dein Baby dann den Helm über einen längeren Zeitraum hinweg täglich 23 Stunden tragen müsste. Dabei kann es zu Ausschlägen und Hautreizungen kommen. 

Außerdem müsste dein Kleines bei einer Helmtherapie alle paar Wochen untersucht werden, damit das Wachstum seines Köpfchens überwacht wird und der Helm nach Bedarf angepasst werden kann.

Nutze kein Babykissen gegen die Kopfverformung

Lass dich nicht leichtgläubig von Herstellern überzeugen, dass spezielle Babykissen gegen Plattkopf helfen. Laut der FDA ist nicht nachgewiesen, dass solche Produkte gegen Kopfverformungen nützlich sind.

Sie schaffen im Gegenteil eine unsichere Schlafumgebung für Babys und können das Risiko des plötzlichen Kindstodes erhöhen. Aus diesen Gründen arbeitet seit 2022 die FDA (U.S. Food and Drug Administration) daran, gegen den Gebrauch solcher Babykissen aufzuklären.

Bei diesen Anzeichen solltest du dein Baby zum Arzt bringen

Australische Experten raten dazu, das Baby bei folgenden Fällen zum Arzt zu bringen:

  • wenn sich der Plattkopf bis zum 2. Lebensmonat nicht zurückgebildet hat,
  • das Baby Schwierigkeiten damit hat, den Kopf nach links oder nach rechts zu drehen,
  • oder eine deutliche Vorliebe für eine Seite zeigt.

Der Kinderarzt wird feststellen, ob gesundheitliche Probleme vorliegen und ob eine Behandlung nötig ist.

Ursachen, die zum platten Köpfchen führen

Laut Healthcare kann es an den folgenden 6 Gründen liegen, dass dein Baby einen Plattkopf hat:

1. Ständiges Schlafen in der Rückenlage

Wahrscheinlich weißt du schon, dass Experten empfehlen, Babys auf dem Rücken schlafen zu lassen, um das Risiko des plötzlichen Kindstodes zu umgehen. Erst wenn ein Baby es schafft, sich zu drehen, ist die Rückenlage nicht mehr nötig.

Da die immer gleiche Position Druck auf das Köpfchen ausübt, ist das Risiko, dass dein Kleines einen Plattkopf bekommt, in den ersten 4 Monaten am größten.

2. Dein Baby verbringt zu wenig Zeit auf dem Bauch

Laut Gesundheitsinformationen, die ich bei meiner Recherche gefunden habe, sollten Babys mindestens 30 Minuten am Tag auf dem Bauch verbringen. 

Natürlich ist damit nicht einfach ein langer Abschnitt gemeint, sondern die Gesamtzeit, die du in viele kurze Blöcke einteilst. Schließlich ist es für ein Baby in den ersten Monaten anstrengend, auf dem Bauch zu liegen.

Vielleicht weint dein Baby auch aus Protest, wenn du es auf den Bauch legst. Dann kann es für euch beide schwierig werden, die Empfehlung einzuhalten.

3. Dein Baby ist ein Zwilling oder ein Mehrling

Zwillinge und Mehrlinge haben es in Mamas Bauch ganz schön eng. Also können solche Babys mit einem platten Köpfchen zur Welt kommen. Das Risiko, eine Plagiozephalie zu entwickeln, ist bei Zwillings- und Mehrlingsscwangerschaften höher.

4. Dein Baby ist eine Frühgeburt

Ein Frühgeborenes hat sogar weichere Schädelknochen als ein Baby, das termingerecht geboren wird. Zudem ist ein längerer Krankenhausaufenthalt wahrscheinlich und das Kleine liegt die meiste Zeit dabei auf dem Rücken, was das Risiko für einen Plattkopf erhöht.

5. Du hast eine Saugglocken- oder Zangengeburt erlebt

Wenn diese Instrumente bei der Geburt eines Babys zum Einsatz kommen müssen, üben sie Druck auf den kindlichen Schädel aus. So können sich dabei seine Knochen verformen und die Folge ist eine Plagiozephalie.

6. Dein Baby ist mit einem Schiefhals zur Welt gekommen

Beim muskulären Schiefhals oder Torticollis sind die Nackenmuskeln des Babys steif oder unausgewogen. Das kann passieren, wenn das Baby im Mutterleib nicht genug Platz im Mutterleib hat oder sich in der Steißlage befindet.

So fällt es dem Baby schwer, sein Köpfchen zu bewegen oder den Hals zu drehen. Nach der Geburt bevorzugt es dann eine Seite, was schließlich zum Plattkopf führt.

Abschließende Gedanken

Ein platter Hinterkopf oder ein schiefes Köpfchen sind bei Babys keine Seltenheit.

Um das Risiko eines plötzlichen Kindstodes zu vermindern, schlafen Babys in der Rückenlage. So wird Druck auf die gleiche Stelle des Köpfchens, das noch sehr weich ist, ausgeübt.

In diesem Beitrag hast du erfahren, welche Ursachen darüber hinaus zu einem Plattkopf bei Babys führen können und wann du unbedingt einen Arzt zurate ziehen solltest. Du hast auch Tipps bekommen, was du tun kannst, damit sich der Plattkopf zurückbildet.

Ich hoffe, die Infos waren hilfreich und haben dich beruhigen können. Wenn du dir jedoch immer noch Sorgen machst oder ein ungutes Gefühl hast, zögere nicht, einen Kinderarzt aufzusuchen. Doch vergiss nicht, ein Plattkopf wie auch das hin und her drehen des Köpfchens muss nichts Schlimmes bedeuten.

Mein Baby schläft viel, ist das ein Grund zur Sorge?

Tuesday 18th of July 2023

[…] nachzuholen. Hast du weitere Sorgen wie, dass dein Baby den Kopf hin und her dreht oder einen Plattkopf hat, dann kannst du bei uns mehr dazu […]

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