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Liebesgedichte – Wenn das Herz nur reden könnte

Liebesgedichte – Wenn das Herz nur reden könnte

Man sagt, dass Poesie die Sprache der Liebe ist. Und wenn du diese folgenden Liebesgedichte liest, wirst du auch sofort verstehen warum.

Liebesgedichte berühren nicht nur das Herz, sie wecken Gefühle, die man schwer in Worte fassen kann.

Doch trotzdem gibt es schöne Liebesgedichte und Liebeserklärungen, wo Dichter und verschiedene Autoren es trotzdem geschafft haben, es einzufangen.

Schon im Mittelalter wurde der Liebe eine besondere Art Aufmerksamkeit geschenkt und diese Gefühle durch Minnesang ins Leben gerufen, sie haben es geschafft, das Gefühl der wahren Liebe und des Schmerzes in Worten und Zeilen zu schildern, die verzaubern und in den magischen Bann ziehen.

Ein Liebesgedicht muss nicht immer lang und blumig sein, manchmal reichen auch ein paar sorgfältig ausgewählte Worte, um das auszudrücken, was man fühlt.

Es gibt nicht nur Gedichte über die Liebe, Liebe verbirgt sich auch in verschiedenen Wünschen, Sprüchen und Zitaten.

Liebe ist, auch wenn man jemandem einen Spruch, der aus der Seele spricht, zum Geburtstag, zur Hochzeit oder Valentinstag schenkt.

Liebe ist ein Gefühl, dass man nicht für sich behalten sollte.

Liebe soll man fühlen und teilen und aller Welt zeigen, denn mit Liebe kann man nichts anderes im Leben messen und wenn du jemand bist, der die Ehre hat, die Liebe zu spüren, dann vermehre sie, auch wenn nur durch Worte.

Und egal, ob du auf der Suche nach kurzen Liebesgedichten für deine neue Liebe bist, oder eins von den berühmten Liebesgedichten aussuchen möchtest. Eine Liebeserklärung in Reimen ist perfekt für jeden Anlass.

Möchtest du dieser besonderen Person zeigen, wie du dich fühlst, deinen Partner ohne Grund in Ohnmacht fallen lassen oder ihn zu Valentinstag überraschen?

Einen Liebesbrief schreiben oder einfach eine Nachricht über WhatsApp verschicken?

Deiner Mutter Freudentränen schenken oder deiner besten Freundin einfach zeigen, wie viel sie dir bedeutet?

Hier findest du romantische und klassische Liebesgedichte für ihn von deutschen und weltweit bekannten Autoren, die am besten ein „Ich liebe dich“ in die schönsten Liebesgedichte verpackt haben.

Was ist typisch für Liebeslyrik?

fliegender rosa Ballon mit Herzen

Für Liebeslyrik sind Gedichte, die über die Liebe, Leidenschaft, das Verlangen und die Verletzlichkeit des Verliebtseins sprechen, typisch.

Romantische Beziehungen sind die Würze des Lebens, denn sie geben uns das Gefühl, lebendig zu sein, wie es sonst nichts kann.

Echte Romantik liegt vor, wenn zwei Menschen durch kleine Akte der Liebe und Zuneigung zeigen, dass sie sich umeinander kümmern.

Wir fühlen uns geliebt und umsorgt, wenn wir wissen, dass unser Lebensgefährte darüber nachdenkt, wie er uns am meisten Freude bereiten kann.

Romantik ist der Schlüssel zum Funkenflug. Ohne sie verliert jede Beziehung bald ihren Glanz und dank der Romantik und Liebe entstehen immer wieder neue Liebesgedichte und Reime über dieses besondere Gefühl.

Was versteht man unter Liebeslyrik?

Liebeslyrik und Liebesgedichte spiegeln irgendwie genau das wider, was man fühlt, wenn man verliebt ist.

Von Romantik bis Freundschaft und allem dazwischen gibt es viele Arten von Liebe auf der Welt. Und für jeden von ihnen gibt es ein Liebesgedicht, das ihre Essenz einfängt.

Während es unzählige Bücher und Filme über die Liebe gibt, haben viele Dichter schon sehr früh entdeckt, dass sie eine Möglichkeit haben, das zu vermitteln, was nicht durch offene Sprache ausgesagt werden kann.

Wie schreibe ich ein Liebesgedicht?

Wenn einfache Worte nicht ausreichen, deine Liebe auszudrücken, können Reime, Liebeslieder und Liebessprüche helfen.

Liebesbriefe sind eine berührende Art, Liebe zu zeigen und egal, ob du Liebeskummer hast, verliebt bist oder einfach einem Familienmitglied zeigen möchtest, wie sehr du sie oder ihn liebst, kann ein Liebesgedicht und die richtigen Worte die Antwort darauf sein.

Hier sind ein paar Tipps, wie du dein persönliches Liebesgedicht schreiben kannst:

1. Denke an diese Person.

Überlege dir, wieso du ein Liebesgedicht dieser Person widmen möchtest.

Möchtest du, dass dein Liebesgedicht eine Liebeserklärung wird oder soll es eine andere Wirkung haben?

Wenn du weißt, was genau du mit deinen Reimen aussagen möchtest, werden die richtigen Worte einfacher fließen.

2. Wähle eine Form aus.

Du kannst dir ein bekanntes Liebesgedicht eines bekannten Autors als Vorlage nehmen und diesen Weg einschlagen oder du kannst eine eigene Form auswählen.

Gedichte müssen nicht immer Reime sein, wichtig ist, dass das ganze einen Zusammenhang hat und du vermittelst, was du aussagen möchtest.

3. Füge eigene Details hinzu.

Liebe kommt in den Details zum Ausdruck, die du bemerkst und einfängst, insbesondere in denen, die nur du kennst.

Überlege, welche Schlussfolgerungen du aus diesen Details ziehen kannst.

Ein Beispiel dafür ist, wenn du deine große Liebe durch eine Blume oder etwas anderes beschreibst, das nur euch zwei verbindet und was dich an diese Person erinnert.

4. Denke über deine Metaphern nach.

Liebesgedichte geben das Gefühl, dass sie mehr als nur Worte aussagen, weil in Liebesgedichten sehr viel Vergleiche verwendet werden.

Überlege, womit du deine Liebe vergleichen kannst, sodass du dem Leser dieses Gefühl schenken kannst.

Objekte, die die Sensorik erwecken, wie eine brillante Optik oder ein bestimmter Geruch sind brillante Beispiele dafür.

5. Sei verletzlich.

Seine Liebe auszudrücken, ist von Natur aus verletzlich, daher sind Liebesgedichte eine Herausforderung.

Wenn du eine Schreibblockade hast, überlege dir mehr zu sagen oder dich selbst zu zeigen?

Überlege, wie verletzlich du bist und wie weit du gehen willst, ohne deine Komfortzone verlassen zu müssen.

Doch vergiss nicht, schöne Liebesgedichte entstehen nur dann, wenn man ehrlich ist und auch mal über seinen Schatten springt.

6. Sei du selbst.

Es ist leichter gesagt als getan, aber wenn du schreibst, versuche dir selbst treu zu bleiben.

Beim Liebesgedicht schreiben, geht es nicht darum, etwas Kitschiges und romantisches zu schreiben, was sich reimt.

Sei du selbst und lass deine wundervolle Persönlichkeit sprechen, denn obwohl es vielleicht als ein Klischee klingt, die besten Gedichte sind immer die, die von Herzen kommen.

Liebesgedichte – kurz

1. “Die Blume der Liebe
Die Blume der Liebe ist von jeher die Rose.
Trotz ihrer Dornen wird sie geliebt.
Wie die Dornen der Rose zu manchen Zeiten
kann auch die Liebe Schmerzen bereiten.
Und doch – wie schön, dass es sie gibt.”
(Anita Menger)

2. “Liebe
Die Liebe, wenn sie neu,
braust wie ein junger Wein:
Je mehr sie alt und klar,
je stiller wird sie sein.”
(Angelus Silesius)

3. “Tag und Nacht
Tag und Nacht gibt‘s nur dich.
Mein Stern, mein Held, mein Traum.
Für dich, jeden Morgen ein Gedicht,
dass du mich ja nicht vergisst!
Denn ich liebe dich!”
(Unbekannt)

4. “Wie die Blume ihre Blätter
Wie die Blume ihre Blätter
strecke ich meine Liebe nach dir aus,
bin deine Rose, Tulpe, Nelke,
bin dein großer Blumenstrauß.”
(Unbekannt)

5. “Zweifle nicht
Zweifle an der Sonne Klarheit,
Zweifle an der Sterne Licht,
Zweifl’, ob lügen kann die Wahrheit,
Nur an meiner Liebe nicht.”
(William Shakespeare)

6. “Tränen
Vor den Altar habe ich dich geführt,
zu Tränen hast du mich gerührt.
Die ewige Liebe hast du mir versprochen,
doch du hast dein Wort gebrochen.”
(Jose Candeias)

7. “Ich Liebe dich
Komm her und setz dich nieder auf meinen Schoß,
weil ich dir was erzählen muss,
denn meine Liebe zu dir ist so groß,
dass ich sie dir nun schenke mit einem Kuss.”
(Unbekannt)

8. “Das Glück
Wie fern die Einsamkeit jetzt scheint…
Wir sind in Liebe nun vereint.
Das Glück hat mich zu dir geführt,
ich liebe dich – und bin gerührt…”
(Klaus Enser-Schlag)

9. “Lieben ist Leben
So komme, was da kommen mag,
solange du lebst, ist es Tag
Und geht es in die Welt hinaus,
wo du mir bist, bin ich zu Haus.
Ich seh’ dein liebes Angesicht,
ich seh’ die Schatten der Zukunft nicht.”
(Theodor Storm)

"Lieben ist Leben So komme, was da kommen mag, solange du lebst, ist es Tag Und geht es in die Welt hinaus, wo du mir bist, bin ich zu Haus. Ich seh’ dein liebes Angesicht, ich seh’ die Schatten der Zukunft nicht."

10. “Amors Pfeil
Amors Pfeil hat Widerspitzen.
Wen er traf, der laß’ ihn sitzen,
Und erduld’ ein wenig Schmerz!
Wer geprüften Rat verachtet,
Und ihn auszureißen trachtet,
Der zerfleischt sein ganzes Herz.”
(Gottfried August Bürger)

11. “Man merkt
Man liest ein Buch zum 5ten mal
und merkt erst jetzt wie gut es ist!
Man hört ein Lied zum 10ten mal
und merkt erst jetzt wie schön es ist!
Ich kenne dich schon mein Leben lang
und merke erst jetzt wie toll du bist!
Ich Liebe dich!”
(Unbekannt)

12. “Sonnenschein
Du bist mein einziger Sonnenschein,
spendest mir Licht zur Nacht und zu Tag,
niemals lasse ich dich allein,
weil ich dich immer bei mir haben mag.”
(Unbekannt)

13. “Gute Nacht
Gute Nacht, mein kleiner Stern,
ich liebe dich, ich hab‘ dich gern,
ich träum‘ die ganze Nacht von dir
und wünschte so, du wärst bei mir.”
(Gregor Birle)

14. “Du meine Sonne
Du meine Sonne,
Du mein Segen!
Wenn du nicht da bist,
kann ich nicht leben.
Lass nicht zu viel Zeit vergeh´n,
bis wir uns endlich wiederseh´n!”
(Ditha)

15. “Ewige Liebe
Die Liebe hemmet nichts;
Sie kennt nicht Tür noch Riegel
Und drängt durch alles sich:
Sie ist ohn’ Anbeginn,
Schlug ewig ihre Flügel
Und schlägt sie ewiglich.”
(Tehodor Storm)

16. “Der Liebende seinem Mädchen
Leb wohl, du warst für mich der Sinn der Welt.
Ich sprach sie heilig, weil sie dich geboren.
Ihr ganzer Wert war nur auf dich gestellt
und ist mit dir für immer verloren.
(Christian Morgenstern, 1871-1914)

17. “Die Sonne scheint für uns so hell
Die Zeit mit dir vergeht so schnell,
die Sonne scheint für uns so hell,
mit uns beiden ist es schön,
ich möchte immer mit dir gehen.”
(Unbekannt)

18. “Ich will dich nicht mehr missen
Denk ich an deinen zarten Mund,
möcht‘ ich dich nur noch küssen,
die Leidenschaft nimmt überhand,
ich will dich nicht mehr missen.”
(Erik Veit)

19. “Liebe hat zwei Seiten
Wer liebt, der hat nicht mehr die Wahl,
ob Liebesglück oder auch Qual,
ob Freude nur oder auch Tränen –
Wie die Liebe ist, so müssen wir sie nehmen!”
(Unbekannt)

20. “Liebe
Es ist ein Glück zu wissen, dass du bist,
Von dir zu träumen hohe Wonne ist,
Nach dir sich sehnen macht zum Traum die Zeit,
Bei dir zu sein, ist ganze Seligkeit.”
(Otto Julius Bierbaum)

Liebesgedichte zum Weinen

1. “Ein Weib
Sie hatten sich beide so herzlich lieb,
Spitzbübin war sie, er war ein Dieb.
Wenn er Schelmenstreiche machte,
Sie warf sich aufs Bett und lachte.
Der Tag verging in Freud und Lust,
Des Nachts lag sie an seiner Brust.
Als man ins Gefängnis ihn brachte,
Sie stand am Fenster und lachte.
Er ließ ihr sagen: O komm zu mir,
Ich sehne mich so sehr nach dir,
Ich rufe nach dir, ich schmachte –
Sie schüttelt’ das Haupt und lachte.
Um sechse des Morgens ward er gehenkt,
Um sieben ward er ins Grab gesenkt;
Sie aber schon um achte
Trank roten Wein und lachte.”
(Heinrich Heine)

2. “Verzweiflung
Bitte, gib mir doch ein Zeichen,
ob du ahnst, was ich empfinde,
ein kleiner Wink würde schon reichen,
damit ich wieder Ruhe finde
und all die Zweifel in mir weichen.”
(Wolf Dietrich)

3. “Wahre Liebe
Ich gebe alles in deine Hand,
und schwör auf unsren Liebesband,
dass ich dich lieben und ehren mag,
Stunde für Stunde, Tag für Tag!
Denn du bist das Wichtigste für mich,
möchte dich tragen auf einem Samtteppich,
dich beschützen und begleiten,
in guten wie in schlechten Zeiten!”
(Unbekannt)

4. “Als wenn ich das nicht wüsste
Dich zu malen, klappt nicht mehr.
Dein Gesicht ist nur ein Schatten.
Doch gibt es Stunden, die wir hatten,
die zaubere ich mir manchmal her.

Dann spüre ich es, das Gefühl,
und lass mich wieder davon packen.
Sie bedeutete mir viel,
die kleine Kuhle da im Nacken.

Ich legte meinen Finger drauf.
Oft kam es vor, dass ich sie küsste.
Wieso taucht die Erinnerung auf?
Ach, als wenn ich das nicht wüsste.”
(Wolf Dietrich)

5. “Abschied
Die Bäume hören auf zu blühn,
Mein Schatz will in die Fremde ziehn;
Mein Schatz, der sprach ein bittres Wort:
Du bleibst nun hier, aber ich muß fort.

Leb wohl, mein Schatz, ich bleib dir treu,
Wo du auch bist, wo ich auch sei.
Bei Regen und bei Sonnenschein,
So lang ich lebe, gedenk ich dein.

So lang ich lebe, lieb ich dich,
Und wenn ich sterbe, bet für mich,
Und wenn du kommst zu meinem Grab,
So denk, daß ich dich geliebet hab.”
(Wilhelm Busch)

6. “Einsamkeit
Hörst du nicht die Wellen gehen
Zwischen Stein und Blumen weit
Nach den stillen Waldesseeen,
Wo die Mamorbilder stehen
In der schönen Einsamkeit?

Von den Bergen sacht hernieder,
Weckend die uralten Lieder,
Steigt die wunderbare Nacht,
Und die Gründe glänzen wieder,
Wie du oft im Traum gedacht.

Und die Nachtigallen schlagen,
Und rings hebt es an zu klagen,
Ach, von Liebe todeswund;
Von versunk’nen schönen Tagen –
Komm, o komm zum stillen Grund.”
(Joseph von Eichendorff)

7. “Aus
Nun geh ich stumm an dem vorbei,
Wo wir einst glücklich waren,
Und träume vor mich hin: Es sei
Alles wie vor zwei Jahren.
Und du bist schön, und du bist gut
Und hast so hohe Beine.
Mir wird so loreley zumut,
Und ich bin doch nicht Heine.
Ich klappe meine Träume zu
Und suche mir eine Freude.
Auf dass ich nicht so falsch wie du
Mein Stückchen Herz vergeude.”
(Joachim Ringelnatz)

8. “Schöne Zeit
O! zarte Sehnsucht, süßes Hoffen,
der ersten Liebe goldne Zeit!
Das Auge sieht den Himmel offen,
es schwelgt das Herz in Seligkeit.
Oh, daß sie ewig grünen bliebe,
die schöne Zeit der jungen Liebe!”
(Friedrich von Schiller)

9. “O wärst du da
Ich denke dein, wenn mir der Sonne Schimmer
Vom Meere strahlt;
Ich denke dein, wenn sich des Mondes Flimmer
In Quellen malt.
Ich sehe dich, wenn auf dem fernen Wege
Der Staub sich hebt;
In tiefer Nacht, wenn auf dem schmalen Stege
Der Wandrer bebt.
Ich höre dich, wenn dort mit dumpfem Rauschen
Die Welle steigt.
Im stillen Haine geh ich oft zu lauschen,
Wenn alles schweigt.
Ich bin bei dir, du seist auch noch so ferne,
Du bist mir nah!
Die Sonne sinkt, bald leuchten mir die Sterne
O wärst du da!”
(Johann Wolfgang von Goethe)

10. “Gelebt
Wer je gelebt in Liebesarmen,
Der kann im Leben nie verarmen;
Und müsst er sterben fern, allein,
Er fühlte noch die sel´ge Stunde,
Wo er gelebt an ihrem Munde,
Und noch im Tode ist sie sein.”
(Theodor Storm)

Liebesgedicht zum Weinen: "Gelebt Wer je gelebt in Liebesarmen, Der kann im Leben nie verarmen; Und müsst er sterben fern, allein, Er fühlte noch die sel´ge Stunde, Wo er gelebt an ihrem Munde, Und noch im Tode ist sie sein." Theodor Storm

11. “Sehnsucht gab mir ihr weites Kleid
Sehnsucht gab mir ihr weites Kleid,
Seine Naht ist lang wie die Ewigkeit.
Streicht die Sehnsucht um das Haus,
Trocknen die plaudernden Brunnen aus;
Die Tage kommen wie Tiere daher,
Du rufst ihre Namen, sie atmen nur schwer;
Du suchst dich im Spiegel, der Spiegel ist leer,
Hörst nur der Sehnsucht Schritt,
Du selbst bist nicht mehr.”
(Max Dauthendey)

12. “…und jeden Tag
Und jeden Tag denk‘ ich an dich.
Mein Weinen klingt so bitterlich.
Und jeder Tag ist wie aus Blei.
Der Schmerz um dich gibt mich nicht frei.
Ich bring‘ dir Blumen – jeden Tag.
Wie es dir „dort“ wohl gehen mag?
Dein Name hier auf diesem Stein
er wird niemals das Ende sein…”
(Klaus Enser-Schlag)

13. “Geheime Liebe
Unbeglückt muss ich durchs Leben gehen,
Meine Rechte sind nicht anerkannt;
Aus der Liebe schönem Reich verbannt,
Muss ich dennoch stets ihr Schönstes sehen!
Nicht die schwache Zunge darf´s gestehen,
Nicht der Blick verstohlen zugesandt,
Was sich eigen hat das Herz ernannt,
Nicht im Seufzer darf´s der Brust entwehen!
Tröstung such´ich bei der fremden Nacht,
Wenn der leere lange Tag vergangen,
Ihr vertrau´ich mein geheim Verlangen;
Ist in Tränen meine Nacht durchwacht,
Und der lange leere Tag kommt wieder,
Still ins Herz steigt meine Liebe nieder.”
(Clemens Brentano)

14. “Du und ich
Wunschlose Seligkeit
Strömt deine Nähe über mich.
Der Alltag wird zur Sonntagszeit,
Unsterblich schlingt das Leben sich
Um uns. Und Menschengöttlichkeit
Fühl’ ich bei dir durch dich.
Was einst gewesen, weiß ich kaum.
Die enge Welt wird weiter Raum.
Und Holz wird Eisen, Eisen Holz
Und Stolz wird Demut, Demut Stolz.
Gar wunderbare Weisen
Singt dann bei seinen Kreisen
Mein Blut im Paradies für mich.
Es haben alle Wünsche Ruh’, –
Ich weiß nicht mehr, wer bist dann du.
Ich weiß nicht mehr, wer bin dann ich.”
(Max Dauthendey)

15. “Erster Verlust
Ach, wer bringt die schönen Tage,
Jene Tage der ersten Liebe,
Ach, wer bringt nur eine Stunde
Jener holden Zeit zurück!
Einsam nähr ich meine Wunde,
Und mit stets erneuter Klage
Traur ich ums verlorne Glück.
Ach, wer bringt die schönen Tage,
Jene holde Zeit zurück!”
(Johann Wolfgang von Goethe)

16. “Wenn du mich nicht mehr lieben willst…
Wenn du mich nicht mehr lieben willst,
So geh ich zum Kuppelweibe!
Wenn du mich nicht mehr lieben willst,
So will ich dich vergessen –
In wilder toller Brunst –
Bei Wein und Saitenkunst –
Da lieb ich, was ich finde –
Verschwinde nur! Verschwinde –
Wenn du mich nicht mehr lieben willst.”
(Paul Scheerbart)

17. “Er verreist und denkt an sie
Schönes Kind, ich denk an dich,
Weil die Geigen klingen
Und im Herzen wunderlich
Stille Stimmen singen.
Schönes Kind, die Geige weiß,
Wie ich dich ersehne,
Darum klingt so schluchzend heiß
Ihre Kantilene.
Schönes Kind, mir bebt das Herz.
O, wie starr das Leben.
Und die Liebe ist der Schmerz.”
(Otto Julius Bierbaum)

18. “Wenn ich in deine Augen seh‘
Wenn ich in deine Augen seh‘,
so schwindet all‘ mein Leid und Weh;
doch wenn ich küsse deinen Mund,
so werd‘ ich ganz und gar gesund.
Wenn ich mich lehn‘ an deine Brust,
kommt’s über mich wie Himmelslust:
doch wenn du sprichst: ich liebe dich!
So muß ich weinen bitterlich.”
(Heinrich Heine)

19. “Willkommen und Abschied
Es schlug mein Herz, geschwind zu Pferde!
Es war getan fast eh gedacht;
Der Abend wiegte schon die Erde
Und an den Bergen hing die Nacht
Schon stand im Nebelkleid die Eiche
Ein aufgetürmter Riese, da,
Wo Finsternis aus dem Gesträuche
Mit hundert schwarzen Augen sah.

Der Mond von einem Wolkenhügel
Sah kläglich aus dem Duft hervor;
Die Winde schwangen leise Flügel
Umsausten schauerlich mein Ohr
Die Nacht schuf tausend Ungeheuer
Doch frisch und fröhlich war mein Mut
In meinen Adern welches Feuer!
In meinen Herzen welche Glut!

Dich sah ich, und die milde Freude
Floß von dem süßen Blick auf mich;
Ganz war mein Herz an deiner Seite
Und jeder Atemzug für dich.
Ein rosafarbenes Frühlingswetter
Umgab das liebliche Gesicht,
Und Zärtlichkeit für mich – ihr Götter!
Ich hofft es, ich verdient es nicht!

Doch, ach schon mit der Morgensonne
Verengt der Abschied mir das Herz
In deinen Küssen welche Wonne!
In deinem Auge welcher Schmerz!
Ich ging und du standst und sahst zu Erden
Und sahst mir nach mit nassem Blick:
Und doch welch Glück geliebt zu werden!
Und lieben, Götter, welch ein Glück!”
(Johann Wolfgang von Goethe)

20. “Lied der Toten
Leiser Wünsche süßes Plaudern
Hören wir allein, und schauen
Immerdar in sel’ge Augen,
Schmecken nichts als Mund und Kuss.
Alles, was wir nur berühren,
Wird zu heißen Balsamfrüchten,
Wird zu weichen zarten Brüsten,
Opfer kühner Lust.
Immer wächst und blüht Verlangen
Am Geliebten festzuhangen,
Ihn im Innern zu empfangen,
Eins mit ihm zu sein,
Seinem Durste nicht zu wehren,
Sich im Wechsel zu verzehren,
Voneinander sich zu nähren,
Voneinander nur allein.”
(Novalis)

Klassische Liebesgedichte für meinen Schatz

1. “Neue Liebe, neues Leben
Herz, mein Herz, was soll das geben?
Was bedränget dich so sehr?
Welch ein fremdes, neues Leben!
Ich erkenne dich nicht mehr.
Weg ist alles, was du liebtest,
Weg, warum du dich betrübtest,
Weg dein Fleiß und deine Ruh –
Ach, wie kamst du nur dazu!
Fesselt dich die Jugendblüte,
Diese liebliche Gestalt,
Dieser Blick voll Treu und Güte
Mit unendlicher Gewalt?
Will ich rasch mich ihr entziehen,
Mich ermannen, ihr entfliehen,
Führet mich im Augenblick,
Ach, mein Weg zu ihr zurück.
Und an diesem Zauberfädchen,
Das sich nicht zerreißen lässt,
Hält das liebe, lose Mädchen
Mich so wider Willen fest;
Muss in ihrem Zauberkreise
Leben nun auf ihre Weise.
Die Veränderung, ach, wie groß!
Liebe! Liebe! Lass mich los!”
(Johann Wolfgang von Goethe)

2. “Ich liebe!
Nun mag die Welt in ihren Festen beben,
entfesselt wüten mag das Element; –
denn eine neue Ära tritt ins Leben,
die keinen Hass und keinen Streit mehr kennt!
Durch meine Seele ziehts mit Zauberweben
o! wie’s im Herzen glückverheißend brennt!
Die Pulse fliegen mir, die Lippen beben,
ich fühls, das ist es, was sich Liebe nennt!
Und möge alles rings in nichts versinken,
ich lebe und der Liebe Sterne winken!”
(Rainer Maria Rilke)

3. “Fühle nur
Junge Hände halfen mich schmücken,
Alte Lippen segneten mich,
Leise rieselt die bräutliche Schleppe
Über die blumengeschmückte Treppe,
Und der Schleier fällt über mich.
Flüsternd stehn die Leute zur Seite –
Was sie reden, höre ich nicht.
Brausend schwillt mir die Orgel entgegen,
Und wie ein goldener Gottessegen
Streift die Sonne mein blass Gesicht.
Tausend fromme Wünsche im Herzen,
Heil’ge Scheu im kindlichen Sinn,
Kniee ich still an der seligen Pforte
Unsres Glücks, und des Priesters Worte
Hallen ernst durch die Kirche hin.”
(Otto Julius Bierbaum)

4. “Du bist meinem Begehren
Du bist meinem Begehren ein Liebesfühlen,
Du bist meiner Brust eine süße Kühlung,
Du bist ein inniger Kuss meines Mundes,
Du bist eine fröhliche Freude meines Fundes!
Ich bin in dir und du bist in mir,
Wir können einander nicht näher sein,
Denn wir zwei sind ineinandergeflossen
Und in eine Form gegossen
Und bleiben so ewig unverdrossen.”
(Mechthild von Magedburg)

5. “So halt’ ich endlich dich umfangen
Einsam bist du? Sieh, die vielen Sterne
Stehn, ein Weltenkranz, ob deinem Haupte,
Und die Lindenbäume, Kronenträger,
Schicken ihre Düfte dir ins Zimmer.
Fühle nur! Saug ein und gib dich wieder!
Schmähe niemand, schmäh auch dich nicht selber!
Denk: du darfst auf dieser reichen Erde
Durch den sonnenvollen Weltraum fliegen,
Und dein Herz gehört auch zu den Sternen,
Die ein bißchen Licht und Wärme strahlen.”
(Anna Ritter)

6. “An die Liebe
Tochter der Natur,
Holde Liebe!
Uns vergnügen nur
Deine Triebe.
Gunst und Gegen-Gunst
Geben allen
Die beglückte Kunst
Zu gefallen.”
(Friedrich von Schiller)

Klassisches Liebesgedicht für meine Liebste: "An die Liebe Tochter der Natur, Holde Liebe! Uns vergnügen nur Deine Triebe. Gunst und Gegen-Gunst Geben allen Die beglückte Kunst Zu gefallen." Friedrich von Schiller

7. “Unwiderstehlich schön
Unwiderstehlich schön stand sie in Rosenschatten
An ihre Grazien gelehnt,
Und, Lilien gleich, die sich mit Veilchen gatten,
Durch sanftern Reiz verschönt.
Er blieb, in himmlischer Wonne verloren,
Schwebend, sprachlos, halb vergöttert stehn;
Denn seitdem das Meer die Lust der Welt geboren,
Hatte noch kein Gott, so reizend sie gesehn.”
(Christoph Martin Wieland)

8. “An Emma
Weit in nebelgrauer Ferne
Liegt mir das vergangne Glück,
Nur an einem schönen Sterne
Weilt mit Liebe noch der Blick;
Aber, wie des Sternes Pracht,
Ist es nur ein Schein der Nacht.
Deckte dir der lange Schlummer,
Dir der Tod die Augen zu,
Dich besäße doch mein Kummer,
Meinem Herzen lebtest du.
Aber, ach! du lebst im Licht,
Meiner Liebe lebst du nicht.
Kann der Liebe süß Verlangen,
Emma, kann’s vergänglich sein?
Was dahin ist und vergangen,
Emma, kann’s die Liebe sein?
Ihrer Flamme Himmelsgluth –
Stirbt sie wie ein irdisch Gut?”
(Friedrich Schiller)

9. “Flamme der Liebe
Wohl zehrt an mir der Krankheit Qual,
Dünn wird mein Haar, mein Antlitz fahl,
Du aber loderst noch wie vor
In tiefster Brust mir hell empor,
Flamme der Liebe!
Ob welkend auch, der Jahre Raub,
Der Leib dahinsinkt, Staub zum Staub:
Dich nähren, stockt das träge Blut,
Der Seele Mark, des Geistes Glut
Flamme der Liebe!
Du stirbst nicht, zieht der Geist auch aus
Aus seinem morschen Erdenhaus;
Du hüllst noch in Verklärungsschein
Den Heimberufnen leuchtend ein,
Flamme der Liebe!
Du stürzest mit ihm licht und hehr
Dich in das ew’ge Strahlenmeer,
Wo jede Welle, die da schwillt,
Wo jeder Tropfen, der da quillt,
Flamme der Liebe!”
(Friedrich Halm)

10. “Klage
Im sonnigen Schimmer,
so freundlich und warm,
da ging ich süss träumend
mit Liebchen am Arm.

Wie Athem der Liebe,
umfing mich die Luft;
es weh’te mir Freude
im blüthigen Duft.

Rings tönte in Lüften
der Jubelgesang;
des Bächleins Gemurmel
ward flötender Klang.

Wie liebt’ ich die Blumen,
die er mir gepflückt!
Wohl hab’ ich verstohlen
an’s Herz sie gedrückt!

Wir scherzten und hüpften
im sprossenden Hain,
wie Blümchen der Wiese
unschuldig und rein.

Nun weinet die Quelle,
nun seufzet der West,
nun sterben die Blumen,
da er mich verlässt!”
(Sophie Mereau)

11. “Sehnsucht nach zwei Augen
Diese Augen haben um mich geweint.
Denk ich daran, wird mir weh.
Wie die mir scheinen und spiegeln, so scheint
Keine Sonne, so spiegelt kein See.
Und rührend dankten und jubelten sie
Für das kleinste gute Wort.
Diese Augen belogen mich nie.
Nun bin ich weit von ihnen fort,
Getrennt für Zeit voll Ungeduld.
Da träumt’s in mir aus Leid und Schuld:
Daß sie noch einmal weinen
Werden über meinen
Augen, wenn ich tot bin.”
(Joachim Ringelnatz)

12. “Ich habe dich so lieb
Ich habe dich so lieb!
Ich würde dir ohne Bedenken
eine Kachel aus meinem Ofen schenken.
Ich habe dir nichts getan.
Nun ist mir traurig zu Mut.
An den Hängen der Eisenbahn
leuchtet der Ginster so gut.
Vorbei – verjährt –
doch nimmer vergessen.
Ich reise.
Alles, was lange währt,
ist leise.
Die Zeit entstellt alle Lebewesen.
Ein Hund bellt.
Er kann nicht lesen.
Er kann nicht schreiben.
Wir können nicht bleiben.
Ich lache.
Die Löcher sind die Hauptsache in einem Sieb.
Ich habe dich so lieb.”
(Joachim Ringelnatz)

13. “Lust
Ich weiss es doch, und glaub’ es kaum,
So wunderbar ist mir:
Ich geh’ am Tag als wie im Traum
Ob all der Lust an dir.
Und doch im tiefsten Traum ist mir
So hell und sonnenklar,
Dass nur ob all der Lust an dir
Die Welt so wunderbar.”
(Johann Georg Fischer)

"Lust Ich weiss es doch, und glaub’ es kaum, So wunderbar ist mir: Ich geh’ am Tag als wie im Traum Ob all der Lust an dir. Und doch im tiefsten Traum ist mir So hell und sonnenklar, Dass nur ob all der Lust an dir Die Welt so wunderbar." Johann Georg Fischer

14. “Das Opfer, das die Liebe bringt
Das Opfer, das die Liebe bringt,
Es ist das teuerste von allen;
Doch wer sein Eigenstes bezwingt,
Dem ist das schönste Los gefallen.”
(Johann Wolfgang von Goethe)

15. “Die Liebe
Die Liebe hat gelogen,
Die Sorge lastet schwer,
Betrogen, ach, betrogen
Hat alles mich umher!
Es rinnen heiße Tropfen
Die Wange stets herab,
Lass ab, lass ab zu klopfen,
Lass ab, mein Herz, lass ab!”
(August Graf von Platen)

16. “Seit ich ihn gesehen
Seit ich ihn gesehen,
glaub’ ich blind zu sein;
wo ich hin nur blicke,
seh’ ich ihn allein.
Wie im wache Traume
schwebt sein Bild mir vor
taucht aus tiefstem Dunkel
heller nur empor.
Sonst ist licht- und farblos
alles um mich her,
nach der Schwestern Spiele
nicht begehr’ ich mehr.
Möchte lieber weinen
still im Kämmerlein;
seit ich ihn gesehen,
glaub’ ich blind zu sein.”
(Adalbert von Chamisso)

17. “Echte Liebe.
Echte Liebe lauscht dem Chor
Himmlischer Extasen,
Echte Liebe hat kein Ohr
Fürs Gezänk der Basen.
Echte Liebe müht sich nicht
Mängel zu entdecken,
Späht im goldnen Sonnenlicht
Nicht nach Nebelflecken.
Echte Liebe lacht des Scheins,
Den Vernunft geschrieben,
Echte Liebe kennt nur Eins,
Treu und echt zu lieben!”
(Josef Mauthner)

18. “Ja, du bist mein!
Ja, du bist mein!
Ich will’s dem blauen Himmel sagen,
Ich will’s der dunklen Nacht vertraun,
Ich will’s als frohe Botschaft tragen
Auf Bergeshöhn, durch Heid und Aun.
Die ganze Welt soll Zeuge sein:
Ja, du bist mein!
Und ewig mein!
Ja, du bist mein!
In meinem Herzen sollst du leben,
Sollst haben, was sein Liebstes ist,
Du sollst, von Lieb und Lust umgeben,
Ganz fühlen, daß du glücklich bist.
Schließ mich in deine Arme ein!
Ja, du bist mein!
Und ewig mein!”
(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)

19. “Nachtschwärmen
Die alte Pappel schauert sich neigend,
Als habe das Leben sie müde gemacht.
Ich und mein Lieb – hier ruhen wir schweigend –
Und vor uns wallt die drückende Nacht.
Bis sich zwei schöne Gedanken begegnen,
– Dann löst sich der bleierne Wolkenhang.
Goldene, sprühende Funken regnen
Und füllen die Welt mit lustigem Klang.
Ein trüber Nebel ist uns zerronnen.
Ich lege meine in deine Hand.
Mir ist, als hätt ich dich neu gewonnen. –
Und vor uns schimmert ein goldenes Land.”
(Joachim Ringelnatz)

20. “Nur liebend ist dein Herz ein Herz
Was ist die Welt, wenn sie mit dir,
durch Liebe nicht verbunden?
Was ist die Welt, wenn du in ihr,
nicht Liebe hast gefunden?
Verklage nicht in deinem Schmerz
des Herzens schönste Triebe.
Nur liebend ist dein Herz ein Herz,
was wär‘ es ohne Liebe?
Wenn du die Liebe nicht gewannst,
wie kannst du es ermessen,
ob du ein Glück gewinnen kannst,
ob du ein Glück besessen?”
(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)

21. “Du meine Seele
Du meine Seele, du mein Herz,
du meine Wonne, o du mein Schmerz,
du meine Welt, in der ich lebe,
mein Himmel du, darin ich schwebe,
o du mein Grab, in das hinab
ich ewig meinen Kummer gab!
Du bist die Ruh’, du bist der Frieden,
du bist der Himmel, mir beschieden.
Daß du mich liebst, macht mich mir wert,
dein Blick hat mich vor mir verklärt,
du hebst mich liebend über mich,
mein guter Geist, mein bessres Ich.”
(Friedrich Rückert)

22. “Die Liebe
Ach, was ist die Liebe
Für ein süßes Ding!
Sorgenlos, wie Kinder,
Führt sie uns durchs Leben.
Unser ganzes Leben
Flieht mit ihr geschwinder,
Als uns ohne Liebe
Sonst ein Tag verging!
Ach, was ist die Liebe
Für ein süßes Ding!
Ach, was ist die Liebe
Für ein süßes Ding!
Muth gibt sie zur Arbeit,
Hilft sie uns verrichten.
Eine Blumenkette
Werden unsre Pflichten,
Und am Thron der Liebe
Hängt der Kette Ring.
Ach, was ist die Liebe
Für ein süßes Ding!
Ach, was ist die Liebe
Für ein süßes Ding!
Unsre Seele hebet
Sich auf ihrem Flügel,
Unsre Seele schwebet,
Neu von ihr belebet,
Über Tal und Hügel,
Gleich dem Schmetterling.
Ach, was ist die Liebe
Für ein süßes Ding!”
(Friedrich Wilhelm Gotter)

23. “Die Liebe lehrt …
Die Liebe lehrt
Mich lieblich reden,
Da Lieblichkeit
Mich lieben lehrte.
Arm bin ich nicht
In deinen Armen,
Umarmst du mich
Du süße Armut.
Wie reich bin ich
In deinem Reiche,
Der Liebe Reichtum
Reichst du mir.
O Lieblichkeit!
O reiche Armut!
Umarme mich
In Liebesarmen.”
(Clemens Brentano)

"Die Liebe lehrt … Die Liebe lehrt Mich lieblich reden, Da Lieblichkeit Mich lieben lehrte. Arm bin ich nicht In deinen Armen, Umarmst du mich Du süße Armut. Wie reich bin ich In deinem Reiche, Der Liebe Reichtum Reichst du mir. O Lieblichkeit! O reiche Armut! Umarme mich In Liebesarmen." Clemens Brentano

24. “Trennung
Muss es eine Trennung geben,
Die das treue Herz zerbricht?
Nein, dies nenne ich nicht leben,
Sterben ist so bitter nicht.

Hör’ ich eines Schäfers Flöte,
Härme ich mich inniglich,
Seh ich in die Abendröte,
Denk ich brünstiglich an dich.

Gibt es denn kein wahres Lieben?
Muss denn Schmerz und Trauer sein?
Wär ich ungeliebt geblieben,
Hätt’ ich doch noch Hoffnungsschein.

Aber so muss ich nun klagen:
Wo ist Hoffnung, als das Grab?
Fern muss ich mein Elend tragen,
Heimlich stirbt das Herz mir ab.”
(Ludwig Tieck)

25. “Liebe gibt und nimmt
Liebe
gibt und nimmt
mit unberechnender Einfalt;
Liebe
lebt in der Lust zu erfreun
erfreuende Liebe;
Liebe
liebt das Geringste, getan
mit herzlicher
Liebe!”
(Johann Kaspar Lavater)

26. “Mein Herz, ich will dich fragen
Mein Herz, ich will dich fragen,
Was ist denn Liebe? Sag!
„Zwei Seelen und ein Gedanke,
Zwei Herzen und ein Schlag!“
Und sprich, woher kommt Liebe?
„Sie kommt und sie ist da!“
Und sprich, wie schwindet Liebe?
„Die war’s nicht, der’s geschah!“
Und was ist reine Liebe?
„Die ihrer selbst vergisst!“
Und wann ist Lieb’ am tiefsten?
„Wenn sie am stillsten ist!“
Und wann ist Lieb’ am reichsten?
„Das ist sie, wenn sie gibt!“
Und sprich: Wie redet Liebe?
„Sie redet nicht, sie liebt!“”
(Friedrich Halm)

27. “Was ist die Liebe?
O sprich! Was ist die Liebe?
In einem Wort die Welt!
Ein Märchen ohne Ende,
Von Geistermund erzählt;
In einer kleinen Träne
Ein weiter Ozean,
In einem leisen Seufzer
Ein wirbelnder Orkan;
Der Himmel und die Hölle
In einem einz’gen Blick,
Ein allvernichtend Wehe,
Ein allumfassend Glück;
Ein Blitz in einer Berührung,
Der dich durchzuckt mit Macht,
Dich überselig oder
Dich überelend macht;
Die Gegenwart und Zukunft
In einem Druck der Hand;
In einem einz’gen Kusse
Ein lohender Weltenbrand,
Ein magisches Gewebe
Von Traum und Wirklichkeit,
In einem Augenblicke
Die ganze Ewigkeit;
Ein Meisterroman der Schöpfung,
Des Lebens Poesie, –
Das hohe Lied der Seele,
Die Weltensymphonie;
Ein rätselhaftes Dunkel,
Ein Strahl des Gotteslichts,
Ein Engel und ein Dämon,
Ein Alles und ein Nichts!”
(Hermine Cziglérvon Èny-Vecse)

28. “Woher sind wir geboren…
Woher sind wir geboren?
Aus Lieb.
Wie wären wir verloren?
Ohn Lieb.
Was hilft uns überwinden?
Die Lieb.
Kann man auch Liebe finden?
Durch Lieb.
Was läßt nicht lange weinen?
Die Lieb.
Was soll uns stets vereinen?
Die Lieb.”
(Johann Wolfgang von Goethe)

29. “Meine Liebe
Gold’ner als die Sonne glüht,
Reiner als der Mondenschein,
Schöner als die Rose blüht,
Wohnt die Lieb‘ im Herzen mein.
Wenn der Lenz von dannen zieht,
Nimmt er jede Blüth‘ vom Baum;
Meine Liebe geht nicht mit,
Bleibt ein ew’ger Frühlingstraum.
Und wenn Rosen nicht mehr glüh’n,
Nicht mehr lacht der Mondenschein,
Blumen, die da nicht verblüh’n,
Zaubert sie in’s Herz hinein.”
(Marie Eugenie Delle Grazie)

30. “Liebesgeständnis
Leise hör ich dich rufen
in jedem Flüstern und Wehn.
Auf lauter weißen Stufen,
die meine Wünsche sich schufen,
hör ich dein Zu-mir-gehn.
Jetzt weißt du von dem Gefährten,
und dass er dich liebt … das macht:
Es blühen in seinen Gärten
die lang vom Licht gekehrten
Blüten, blühn über Nacht …”
(Rainer Maria Rilke)

31. “Die Küsse
In Saloniki war es nicht,
Nicht war’s im schmucken Städtchen,
Im am Wlachenland liebt’
Ich einer Witwe Mädchen.
Jetzt schmückte, Mutter, schmück’ das Haus,
Und schmücke deinen Garten!
Die Tochter dein so hold und fein
Soll mich als Braut erwarten.
Sie hat die Lippen rosenrot
Gefärbt mit rotem Scheine;
Ich neige mich und küsse sie,
Und färbte auch die meinen.
In dreien Flüssen wusch ich sie
Und färbte rot die Flüsse,
Und färbte rot das Meer dazu
Durch ihre roten Küsse.”
(Emanuel Geibel)

32. “Glück
Wie jauchzt meine Seele
Und singet in sich!
Kaum, dass ich’s verhehle,
So glücklich bin ich.
Rings Menschen sich drehen
Und sprechen gescheut,
Ich kann nichts verstehen,
So fröhlich zerstreut. —
Zu eng wird das Zimmer,
Wie glänzet das Feld,
Die Täler voll Schimmer,
Weit herrlich die Welt!
Gepresst bricht die Freude
Durch Riegel und Schloss,
Fort über die Heide!
Ach, hätt ich ein Ross! —
Und frag ich und sinn ich,
Wie so mir geschehn: —
Mein Liebchen herzinnig,
Das soll ich heut sehn!”
(Joseph von Eichendorff)
33. “Ich liebe dich
Mir ist, als müßt‘ ich immer sagen:
Ich liebe dich,
Und mag nicht auszusprechen wagen:
Ich liebe dich.
Die Maienlüfte säuseln wieder,
Ich lausche hin,
Und alle Blütenzweige klagen:
Ich liebe dich.
Der Sang der Vögel ist erwachet,
Ich lausche hin,
Und alle Nachtigallen schlagen:
Ich liebe dich.
So frag‘ die Lüfte, frag‘ die Blumen,
Die Vögel all,
Vielleicht, daß sie für mich dir sagen:
Ich liebe dich.
Ich wandle fern von dir und habe
Nur einen Trost
In diesen schönen Frühlingstagen:
Ich liebe dich.”
(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)

34. “An Luise
Ists möglich, ferne von der Süßen
So fort zu leben, so verbannt?
Nur über Berg und Tal zu grüßen,
Und nicht ein Blick, nicht eine Hand?

Da ist es wahrlich oft ein Jammer
So manchen lieben, langen Tag,
Bis mir bei Nacht auf meiner Kammer
Einmal ihr Geist erscheinen mag.

Sie setzt sich lächelnd zu mir nieder,
Es brennt ein ruhig Licht dabei,
Sie sagt mir alte, gute Worte wieder
Und sagt mir, dass sie meine sei!”
(Eduard Mörike)

35. “Du bist wie eine Blume
Du bist wie eine Blume
So hold und schön und rein:
Ich schau‘ dich an, und Wehmut
Schleicht mir ins Herz hinein.
Mir ist, als ob ich die Hände
Aufs Haupt dir legen sollt‘,
Betend, daß Gott dich erhalte
So rein und schön und hold.”
(Heinrich Heine)

"Du bist wie eine Blume Du bist wie eine Blume So hold und schön und rein: Ich schau‘ dich an, und Wehmut Schleicht mir ins Herz hinein. Mir ist, als ob ich die Hände Aufs Haupt dir legen sollt‘, Betend, daß Gott dich erhalte So rein und schön und hold." Heinrich Heine

36. “Lied eines Verliebten
In aller Früh, ach, lang vor Tag,
Weckt mich mein Herz, an dich zu denken,
Da doch gesunde Jugend schlafen mag.
Hell ist mein Aug um Mitternacht,
Heller als frühe Morgenglocken:
Wann hättst du je am Tage mein gedacht?
Wär ich ein Fischer, stünd ich auf,
Trüge mein Netz hinab zum Flusse,
Trüg herzlich froh die Fische zum Verkauf.
In der Mühle, bei Licht, der Müllerknecht
Tummelt sich, alle Gänge klappern;
So rüstig Treiben wär mir eben recht!
Weh, aber ich! o armer Tropf!
Muß auf dem Lager mich müßig grämen,
Ein ungebärdig Mutterkind im Kopf.”
(Eduard Mörike)

37. “An meine kleine Freundin
Wer hätte das gedacht,
das kam wohl über Nacht,
denn als ich aufgewacht,
da warst auf einmal du
mein kleiner Herztyrann.
Sieh‘ doch mal einer an,
was Amor alles kann.
Schon weiß ich, was ich tu,
damit du gnädig bist,
und mich nicht gleich vergisst:
Ich mach‘ dir dies Gedicht.
Ich hoff‘, es ist so schlicht,
so süß und zart wie du.”
(Georg Heym)

38. “Im Rosenbusch die Liebe schlief
Im Rosenbusch die Liebe schlief,
Der Frühling kam, der Frühling rief;
Die Liebe hört’s, die Lieb‘ erwacht,
Schaut aus der Knosp‘ hervor und lacht,
Und denkt, zu zeitig möchte’s halt sein,
Und schläft drum ruhig wieder ein.
Der Frühling aber läßt nicht nach,
Er küßt sie jeden Morgen wach,
Er kos’t mit ihr früh bis spät,
Bis sie ihr Herz geöffnet hat,
Und seine heiße Sehnsucht stillt,
Und jeden Sonnenblick vergilt.”
(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)

39. “Ich bin mir meiner Seele
In deiner nur bewusst,
mein Herz kann nimmer ruhen,
als nur an deiner Brust!
Mein Herz kann nimmer schlagen
als nur für dich allein.
Ich bin so ganz dein eigen,
so ganze auf immer dein.”
(Theodor Storm)

40. “Unglückliche Liebe
Der Kuss von dir berührt mein Herz,
sehn mich nach dir, bin wie von Sinnen
der letzte Kuss, erfüllt von Schmerz
ein letztes Mal der Zeit entrinnen.

Mein Herz zerreißt für alle Zeit
bin einsam und allein
seh dich in meiner Einsamkeit
will immer bei dir sein.

Ein Moment mit dir voll Glück
voll Wärme und Geborgenheit
war nur ein kurzer Augenblick
für’s jetzt und für die Ewigkeit.”
(Unbekannt)

41. “Du…
Du, mein Glück
Meine Seele, eine Taube,
lang verflogen und verirrt,
regt nun zwischen lauter Blüten
auf dem schönsten Frühlingsbaume
ihre Flügel leis vor Glück.
Du mein Baum voll lauter Blüten!
Du mein Glück! Du meine Ruh!
Meiner Sehnsucht weiße Taube
Regt die Flügel, regt die Flügel
Dir im Schoß. Süße! Süße!
Welch ein Wunder: Ich und du!”
(Otto Julius Bierbaum)

42. “Eins und alles
Meine Liebe ist groß
wie die weite Welt,
und nichts ist außer ihr,
wie die Sonne alles
erwärmt, erhellt,
so tut sie der Welt von mir!
Da ist kein Gras,
da ist kein Stein,
darin meine Liebe nicht wär,
da ist kein Lüftlein
noch Wässerlein,
darin sie nicht zög einher!
Da ist kein Tier
vom Mücklein an
bis zu uns Menschen empor,
darin mein Herze
nicht wohnen kann,
daran ich es nicht verlor!
Meine Liebe ist weit
wie die Seele mein,
alle Dinge ruhen in ihr,
sie alle, alle,
bin ich allein,
und nichts ist außer mir!”
(Christian Morgenstern)

43. “Was ist ein Kuß?
Ein Wunder, ein Geheimnis ist der Kuss;
Denn wie des Morgenlandes Weisen sangen,
Die Lippe küßt, wohin das Herz sich neigt;
Ehrfurcht die Hände, Sklavendienst das Kleid,
Die Freundschaft auf die Wangen; auf die Stirne
Küßt tröstend Mitgefühl; doch auf die Lippen
Drückt Liebe ihren Kuß, wildloderndes
Verlangen auf das müd’ geschoss’ne Auge,
Und Sehnsucht haucht ihn seufzend in die Luft:
Noch mehr! Ein Kuß ist das, was ihr ihn schätzt;
Nichts, wenn ihr scherzt, und wenn ihr’s ernst meint, alles;
Er kühlt und glüht; er fragt und er gibt Antwort,
Er heilt und er vergiftet, trennt und bindet;
Er kann versöhnen und entzweien, kann
Vor Wonne töten, und kann Tote wecken.
Und mehr noch, mehr! Was könnte nicht ein Kuß?”
(Friedrich Halm)

44. “Brautgang
So halt’ ich endlich dich umfangen,
In süßes Schweigen starb das Wort,
Und meine trunk’nen Lippen hangen
An deinen Lippen fort und fort.
Was nur das Glück vermag zu geben,
In sel’ger Fülle ist es mein:
Ich habe dich, geliebtes Leben,
Was braucht es mehr als dich allein?
O, decke jetzt des Schicksals Wille
Mit Nacht und Welt und ihre Zier,
Und nur dein Auge schwebte stille,
Ein blauer Himmel, über mir!”
(Emanuel Geibel)

45. “Still ist die Nacht…
Still ist die Nacht, es ruhen die Gassen,
In diesem Hause wohnte mein Schatz;
Sie hat schon längst die Stadt verlassen,
Doch steht noch das Haus auf demselben Platz.

Da steht auch ein Mensch und starrt in die Höhe,
Und ringt die Hände, vor Schmerzensgewalt;
Mir graust es, wenn ich sein Antlitz sehe –
Der Mond zeigt mir meine eigne Gestalt.

Du Doppeltgänger! Du bleicher Geselle!
Was äffst du nach mein Liebesleid,
Das mich gequält auf dieser Stelle,
So manche Nacht, in alter Zeit?”
(Heinrich Heine)

Liebesgedichte – modern

1. “Die Nähe spüren
Es kommt mir vor, wie ein schöner Traum,
wenn ich mit dir in einem Raum.
Du bist für mich das größte Glück,
ich kehre von überall zu dir zurück.
Kein Sturm kann unsere Liebe stören,
wenn wir auf die Stimme des Herzens hören.
Unsere Liebe hat nämlich keine Zügel
und verleiht dabei tatsächlich Flügel.”
(Michael Pohl)

2. “Mein Schatz
Ich kann es sagen, mit einem Satz,
du bist für mich der größte Schatz,
der größte Schatz bist du für mich,
denn über alles liebe ich dich,
dich, der du bist mein größter Schatz,
schon zu Ende ist dieser Satz!”
(Unbekannt)

3. “Mein ewig‘ Licht
Du bist mein Licht, das ewig scheint,
ein Mensch, der mit mir lacht und weint.
In hellen wie in dunklen Zeiten
möcht‘ ich dich stets und treu begleiten.
Ich kann die Liebe erst verstehen
seit wir den Weg zusammen gehen.
Ich lass‘ dich niemals mehr allein,
denn ohne dich will ich nicht sein…”
(Klaus Enser-Schlag)

4. “Der Sinn des Lebens
Obwohl wir uns sehr häufig sehn`,
muss ich dir etwas schriftlich gestehen.
Du bist der wichtigste Mensch in meinem Leben,
willst niemals nehmen, sondern immer geben.
Dein Herz ist wahrlich blütenrein,
ich kann ohne dich einfach nicht mehr sein.
Empfindest du das ebenso?
Darüber wäre ich sehr froh!”
(Michael Pohl)

5. “Nur du
Wörter beginnen mit A, B, C
Zahlen beginnen mit 1, 2, 3
Musik beginnt mit Do, Re, Mi
aber Liebe beginnt mit dir.”
(Unbekannt)

6. “Der erste Blick
Ich hatte dich vorher noch nie gesehen,
beim ersten Blick war es geschehen.
Mit diesem Moment hat sich alles gedreht,
meine Sorgen waren wie weggeweht.
Mein Herz schlug plötzlich immer schneller,
mein Mut sank aber in den Keller.
Dennoch will ich verlieren keine Zeit,
ich bin für diesen Schritt bereit.
Du hast nicht nur mein Lächeln erhellt,
sondern mein Leben auf den Kopf gestellt.
Ich liebe dich, das sage ich dir,
mit diesen Worten jetzt und hier.”
(Michael Pohl)

7. “Lieben ist Leiden
Es gibt nicht Liebe ohne Leiden –
nun, da bleib ich ganz bescheiden,
von der Liebe halte ich mich fern,
nur mit dir – da leid’ ich gern!”
(Unbekannt)

modernes Liebesgedicht: "Lieben ist Leiden Es gibt nicht Liebe ohne Leiden – nun, da bleib ich ganz bescheiden, von der Liebe halte ich mich fern, nur mit dir – da leid’ ich gern!"

8. “Die Wandlung des Lebens
Ich habe mir früher viel erlaubt,
nicht mehr an die große Liebe geglaubt.
Doch ein kurzer Augenblick, der hat gereicht,
der Alltag fällt mir nun wieder leicht.
Ich denke stets an dich und kann es nicht fassen,
ich will dich nicht mehr gehen lassen.
Ich genieße wirklich jede Sekunde mit dir,
drum` sitze ich nun vor diesem Papier.
Meine Gefühle fließen dabei in jedes Wort,
gehe einfach niemals mehr von mir fort.”
(Michael Pohl)

9. “Die Hoffnung
Mehr als dich brauche ich nicht,
denn du bist meines Lebens Licht.
Ich bin bereit dir alles zu geben,
um für immer mit dir zu leben.
Hilf mir! Ich möchte dich erreichen,
möcht niemals von deiner Seite weichen!
Ich kann nicht wissen, was du denkst,
nur hoffen, dass du dein Herz mir schenkst.”
(Mary Jane Clarkson)

10. “Liebeskrank
Ach, du lässt mein Herz schnell schlagen
und mir ist auch flau im Magen…
Puls will rasen, Haut möcht‘ fühlen,
Liebesfieber muss abkühlen…
Und ob’s nicht genug schon wär‘,
kommt ein Schluckauf noch daher!
Trotzdem ist die Liebe schön
und der Schluckauf wird vergeh’n…”
(Klaus Enser-Schlag)

11. “Man findet die Liebe
Man findet die Liebe,
wenn man nicht nach ihr sucht.
Schon manchen hat sie
mit ihrem Charme verflucht.

So sehr ich auch achtgab,
ihr Fluch traf auch mich
und als Ziel meiner Liebe
wählte er dich.”
(Cornelia Sander)

12. “Weg der Liebe
Nur schwer ist die Liebe zu täuschen.
Still sucht sie sich ihren Weg.
Dort wird sie brennen und leuchten;
für den, der den Weg mit ihr geht.

Den wird sie leiten und führen.
So kam sie auch endlich zu mir
und entschieden, sie zu begleiten,
führte ihr Weg mich zu dir.”
(Cornelia Sander)

13. “Zweisamkeit
Das Leben kann beschwerlich sein,
wenn Menschen dabei sind allein.
Ich habe diese Situation so satt,
deshalb verwende ich dieses Blatt.
Darauf schreibe ich nur einen Satz:
Ich liebe dich, du bist mein Schatz!”
(Michael Pohl)

14. “Das Geständnis
Mit süßem Blick siehst du mich an,
so weiß ich, dass ich nicht mehr kann,
ich muss dir sagen, was ich fühle,
Gedanken kreisen in mir viele.
Ich weiß, du traust dich nichts zu sagen,
doch sollten wir es nun endlich wagen,
uns einander einzugestehn,
einen gemeinsamen Weg zu gehn.”
(Mary Jane Clarkson)

15. “Komm zu mir
O wende nicht dich ab von mir
Mit Augen tränenschwer!
Zog schöne Freude mich zu dir,
So tut’s das Leid noch mehr.
Nicht frag’ ich, was die süsse Lust,
Der Stimme Klang dir nimmt:
Es ist die reiche Menschenbrust
Am leichtesten verstimmt.
O schweig’ nur still! Doch wenn ein Bann
Dich ungewohnt bezwingt,
Wenn, was dich sonst erfreuen kann
Mit holdem Schein, versinkt,
Wenn unter einer Seelenlast
Dein froher Mut entwich –
So komm zu mir zu stiller Rast
Denn sich – ich liebe dich”
(Marie von Najmájer)

Abschließende Gedanken

Auf der Welt gibt es unendlich viele Liebesgedichte, die Hoffnung geben, trösten, Erinnerungen erwecken und vielen von uns das Tagträumen ermöglichen.

Liebesgedichte sind eine Welt für sich und das Spektrum der Gefühle, die sie umfangen, ist enorm.

Hier habe ich versucht, die schönsten Liebesgedichte aufzusammeln und ich hoffe, dass du dein Lieblingsgedicht auch hier gefunden hast und du deinen Schatz überraschen wirst.

Man muss aber nicht unbedingt verliebt sein, um die Gefühle aus diesen Zeilen herauslesen zu können.

In diesen Gedichten ist Liebe, Schmerz, Sehnsucht und Romantik eingefangen und an uns liegt es, sie einfach nur zu genießen.

Ich hoffe, dass du dir auch die Chance gibst und dich traust, selbst ein Gedicht zu schreiben, versuche es, es kann eine sehr schöne Beschäftigung sein und letztlich wirst du etwas Unikates mit ganz persönlichen Gefühlen haben.

Ich wünsche dir noch viel Spaß beim Stöbern.

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