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Liebesgedichte – Wenn das Herz nur reden könnte

Liebesgedichte – Wenn das Herz nur reden könnte

Man sagt, dass Poesie die Sprache der Liebe ist. Und wenn du diese folgenden Liebesgedichte liest, wirst du auch sofort verstehen, warum.

Liebesgedichte berühren nicht nur das Herz, sie wecken Gefühle, die man schwer in Worte fassen kann. Doch trotzdem gibt es schöne Liebesgedichte und Liebeserklärungen, wo Dichter und verschiedene Autoren es trotzdem geschafft haben, sie einzufangen und zu beschreiben.

Schon im Mittelalter wurde der Liebe eine besondere Art Aufmerksamkeit geschenkt und diese Gefühle durch Minnesang ins Leben gerufen, sie haben es geschafft, das Gefühl der wahren Liebe und des Schmerzes in Worten und Zeilen zu schildern, die verzaubern und in den magischen Bann ziehen.

Ein Liebesgedicht muss nicht immer lang und blumig sein, manchmal reichen auch ein paar sorgfältig ausgewählte Worte und ein kurzer Reim, um das auszudrücken, was man fühlt.

Es gibt nicht nur Gedichte über die Liebe, Liebe verbirgt sich auch in verschiedenen Wünschen zum Geburtstag, Sprüchen und Zitaten. Liebe ist, auch wenn man jemandem einen Spruch, der aus der Seele spricht, zum Geburtstag, zur Hochzeit oder Valentinstag schenkt.

Liebe ist ein Gefühl, das man nicht für sich behalten sollte.

Liebe soll man fühlen und teilen und der ganzen Welt offenbaren, denn mit Liebe kann man nichts anderes im Leben vergleichen und wenn du jemand bist, der die Ehre hat, die Liebe zu spüren, dann vermehre sie, auch wenn nur durch Worte.

Und egal, ob du auf der Suche nach kurzen Liebesgedichten für deine neue Liebe bist, oder eins von den berühmten Liebesgedichten aussuchen möchtest. Eine Liebeserklärung in Reimen ist perfekt für jeden Anlass.

Möchtest du dieser besonderen Person zeigen, wie du dich fühlst, deinen Partner ohne Grund in Ohnmacht fallen lassen oder ihn zum Valentinstag mit einem „Ich liebe dich“ Spruch oder Reim überraschen? Einen Liebesbrief schreiben oder einfach eine Nachricht über WhatsApp verschicken?

Deiner Mutter mit Worten Freudentränen schenken oder deiner besten Freundin einfach zeigen, wie viel sie dir bedeutet?

Hier findest du romantische und klassische Liebesgedichte für ihn von deutschen und weltweit bekannten Autoren, die am besten ein „Ich liebe dich“ in die schönsten Liebesgedichte verpackt haben.

Schöne Liebesgedichte

Jedes Gedicht und Liebeslied ist schön. Doch wunderschöne Liebesgedichte sind jene, die sofort in den Bann ziehen und dafür sorgen, dass man das, was man nicht sehen kann, spürt. Hier sind die schönsten Liebesgedichte für Verliebte.

1. “Abschied
Die Bäume hören auf zu blühn,

Mein Schatz will in die Fremde ziehn;
Mein Schatz der sprach ein bittres Wort:
Du bleibst nun hier, aber ich muß fort.

Leb wohl, mein Schatz, ich bleib dir treu,
Wo du auch bist, wo ich auch sei.
Bei Regen und bei Sonnenschein,
So lang ich lebe, gedenk ich dein.

So lang ich lebe, lieb ich dich,
Und wenn ich sterbe, bet für mich,
Und wenn du kommst zu meinem Grab,
So denk, daß ich dich geliebet hab.”
– Wilhelm Busch, deutscher Dichter und Zeichner (1832 bis 1908)

2. “Die Liebe lehrt…
Die Liebe lehrt
Mich lieblich reden,
Da Lieblichkeit
Mich lieben lehrte.

Arm bin ich nicht
In deinen Armen,
Umarmst du mich
Du süße Armut.

Wie reich bin ich
In deinem Reiche,
Der Liebe Reichtum
Reichst du mir.

O Lieblichkeit!
O reiche Armut!
Umarme mich
In Liebesarmen.”
– Clemens Brentano, deutscher Schriftsteller (1778 bis 1842)

3. “Brautgang
So halt’ ich endlich dich umfangen,
In süßes Schweigen starb das Wort,
Und meine trunk’nen Lippen hangen
An deinen Lippen fort und fort.
Was nur das Glück vermag zu geben,
In sel’ger Fülle ist es mein:
Ich habe dich, geliebtes Leben,
Was braucht es mehr als dich allein?
O, decke jetzt des Schicksals Wille
Mit Nacht und Welt und ihre Zier,
Und nur dein Auge schwebte stille,
Ein blauer Himmel, über mir!”
– Emanuel Geibel, deutscher Lyriker (1815 bis 1884)

Schönes Liebesgedicht von Emanuel Geibel auf einem alten Papier

4. “Liebeslied
Wie soll ich meine Seele halten, dass
sie nicht an deine rührt? Wie soll ich sie
hinheben über dich zu andern Dingen?

Ach, gerne möcht ich sie bei irgendwas
Verlorenem im Dunkel unterbringen
an einer fremden stillen Stelle, die
nicht weiterschwingt, wenn deine Tiefen schwingen.

Doch alles, was uns anrührt, dich und mich,
nimmt uns zusammen, wie ein Bogenstrich,
der aus zwei Saiten eine Stimme zieht.

Auf welches Instrument sind wir gespannt?
Und welcher Geiger hat uns in der Hand?
O süßes Lied.”
– Rainer Maria Rilke, österreichischer Dichter und Romantiker (1875 bis 1926)

5. “Sehnsucht nach zwei Augen
Diese Augen haben um mich geweint.
Denk ich daran, wird mir weh.
Wie die mir scheinen und spiegeln, so scheint
Keine Sonne, so spiegelt kein See.

Und rührend dankten und jubelten sie
Für das kleinste gute Wort.
Diese Augen belogen mich nie.

Nun bin ich weit von ihnen fort,
Getrennt für Zeit voll Ungeduld.
Da träumt’s in mir aus Leid und Schuld:
Dass sie noch einmal weinen
Werden über meinen
Augen, wenn ich tot bin.”
– Joachim Ringelnatz (auch als Hans Bötticher bekannt), deutscher Schriftsteller, Kabarettist und Maler (1883 bis 1934)

Ein Gedicht von Joachim Ringelnatz zum Geburtstag zu bekommen, ist eine besondere Ehre!

Liebesgedichte für ihn

Gefühlvolle Liebesgedichte für deinen Schatz, bekannter und weniger bekannter Autoren findest du hier. Lass dich von diesen schönen Zeilen und Reimen in die Welt der Liebe entführen und lass dein Herz sprechen.

1. “Ich habe dich so lieb
Ich habe dich so lieb
Ich würde dir ohne Bedenken
Eine Kachel aus meinem Ofen
schenken.
Ich habe dir nichts getan.
Nun ist mir traurig zu Mut.
An den Hängen der Eisenbahn
Leuchtet der Ginster so gut.
Vorbei verjährt
Doch nimmer vergessen
Ich reise.
Alles, was lange währt,
ist leise.”
– Joachim Ringelnatz (auch als Hans Bötticher bekannt), deutscher Schriftsteller, Kabarettist und Maler (1883 bis 1934)

Liebesgedicht von Joachim Ringelnatz auf einer alten Buchseite

2. “Als wenn ich das nicht wüsste
Dich zu malen, klappt nicht mehr.
Dein Gesicht ist nur ein Schatten.
Doch gibt es Stunden, die wir hatten,
die zaubere ich mir manchmal her.

Dann spüre ich es, das Gefühl,
und lass mich wieder davon packen.
Sie bedeutete mir viel,
die kleine Kuhle da im Nacken.

Ich legte meinen Finger drauf.
Oft kam es vor, dass ich sie küsste.
Wieso taucht die Erinnerung auf?
Ach, als wenn ich das nicht wüsste.”
– Wolf Dietrich

3. “Lust
Ich weiss es doch, und glaub’ es kaum,
So wunderbar ist mir:
Ich geh’ am Tag als wie im Traum
Ob all der Lust an dir.
Und doch im tiefsten Traum ist mir
So hell und sonnenklar,
Dass nur ob all der Lust an dir
Die Welt so wunderbar.”
– Johann Georg Fischer, deutscher Lyriker und Dramatiker (1816 bis 1897)

4. “Seit ich ihn gesehen
Seit ich ihn gesehen,
glaub’ ich blind zu sein;
wo ich hin nur blicke,
seh’ ich ihn allein.

Wie im wache Traume
schwebt sein Bild mir vor
taucht aus tiefstem Dunkel
heller nur empor.

Sonst ist licht- und farblos
alles um mich her,
nach der Schwestern Spiele
nicht begehr’ ich mehr.

Möchte lieber weinen
still im Kämmerlein;
seit ich ihn gesehen,
glaub’ ich blind zu sein.”
– Adalbert von Chamisso, deutscher Dichter und Botaniker (1781 bis 1838)

5. “Nähe des Geliebten
Ich denke dein, wenn mir der Sonne Schimmer
Vom Meere strahlt;
Ich denke dein, wenn sich des Mondes Flimmer
In Quellen malt.
Ich sehe dich, wenn auf dem fernen Wege
Der Staub sich hebt;
In tiefer Nacht, wenn auf dem schmalen Stege
Der Wandrer bebt.
Ich höre dich, wenn dort mit dumpfem Rauschen
Die Welle steigt.
Im stillen Haine geh ich oft zu lauschen,
Wenn alles schweigt.
Ich bin bei dir, du seist auch noch so ferne,
Du bist mir nah!
Die Sonne sinkt, bald leuchten mir die Sterne
O wärst du da!”
– Johann Wolfgang von Goethe, deutscher Dichter und Naturforscher (1749 bis 832)

6. “Es ist Nacht
Es ist Nacht,
und mein Herz kommt zu dir,
hält nicht aus,
hält’s nicht mehr bei mir.

Legt sich dir auf die Brust,
wie ein Stein,
sinkt hinein,
zu dem deinen hinein.

Dort erst,
dort erst kommt es zur Ruh,
liegt am Grund
seines ewigen du.”
– Christian Morgenstern, deutscher Schriftsteller (1871 – 1914)

Gedicht von Christian Morgenstern über die Liebe

7. “Nur liebend ist dein Herz ein Herz
Was ist die Welt, wenn sie mit dir,
durch Liebe nicht verbunden?
Was ist die Welt, wenn du in ihr,
nicht Liebe hast gefunden?
Verklage nicht in deinem Schmerz
des Herzens schönste Triebe.
Nur liebend ist dein Herz ein Herz,
was wär‘ es ohne Liebe?
Wenn du die Liebe nicht gewannst,
wie kannst du es ermessen,
ob du ein Glück gewinnen kannst,
ob du ein Glück besessen?”
– August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, deutscher Hochschullehrer und Dichter (1798 bis 1874)

Liebesgedichte für sie

Suchst du ein Gedicht für deine Frau oder Freundin? Möchtest du ihr einfach „Schön, dass es dich gibt“ sagen? Oder möchtest du die Liebe zwischen euch einfach mit einem Gedicht feiern? Für jeden Grund und Anlass findest du hier die richtigen Worte.

1. “Du meine Seele
Du meine Seele, du mein Herz,
du meine Wonne, o du mein Schmerz,
du meine Welt, in der ich lebe,
mein Himmel du darin ich schwebe,
o du mein Grab, in das hinab
ich ewig meinen Kummer gab!
Du bist die Ruh’, du bist der Frieden,
du bist der Himmel, mir beschieden.
Dass du mich liebst, macht mich mir wert,
dein Blick hat mich vor mir verklärt,
du hebst mich liebend über mich,
mein guter Geist, mein bessres Ich.”
– Friedrich Rückert, deutscher Dichter, Sprachgelehrter und Übersetzer (1788 bis 1866)

Zartes Liebesgedicht von Friedrich Rückert

2. “Eins und alles
Meine Liebe ist groß
wie die weite Welt,
und nichts ist außer ihr,
wie die Sonne alles
erwärmt, erhellt,
so tut sie der Welt von mir!
Da ist kein Gras,
da ist kein Stein,
darin meine Liebe nicht wär,
da ist kein Lüftlein
noch Wässerlein,
darin sie nicht zög einher!
Da ist kein Tier
vom Mücklein an
bis zu uns Menschen empor,
darin mein Herze
nicht wohnen kann,
daran ich es nicht verlor!
Meine Liebe ist weit
wie die Seele mein,
alle Dinge ruhen in ihr,
sie alle, alle,
bin ich allein,
und nichts ist außer mir!”
– Christian Morgenstern, deutscher Schriftsteller (1871 – 1914)

3. “Wahre Liebe
Ich gebe alles in deine Hand,
und schwör auf unsren Liebesband,
dass ich dich lieben und ehren mag,
Stunde für Stunde, Tag für Tag!
Denn du bist das Wichtigste für mich,
möchte dich tragen auf einem Samtteppich,
dich beschützen und begleiten,
in guten wie in schlechten Zeiten!”
– Unbekannt

4. “Ich liebe dich
Mir ist, als müßt‘ ich immer sagen:
Ich liebe dich,
Und mag nicht auszusprechen wagen:
Ich liebe dich.
Die Maienlüfte säuseln wieder,
Ich lausche hin,
Und alle Blütenzweige klagen:
Ich liebe dich.
Der Sang der Vögel ist erwachet,
Ich lausche hin,
Und alle Nachtigallen schlagen:
Ich liebe dich.
So frag‘ die Lüfte, frag‘ die Blumen,
Die Vögel all,
Vielleicht, daß sie für mich dir sagen:
Ich liebe dich.
Ich wandle fern von dir und habe
Nur einen Trost
In diesen schönen Frühlingstagen:
Ich liebe dich.”
– August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, deutscher Hochschullehrer und Dichter (1798 bis 1874)

5. “Ja, du bist mein!
Ja, du bist mein!
Ich will’s dem blauen Himmel sagen,
Ich will’s der dunklen Nacht vertraun,
Ich will’s als frohe Botschaft tragen
Auf Bergeshöhn, durch Heid und Aun.
Die ganze Welt soll Zeuge sein:
Ja, du bist mein!
Und ewig mein!
Ja, du bist mein!
In meinem Herzen sollst du leben,
Sollst haben, was sein Liebstes ist,
Du sollst, von Lieb und Lust umgeben,
Ganz fühlen, daß du glücklich bist.
Schließ mich in deine Arme ein!
Ja, du bist mein!
Und ewig mein!”
– August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, deutscher Hochschullehrer und Dichter (1798 bis 1874)

6. “Nun sei mir heimlich zart und lieb
Nun sei mir heimlich zart und lieb;
Setz deinen Fuß auf meinen nun!
Mir sagt es: ich verließ die Welt,
Um ganz allein auf dir zu ruhn;
Und dir: o ließe mich die Welt,
Und könnt ich friedlich und allein,
Wie deines leichten Fußes jetzt,
So deines Lebens Träger sein!”
– Theodor Storm, deutscher Schriftsteller (1817 bis 1888)

romantisches Gedicht von Theodor Storm

7. “Du…
Du, mein Glück
Meine Seele, eine Taube,
lang verflogen und verirrt,
regt nun zwischen lauter Blüten
auf dem schönsten Frühlingsbaume
ihre Flügel leis vor Glück.
Du mein Baum voll lauter Blüten!
Du mein Glück! Du meine Ruh!
Meiner Sehnsucht weiße Taube
Regt die Flügel, regt die Flügel
Dir im Schoß. Süße! Süße!
Welch ein Wunder: Ich und du!”
– Otto Julius Bierbaum, deutscher Journalist, Redakteur, Schriftsteller und Librettist (1865 bis 1910)

Klassische Liebesgedichte

Die Chancen stehen gut, dass du gar nicht weißt, dass du ein klassisches Gedicht über Liebe kennst. Wir alle lieben die Liebe und Dichter haben Jahrhunderte damit verbracht, Wege zu finden, all ihre Fassetten in Filmen, Literatur und darüber hinaus auszudrücken.

Wenn du auf der Suche, nach einem Gedicht für deine Partnerin oder Partner bist, ist die größte Herausforderung die Auswahl. Denn es gibt unzählig wunderschöne und gefühlvolle Liebesgedichte, die einfach verzaubern.

Hier ist meine Auswahl klassischer Liebesgedichte für deinen Schatz.

1. “Ich liebe!
Nun mag die Welt in ihren Festen beben,
entfesselt wüten mag das Element; –
denn eine neue Ära tritt ins Leben,
die keinen Hass und keinen Streit mehr kennt!
Durch meine Seele ziehts mit Zauberweben
o! wie’s im Herzen glückverheißend brennt!
Die Pulse fliegen mir, die Lippen beben,
ich fühls, das ist es, was sich Liebe nennt!
Und möge alles rings in nichts versinken,
ich lebe und der Liebe Sterne winken!”
– Rainer Maria Rilke, österreichischer Dichter und Romantiker (1875 bis 1926)

Ich Liebe Gedicht von Rainer Maria Rilke

2. “Still ist die Nacht
Still ist die Nacht, es ruhen die Gassen,
In diesem Hause wohnte mein Schatz;
Sie hat schon längst die Stadt verlassen,
Doch steht noch das Haus auf demselben Platz.

Da steht auch ein Mensch und starrt in die Höhe,
Und ringt die Hände, vor Schmerzensgewalt;
Mir graust es, wenn ich sein Antlitz sehe –
Der Mond zeigt mir meine eigne Gestalt.

Du Doppeltgänger! Du bleicher Geselle!
Was äffst du nach mein Liebesleid,
Das mich gequält auf dieser Stelle,
So manche Nacht, in alter Zeit?”
– Heinrich Heine, deutscher Dichter, Schriftsteller und Journalist (1797 – 1856)

3. “Neue Liebe, neues Leben
Herz, mein Herz, was soll das geben?
Was bedränget dich so sehr?
Welch ein fremdes, neues Leben!
Ich erkenne dich nicht mehr.
Weg ist alles, was du liebtest,
Weg, warum du dich betrübtest,
Weg dein Fleiß und deine Ruh –
Ach, wie kamst du nur dazu!
Fesselt dich die Jugendblüte,
Diese liebliche Gestalt,
Dieser Blick voll Treu und Güte
Mit unendlicher Gewalt?
Will ich rasch mich ihr entziehen,
Mich ermannen, ihr entfliehen,
Führet mich im Augenblick,
Ach, mein Weg zu ihr zurück.
Und an diesem Zauberfädchen,
Das sich nicht zerreißen lässt,
Hält das liebe, lose Mädchen
Mich so wider Willen fest;
Muss in ihrem Zauberkreise
Leben nun auf ihre Weise.
Die Veränderung, ach, wie groß!
Liebe! Liebe! Lass mich los!”
– Johann Wolfgang von Goethe, deutscher Dichter und Naturforscher (1749 bis 832)

4. “Fühle nur
Junge Hände halfen mich schmücken,
Alte Lippen segneten mich,
Leise rieselt die bräutliche Schleppe
Über die blumengeschmückte Treppe,
Und der Schleier fällt über mich.
Flüsternd stehn die Leute zur Seite –
Was sie reden, höre ich nicht.
Brausend schwillt mir die Orgel entgegen,
Und wie ein goldener Gottessegen
Streift die Sonne mein blass Gesicht.
Tausend fromme Wünsche im Herzen,
Heil’ge Scheu im kindlichen Sinn,
Kniee ich still an der seligen Pforte
Unsres Glücks, und des Priesters Worte
Hallen ernst durch die Kirche hin.”
– Otto Julius Bierbaum, deutscher Journalist, Redakteur, Schriftsteller und Librettist (1865 bis 1910)

5. “So halt’ ich endlich dich umfangen
Einsam bist du? Sieh, die vielen Sterne
Stehn, ein Weltenkranz, ob deinem Haupte,
Und die Lindenbäume, Kronenträger,
Schicken ihre Düfte dir ins Zimmer.
Fühle nur! Saug ein und gib dich wieder!
Schmähe niemand, schmäh auch dich nicht selber!
Denk: du darfst auf dieser reichen Erde
Durch den sonnenvollen Weltraum fliegen,
Und dein Herz gehört auch zu den Sternen,
Die ein bißchen Licht und Wärme strahlen.”
– Anna Ritter, deutsche Dichterin und Schriftstellerin (1865 bis 1921)

6. “Unwiderstehlich schön
Unwiderstehlich schön stand sie in Rosenschatten
An ihre Grazien gelehnt,
Und, Lilien gleich, die sich mit Veilchen gatten,
Durch sanftern Reiz verschönt.
Er blieb, in himmlischer Wonne verloren,
Schwebend, sprachlos, halb vergöttert stehn;
Denn seitdem das Meer die Lust der Welt geboren,
Hatte noch kein Gott, so reizend sie gesehn.”
– Christoph Martin Wieland, deutscher Dichter und Übersetzer (1733 bis 1813)

6. “Du bist meinem Begehren
Du bist meinem Begehren ein Liebesfühlen,
Du bist meiner Brust eine süße Kühlung,
Du bist ein inniger Kuss meines Mundes,
Du bist eine fröhliche Freude meines Fundes!
Ich bin in dir und du bist in mir,
Wir können einander nicht näher sein,
Denn wir zwei sind ineinandergeflossen
Und in eine Form gegossen
Und bleiben so ewig unverdrossen.”
– Mechthild von Magdeburg, mittelalterliche deutsche mystische Dichterin (1207 bis 1282)

gefühlvolles Gedicht von Mechthild von Magdeburg

7. “An Emma
Weit in nebelgrauer Ferne
Liegt mir das vergangne Glück,
Nur an einem schönen Sterne
Weilt mit Liebe noch der Blick;
Aber, wie des Sternes Pracht,
Ist es nur ein Schein der Nacht.
Deckte dir der lange Schlummer,
Dir der Tod die Augen zu,
Dich besäße doch mein Kummer,
Meinem Herzen lebtest du.
Aber, ach! du lebst im Licht,
Meiner Liebe lebst du nicht.
Kann der Liebe süß Verlangen,
Emma, kann’s vergänglich sein?
Was dahin ist und vergangen,
Emma, kann’s die Liebe sein?
Ihrer Flamme Himmelsgluth –
Stirbt sie wie ein irdisch Gut?”
– Friedrich Schiller, einer der bedeutendsten deutschen Dramatiker, Lyriker und Essayisten (1759 bis 1805)

8. “Flamme der Liebe
Wohl zehrt an mir der Krankheit Qual,
Dünn wird mein Haar, mein Antlitz fahl,
Du aber loderst noch wie vor
In tiefster Brust mir hell empor,
Flamme der Liebe!
Ob welkend auch, der Jahre Raub,
Der Leib dahinsinkt, Staub zum Staub:
Dich nähren, stockt das träge Blut,
Der Seele Mark, des Geistes Glut
Flamme der Liebe!
Du stirbst nicht, zieht der Geist auch aus
Aus seinem morschen Erdenhaus;
Du hüllst noch in Verklärungsschein
Den Heimberufnen leuchtend ein,
Flamme der Liebe!
Du stürzest mit ihm licht und hehr
Dich in das ew’ge Strahlenmeer,
Wo jede Welle, die da schwillt,
Wo jeder Tropfen, der da quillt,
Flamme der Liebe!”
– Friedrich Halm, österreichischer Dichter, Novellist und Dramatiker (1806 bis 1871)

9. “Klage
Im sonnigen Schimmer,
so freundlich und warm,
da ging ich süss träumend
mit Liebchen am Arm.

Wie Athem der Liebe,
umfing mich die Luft;
es weh’te mir Freude
im blüthigen Duft.

Rings tönte in Lüften
der Jubelgesang;
des Bächleins Gemurmel
ward flötender Klang.

Wie liebt’ ich die Blumen,
die er mir gepflückt!
Wohl hab’ ich verstohlen
an’s Herz sie gedrückt!

Wir scherzten und hüpften
im sprossenden Hain,
wie Blümchen der Wiese
unschuldig und rein.

Nun weinet die Quelle,
nun seufzet der West,
nun sterben die Blumen,
da er mich verlässt!”
– Sophie Mereau, Schriftstellerin der deutschen Romantik (1770 bis 1806)

10. “Das Opfer, das die Liebe bringt
Das Opfer, das die Liebe bringt,
Es ist das teuerste von allen;
Doch wer sein Eigenstes bezwingt,
Dem ist das schönste Los gefallen.”
– Johann Wolfgang von Goethe, deutscher Dichter und Naturforscher (1749 bis 832)

11. “Echte Liebe.
Echte Liebe lauscht dem Chor
Himmlischer Extasen,
Echte Liebe hat kein Ohr
Fürs Gezänk der Basen.
Echte Liebe müht sich nicht
Mängel zu entdecken,
Späht im goldnen Sonnenlicht
Nicht nach Nebelflecken.
Echte Liebe lacht des Scheins,
Den Vernunft geschrieben,
Echte Liebe kennt nur Eins,
Treu und echt zu lieben!”
– Josef Mauthner, österreichischer Dichter (1831 bis 1890)

12. “Nachtschwärmen
Die alte Pappel schauert sich neigend,
Als habe das Leben sie müde gemacht.
Ich und mein Lieb – hier ruhen wir schweigend –
Und vor uns wallt die drückende Nacht.
Bis sich zwei schöne Gedanken begegnen,
– Dann löst sich der bleierne Wolkenhang.
Goldene, sprühende Funken regnen
Und füllen die Welt mit lustigem Klang.
Ein trüber Nebel ist uns zerronnen.
Ich lege meine in deine Hand.
Mir ist, als hätt ich dich neu gewonnen. –
Und vor uns schimmert ein goldenes Land.”
– Joachim Ringelnatz (auch als Hans Bötticher bekannt), deutscher Schriftsteller, Kabarettist und Maler (1883 bis 1934)

13. “Die Liebe
Die Liebe hat gelogen,
Die Sorge lastet schwer,
Betrogen, ach, betrogen
Hat alles mich umher!
Es rinnen heiße Tropfen
Die Wange stets herab,
Lass ab, lass ab zu klopfen,
Lass ab, mein Herz, lass ab!”
– August Graf von Plate, deutscher Dichter (1796 bis 1835)

Verse über die Liebe von August Graf von Plate

14. “Die Liebe
Ach, was ist die Liebe
Für ein süßes Ding!
Sorgenlos, wie Kinder,
Führt sie uns durchs Leben.
Unser ganzes Leben
Flieht mit ihr geschwinder,
Als uns ohne Liebe
Sonst ein Tag verging!
Ach, was ist die Liebe
Für ein süßes Ding!
Ach, was ist die Liebe
Für ein süßes Ding!
Muth gibt sie zur Arbeit,
Hilft sie uns verrichten.
Eine Blumenkette
Werden unsre Pflichten,
Und am Thron der Liebe
Hängt der Kette Ring.
Ach, was ist die Liebe
Für ein süßes Ding!
Ach, was ist die Liebe
Für ein süßes Ding!
Unsre Seele hebet
Sich auf ihrem Flügel,
Unsre Seele schwebet,
Neu von ihr belebet,
Über Tal und Hügel,
Gleich dem Schmetterling.
Ach, was ist die Liebe
Für ein süßes Ding!”
– Friedrich Wilhelm Gotter, deutscher Lyriker, Dramatiker und Übersetzer (1746 bis 1797)

15. “Liebe gibt und nimmt
Liebe
gibt und nimmt
mit unberechnender Einfalt;
Liebe
lebt in der Lust zu erfreun
erfreuende Liebe;
Liebe
liebt das Geringste, getan
mit herzlicher
Liebe!”
– Johann Kaspar Lavater, schweizer Philosoph und Schriftsteller (1741 bis 1801)

16. “Was ist ein Kuss?
Ein Wunder, ein Geheimnis ist der Kuss;
Denn wie des Morgenlandes Weisen sangen,
Die Lippe küsst, wohin das Herz sich neigt;
Ehrfurcht die Hände, Sklavendienst das Kleid,
Die Freundschaft auf die Wangen; auf die Stirne
Küsst tröstend Mitgefühl; doch auf die Lippen
Drückt Liebe ihren Kuss, wildloderndes
Verlangen auf das müd’ geschoss’ne Auge,
Und Sehnsucht haucht ihn seufzend in die Luft:
Noch mehr! Ein Kuss ist das, was ihr ihn schätzt;
Nichts, wenn ihr scherzt, und wenn ihr’s ernst meint, alles;
Er kühlt und glüht; er fragt und er gibt Antwort,
Er heilt und er vergiftet, trennt und bindet;
Er kann versöhnen und entzweien, kann
Vor Wonne töten, und kann Tote wecken.
Und mehr noch, mehr! Was könnte nicht ein Kuss?”
– Friedrich Halm, österreichischer Dichter, Novellist und Dramatiker (1806 bis 1871)

17. “Mein Herz, ich will dich fragen
Mein Herz, ich will dich fragen,
Was ist denn Liebe? Sag!
„Zwei Seelen und ein Gedanke,
Zwei Herzen und ein Schlag!“
Und sprich, woher kommt Liebe?
„Sie kommt und sie ist da!“
Und sprich, wie schwindet Liebe?
„Die war’s nicht, der’s geschah!“
Und was ist reine Liebe?
„Die ihrer selbst vergisst!“
Und wann ist Lieb’ am tiefsten?
„Wenn sie am stillsten ist!“
Und wann ist Lieb’ am reichsten?
„Das ist sie, wenn sie gibt!“
Und sprich: Wie redet Liebe?
„Sie redet nicht, sie liebt!“„
– Friedrich Halm, österreichischer Dichter, Novellist und Dramatiker (1806 bis 1871)

18. “Liebesgeständnis
Leise hör ich dich rufen
in jedem Flüstern und Wehn.
Auf lauter weißen Stufen,
die meine Wünsche sich schufen,
hör ich dein Zu-mir-gehn.
Jetzt weißt du von dem Gefährten,
und dass er dich liebt … das macht:
Es blühen in seinen Gärten
die lang vom Licht gekehrten
Blüten, blühn über Nacht …”
– Rainer Maria Rilke, österreichischer Dichter und Romantiker (1875 bis 1926)

19. “Woher sind wir geboren…
Woher sind wir geboren?
Aus Lieb.
Wie wären wir verloren?
Ohn Lieb.
Was hilft uns überwinden?
Die Lieb.
Kann man auch Liebe finden?
Durch Lieb.
Was läßt nicht lange weinen?
Die Lieb.
Was soll uns stets vereinen?
Die Lieb.”
– Johann Wolfgang von Goethe, deutscher Dichter und Naturforscher (1749 bis 1832)

Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe

20. “Meine Liebe
Gold’ner als die Sonne glüht,
Reiner als der Mondenschein,
Schöner als die Rose blüht,
Wohnt die Lieb‘ im Herzen mein.
Wenn der Lenz von dannen zieht,
Nimmt er jede Blüth‘ vom Baum;
Meine Liebe geht nicht mit,
Bleibt ein ew’ger Frühlingstraum.
Und wenn Rosen nicht mehr glüh’n,
Nicht mehr lacht der Mondenschein,
Blumen, die da nicht verblüh’n,
Zaubert sie in’s Herz hinein.”
– Marie Eugenie Delle Grazie, österreichische Schriftstellerin, Dramatikerin und Dichterin (1864 bis 1931)

21. “Was ist die Liebe?
O sprich! Was ist die Liebe?
In einem Wort die Welt!
Ein Märchen ohne Ende,
Von Geistermund erzählt;
In einer kleinen Träne
Ein weiter Ozean,
In einem leisen Seufzer
Ein wirbelnder Orkan;
Der Himmel und die Hölle
In einem einz’gen Blick,
Ein allvernichtend Wehe,
Ein allumfassend Glück;
Ein Blitz in einer Berührung,
Der dich durchzuckt mit Macht,
Dich überselig oder
Dich überelend macht;
Die Gegenwart und Zukunft
In einem Druck der Hand;
In einem einz’gen Kusse
Ein lohender Weltenbrand,
Ein magisches Gewebe
Von Traum und Wirklichkeit,
In einem Augenblicke
Die ganze Ewigkeit;
Ein Meisterroman der Schöpfung,
Des Lebens Poesie, –
Das hohe Lied der Seele,
Die Weltensymphonie;
Ein rätselhaftes Dunkel,
Ein Strahl des Gotteslichts,
Ein Engel und ein Dämon,
Ein Alles und ein Nichts!”
– Hermine Cziglér von Vecse-Cappilleri, deutsche Dichterin, Schriftstellerin und Journalistin (1840 bis 1905)

22. “Die Küsse
In Saloniki war es nicht,
Nicht war’s im schmucken Städtchen,
Im am Wlachenland liebt’
Ich einer Witwe Mädchen.
Jetzt schmückte, Mutter, schmück’ das Haus,
Und schmücke deinen Garten!
Die Tochter dein so hold und fein
Soll mich als Braut erwarten.
Sie hat die Lippen rosenrot
Gefärbt mit rotem Scheine;
Ich neige mich und küsse sie,
Und färbte auch die meinen.
In dreien Flüssen wusch ich sie
Und färbte rot die Flüsse,
Und färbte rot das Meer dazu
Durch ihre roten Küsse.”
– Emanuel Geibel, deutscher Lyriker (1815 bis 1884)

23. “Glück
Wie jauchzt meine Seele
Und singet in sich!
Kaum, dass ich’s verhehle,
So glücklich bin ich.
Rings Menschen sich drehen
Und sprechen gescheut,
Ich kann nichts verstehen,
So fröhlich zerstreut. —
Zu eng wird das Zimmer,
Wie glänzet das Feld,
Die Täler voll Schimmer,
Weit herrlich die Welt!
Gepresst bricht die Freude
Durch Riegel und Schloss,
Fort über die Heide!
Ach, hätt ich ein Ross! —
Und frag ich und sinn ich,
Wie so mir geschehn: —
Mein Liebchen herzinnig,
Das soll ich heut sehn!”
– Joseph von Eichendorff, deutscher Dichter (1788 bis 1857)

24. “An Luise
Ists möglich, ferne von der Süßen
So fort zu leben, so verbannt?
Nur über Berg und Tal zu grüßen,
Und nicht ein Blick, nicht eine Hand?

Da ist es wahrlich oft ein Jammer
So manchen lieben, langen Tag,
Bis mir bei Nacht auf meiner Kammer
Einmal ihr Geist erscheinen mag.

Sie setzt sich lächelnd zu mir nieder,
Es brennt ein ruhig Licht dabei,
Sie sagt mir alte, gute Worte wieder
Und sagt mir, dass sie meine sei!”
– Eduard Mörike, deutscher Erzähler, Lyriker und Dichter (1804 bis 1875)

25. “Lied eines Verliebten
In aller Früh, ach, lang vor Tag,
Weckt mich mein Herz, an dich zu denken,
Da doch gesunde Jugend schlafen mag.
Hell ist mein Aug um Mitternacht,
Heller als frühe Morgenglocken:
Wann hättst du je am Tage mein gedacht?
Wär ich ein Fischer, stünd ich auf,
Trüge mein Netz hinab zum Flusse,
Trüg herzlich froh die Fische zum Verkauf.
In der Mühle, bei Licht, der Müllerknecht
Tummelt sich, alle Gänge klappern;
So rüstig Treiben wär mir eben recht!
Weh, aber ich! o armer Tropf!
Muß auf dem Lager mich müßig grämen,
Ein ungebärdig Mutterkind im Kopf.”
– Eduard Mörike, deutscher Erzähler, Lyriker und Dichter (1804 bis 1875)

26. “An meine kleine Freundin
Wer hätte das gedacht,
das kam wohl über Nacht,
denn als ich aufgewacht,
da warst auf einmal du
mein kleiner Herztyrann.
Sieh‘ doch mal einer an,
was Amor alles kann.
Schon weiß ich, was ich tu,
damit du gnädig bist,
und mich nicht gleich vergisst:
Ich mach‘ dir dies Gedicht.
Ich hoff‘, es ist so schlicht,
so süß und zart wie du.”
– Georg Heym, deutscher Lyriker und Expressionist mit pessimistischen Visionen (1887 bis 1912)

27. “Im Rosenbusch, die Liebe schlief
Im Rosenbusch die Liebe schlief,
Der Frühling kam, der Frühling rief;
Die Liebe hört’s, die Lieb‘ erwacht,
Schaut aus der Knosp‘ hervor und lacht,
Und denkt, zu zeitig möchte’s halt sein,
Und schläft drum ruhig wieder ein.
Der Frühling aber läßt nicht nach,
Er küßt sie jeden Morgen wach,
Er kos’t mit ihr früh bis spät,
Bis sie ihr Herz geöffnet hat,
Und seine heiße Sehnsucht stillt,
Und jeden Sonnenblick vergilt.”
– August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, deutscher Hochschullehrer und Dichter (1798 bis 1874)

28. “Ich bin mir meiner Seele
Ich bin mir meiner Seele
In deiner nur bewusst,
mein Herz kann nimmer ruhen,
als nur an deiner Brust!
Mein Herz kann nimmer schlagen
als nur für dich allein.
Ich bin so ganz dein eigen,
so ganze auf immer dein.”
– Theodor Storm, deutscher Schriftsteller (1817 bis 1888)

29. “Du bist wie eine Blume
Du bist wie eine Blume
So hold und schön und rein:
Ich schau‘ dich an, und Wehmut
Schleicht mir ins Herz hinein.
Mir ist, als ob ich die Hände
Aufs Haupt dir legen sollt‘,
Betend, daß Gott dich erhalte
So rein und schön und hold.”
– Heinrich Heine, deutscher Dichter, Schriftsteller und Journalist (1797 – 1856)

Heinrich Heines Liebesdichtung

Moderne Liebesgedichte

Gibt es das perfekte Liebesgedicht? Eine schwere Frage, denn für jeden von uns haben bestimmte Verse und Worte eine andere Bedeutung und hängen auch stark davon ab, wie die innere Gefühlslage, in der man sich gerade befindet, ist.

Doch gerade, wenn man denkt, dass große Dichter und bekannte Autoren schon alles über die Liebe gesagt haben, kommen immer wieder neue Wortspiele ans Tageslicht, die die Liebe in Worten neu erfinden.

Hier folgen die schönsten Liebesgedichte der Gegenwart.

1. “Die Nähe spüren
Es kommt mir vor, wie ein schöner Traum,
wenn ich mit dir in einem Raum.
Du bist für mich das größte Glück,
ich kehre von überall zu dir zurück.
Kein Sturm kann unsere Liebe stören,
wenn wir auf die Stimme des Herzens hören.
Unsere Liebe hat nämlich keine Zügel
und verleiht dabei tatsächlich Flügel.”
– Michael Pohl

Moderne Liebeslyrik von Michael Pohl

2. “Mein Schatz
Ich kann es sagen, mit einem Satz,
du bist für mich der größte Schatz,
der größte Schatz bist du für mich,
denn über alles liebe ich dich,
dich, der du bist mein größter Schatz,
schon zu Ende ist dieser Satz!”
– Unbekannt

3. “Mein ewig‘ Licht
Du bist mein Licht, das ewig scheint,
ein Mensch, der mit mir lacht und weint.
In hellen wie in dunklen Zeiten
möcht‘ ich dich stets und treu begleiten.
Ich kann die Liebe erst verstehen
seit wir den Weg zusammen gehen.
Ich lass‘ dich niemals mehr allein,
denn ohne dich will ich nicht sein…”
(Klaus Enser-Schlag)

4. “Der Sinn des Lebens
Obwohl wir uns sehr häufig sehn`,
muss ich dir etwas schriftlich gestehen.
Du bist der wichtigste Mensch in meinem Leben,
willst niemals nehmen, sondern immer geben.
Dein Herz ist wahrlich blütenrein,
ich kann ohne dich einfach nicht mehr sein.
Empfindest du das ebenso?
Darüber wäre ich sehr froh!”
– Michael Pohl

5. “Nur du
Wörter beginnen mit A, B, C
Zahlen beginnen mit 1, 2, 3
Musik beginnt mit Do, Re, Mi
aber Liebe beginnt mit dir.”
– Unbekannt

6. “Der erste Blick
Ich hatte dich vorher noch nie gesehen,
beim ersten Blick war es geschehen.
Mit diesem Moment hat sich alles gedreht,
meine Sorgen waren wie weggeweht.
Mein Herz schlug plötzlich immer schneller,
mein Mut sank aber in den Keller.
Dennoch will ich verlieren keine Zeit,
ich bin für diesen Schritt bereit.
Du hast nicht nur mein Lächeln erhellt,
sondern mein Leben auf den Kopf gestellt.
Ich liebe dich, das sage ich dir,
mit diesen Worten jetzt und hier.”
– Michael Pohl

7. “Lieben ist Leiden
Es gibt nicht Liebe ohne Leiden –
nun, da bleib ich ganz bescheiden,
von der Liebe halte ich mich fern,
nur mit dir – da leid’ ich gern!”
– Unbekannt

8. “Weg der Liebe
Nur schwer ist die Liebe zu täuschen.
Still sucht sie sich ihren Weg.
Dort wird sie brennen und leuchten;
für den, der den Weg mit ihr geht.

Den wird sie leiten und führen.
So kam sie auch endlich zu mir
und entschieden, sie zu begleiten,
führte ihr Weg mich zu dir.”
– Cornelia Sander

Weg der Liebe Gedicht von Cornelia Sanders

9. “Die Hoffnung
Mehr als dich brauche ich nicht,
denn du bist meines Lebens Licht.
Ich bin bereit dir alles zu geben,
um für immer mit dir zu leben.
Hilf mir! Ich möchte dich erreichen,
möcht niemals von deiner Seite weichen!
Ich kann nicht wissen, was du denkst,
nur hoffen, dass du dein Herz mir schenkst.”
– Mary Jane Clarkson

10. “Liebeskrank
Ach, du lässt mein Herz schnell schlagen
und mir ist auch flau im Magen…
Puls will rasen, Haut möcht‘ fühlen,
Liebesfieber muss abkühlen…
Und ob’s nicht genug schon wär‘,
kommt ein Schluckauf noch daher!
Trotzdem ist die Liebe schön
und der Schluckauf wird vergeh’n…”
– Klaus Enser-Schlag

11. “Man findet die Liebe
Man findet die Liebe,
wenn man nicht nach ihr sucht.
Schon manchen hat sie
mit ihrem Charme verflucht.

So sehr ich auch achtgab,
ihr Fluch traf auch mich
und als Ziel meiner Liebe
wählte er dich.”
– Cornelia Sander

12. “Die Wandlung des Lebens
Ich habe mir früher viel erlaubt,
nicht mehr an die große Liebe geglaubt.
Doch ein kurzer Augenblick, der hat gereicht,
der Alltag fällt mir nun wieder leicht.
Ich denke stets an dich und kann es nicht fassen,
ich will dich nicht mehr gehen lassen.
Ich genieße wirklich jede Sekunde mit dir,
drum` sitze ich nun vor diesem Papier.
Meine Gefühle fließen dabei in jedes Wort,
gehe einfach niemals mehr von mir fort.”
– Michael Pohl

13. “Zweisamkeit
Das Leben kann beschwerlich sein,
wenn Menschen dabei sind allein.
Ich habe diese Situation so satt,
deshalb verwende ich dieses Blatt.
Darauf schreibe ich nur einen Satz:
Ich liebe dich, du bist mein Schatz!”
– Michael Pohl

14. “Das Geständnis
Mit süßem Blick siehst du mich an,
so weiß ich, dass ich nicht mehr kann,
ich muss dir sagen, was ich fühle,
Gedanken kreisen in mir viele.
Ich weiß, du traust dich nichts zu sagen,
doch sollten wir es nun endlich wagen,
uns einander einzugestehn,
einen gemeinsamen Weg zu gehn.”
– Mary Jane Clarkson

15. “Komm zu mir
Komm zu mir
O wende nicht dich ab von mir
Mit Augen tränenschwer!
Zog schöne Freude mich zu dir,
So tut’s das Leid noch mehr.
Nicht frag’ ich, was die süße Lust,
Der Stimme Klang dir nimmt:
Es ist die reiche Menschenbrust
Am leichtesten verstimmt.
O schweig’ nur still! Doch wenn ein Bann
Dich ungewohnt bezwingt,
Wenn, was dich sonst erfreuen kann
Mit holdem Schein, versinkt,
Wenn unter einer Seelenlast
Dein froher Mut entwich –
So komm zu mir zu stiller Rast
Denn sich – ich liebe dich”
– Marie von Najmájer

16. “Die Liebe
Die Liebe hemmet nichts;
sie kennt noch Tür und Riegel
und dringt durch alles sich;
sie ist ohn Anbeginn,
schlug ewig ihre Flügel
und schlägt sie ewiglich
– Matthias Claudius

Modernes Liebesgedicht von Matthias Claudius

Kurze Liebesgedichte

Wenn das Herz nur reden könnte: würde es viele Worte brauchen oder würde es sich kurz und schlicht ausdrücken? Ist es nicht toll, dass man die schönsten Dinge im Leben wie Glück nur spüren kann? Dass es unmöglich ist, sie einzufangen oder festzuhalten?

Sind Glück und Liebe nicht pfiffige Herz-Sprüche, die uns immer wieder und neu wie ein Pfeil treffen? So sind auch die folgenden kurzen Liebesgedichte zum Genießen.

2. “Liebe
Die Liebe, wenn sie neu,
braust wie ein junger Wein:
Je mehr sie alt und klar,
je stiller wird sie sein.”
– Angelus Silesius, deutscher Arzt, Priester und Dichter (1624 bis 1677)

kleines Liebesgedicht von Angelus Silesius

1. “Die Blume der Liebe
Die Blume der Liebe ist von jeher die Rose.
Trotz ihrer Dornen wird sie geliebt.
Wie die Dornen der Rose zu manchen Zeiten
kann auch die Liebe Schmerzen bereiten.
Und doch – wie schön, dass es sie gibt.”
– Anita Menger

3. “Tag und Nacht
Tag und Nacht gibt‘s nur dich.
Mein Stern, mein Held, mein Traum.
Für dich, jeden Morgen ein Gedicht,
dass du mich ja nicht vergisst!
Denn ich liebe dich!”
– Unbekannt

4. “Wie die Blume ihre Blätter
Wie die Blume ihre Blätter
strecke ich meine Liebe nach dir aus,
bin deine Rose, Tulpe, Nelke,
bin dein großer Blumenstrauß.”
– Unbekannt

5. “Zweifle nicht
Zweifle an der Sonne Klarheit,
Zweifle an der Sterne Licht,
Zweifl’, ob lügen kann die Wahrheit,
Nur an meiner Liebe nicht.”
– William Shakespeare, englischer Dichter, Dramatiker, Schauspieler und Theaterleiter (1564 bis 1616)

6. “Tränen
Vor den Altar habe ich dich geführt,
zu Tränen hast du mich gerührt.
Die ewige Liebe hast du mir versprochen,
doch du hast dein Wort gebrochen.”
– Jose Candeias

7. “Ich Liebe dich
Komm her und setz dich nieder auf meinen Schoß,
weil ich dir was erzählen muss,
denn meine Liebe zu dir ist so groß,
dass ich sie dir nun schenke, mit einem Kuss.”
– Unbekannt

8. “Lieben ist Leben
So komme, was da kommen mag,
solange du lebst, ist es Tag
Und geht es in die Welt hinaus,
wo du mir bist, bin ich zu Haus.
Ich seh’ dein liebes Angesicht,
ich seh’ die Schatten der Zukunft nicht.”
– Theodor Storm, deutscher Schriftsteller (1817 bis 1888)

9. “Ich will dich nicht mehr missen
Denk ich an deinen zarten Mund,
möcht‘ ich dich nur noch küssen,
die Leidenschaft nimmt überhand,
ich will dich nicht mehr missen.”
– Erik Veit

10. “Das Glück
Wie fern die Einsamkeit jetzt scheint…
Wir sind in Liebe nun vereint.
Das Glück hat mich zu dir geführt,
ich liebe dich – und bin gerührt…”
– Klaus Enser-Schlag

Lieber Reim von Klaus Enser-Schlag

Ein “Liebe ist”-Spruch oder Liebesreim für deinen Schatz muss nicht immer lang sein

11. “Man merkt
Man liest ein Buch zum 5ten mal
und merkt erst jetzt, wie gut es ist!
Man hört ein Lied zum 10ten mal
und merkt erst jetzt, wie schön es ist!
Ich kenne dich schon mein Leben lang
und merke erst jetzt, wie toll du bist!
Ich Liebe dich!”
– Unbekannt

12. “Sonnenschein
Du bist mein einziger Sonnenschein,
spendest mir Licht zur Nacht und zu Tag,
niemals lasse ich dich allein,
weil ich dich immer bei mir haben mag.”
– Unbekannt

13. “Gute Nacht
Gute Nacht, mein kleiner Stern,
ich liebe dich, ich hab‘ dich gern,
ich träum‘ die ganze Nacht von dir
und wünschte so, du wärst bei mir.”
– Gregor Birle

14. “Du meine Sonne
Du meine Sonne,
Du mein Segen!
Wenn du nicht da bist,
kann ich nicht leben.
Lass nicht zu viel Zeit vergeh´n,
bis wir uns endlich wiederseh´n!”
– Ditha

15. “Ewige Liebe
Die Liebe hemmet nichts;
Sie kennt nicht Tür noch Riegel
Und drängt durch alles sich:
Sie ist ohn’ Anbeginn,
Schlug ewig ihre Flügel
Und schlägt sie ewiglich.”
– Theodor Storm, deutscher Schriftsteller (1817 bis 1888)

16. “Der Liebende seinem Mädchen
Leb wohl, du warst für mich der Sinn der Welt.
Ich sprach sie heilig, weil sie dich geboren.
Ihr ganzer Wert war nur auf dich gestellt
und ist mit dir für immer verloren.
– Christian Morgenstern, deutscher Schriftsteller (1871 – 1914)

17. “Die Sonne scheint für uns so hell
Die Zeit mit dir vergeht so schnell,
die Sonne scheint für uns so hell,
mit uns beiden ist es schön,
ich möchte immer mit dir gehen.”
– Unbekannt

18. “Amors Pfeil
Amors Pfeil hat Widerspitzen.
Wen er traf, der laß’ ihn sitzen,
Und erduld’ ein wenig Schmerz!
Wer geprüften Rat verachtet,
Und ihn auszureißen trachtet,
Der zerfleischt sein ganzes Herz.”
– Gottfried August Bürger, deutscher Dichter, Theologe und Jurist (1747 bis 1794)

19. “Liebe hat zwei Seiten
Wer liebt, der hat nicht mehr die Wahl,
ob Liebesglück oder auch Qual,
ob Freude nur oder auch Tränen –
Wie die Liebe ist, so müssen wir sie nehmen!”
– Unbekannt

20. “Liebe
Es ist ein Glück zu wissen, dass du bist,
Von dir zu träumen hohe Wonne ist,
Nach dir sich sehnen, macht zum Traum die Zeit,
Bei dir zu sein, ist ganze Seligkeit.”
– Otto Julius Bierbaum, deutscher Journalist, Redakteur, Schriftsteller und Librettist (1865 bis 1910)

Gedicht für Verliebte von Otto Julius Bierbaum

Liebeszitate zum Nachdenken

Man sagt, dass Liebe durch den Kopf geht. So ist es auch kein bisschen verkehrt einen Blick auf diese Liebessprüche und Zitate zu werfen, um die Liebe und ihre Bedeutung in Gedanken ein wenig einsickern zu lassen.

Liebe Sprüche zum Nachdenken über Gefühle und andere Werte der Liebe eignen sich außerdem auch toll als Gratulation zur standesamtlichen Hochzeit, Glückwünsche für die Hochzeit für deine Liebsten oder sogar als Glückwunsch zur diamantenen Hochzeit.

1. “Es gibt kaum ein beglückenderes Gefühl, als zu spüren, dass man für andere Menschen etwas sein kann.”
– Dietrich Bonhoeffer, deutscher lutherischer Theologe (1906 bis 1945)

2. “Im Herzen eines Menschen ruht der Anfang und das Ende aller Dinge.”
– Leo Tolstoi, russischer Schriftsteller (1828 bis 1910)

3. “Das große Glück in der Liebe besteht darin, Ruhe in einem anderen Herzen zu finden.”
– Julie de Lespinasse, französische Schriftstellerin (1732 bis 1776)

4. “Es gibt keine Grenzen. Weder für Gedanken noch für Gefühle. Es ist die Angst, die immer Grenzen setzt.“
– Ingmar Bergman

5. “Wo Liebe wächst, gedeiht Leben – wo Hass aufkommt, droht Untergang.”
– Mahatma Gandhi, indischer Rechtsanwalt, Publizist, Morallehrer, Asket und Pazifist (1869 bis 1948)

6. “Es muss von Herzen kommen, was auf Herzen wirken soll.”
– Johann Wolfgang von Goethe, deutscher Dichter und Naturforscher (1749 bis 832)

Johann Wolfgang von Goethes Zitat über die Liebe

7. “Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen.”
– Albert Schweitzer, deutsch-französischer Arzt, Theologe, Musiker und Kulturphilosoph (1875 bis 1965)

8. “Man kann sich wohl in einer Idee irren, man kann sich aber nicht mit dem Herzen irren.”
– Fjodor Michailowitsch Dostojewski, russischer Schriftsteller (1821 bis 1881)

9. “Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet. Je mehr jemand die Welt liebt, desto schöner wird er sie finden.”
– Christian Morgenstern, deutscher Schriftsteller (1871 – 1914)

10. “Es gibt nichts Schöneres, als geliebt zu werden, geliebt um seiner selbst willen oder vielmehr trotz seiner selbst.”
– Victor Hugo, französischer Schriftsteller (1802 bis 1885)

11. “Eine Mutter ist der einzige Mensch auf der Welt, der dich schon liebt, bevor er dich kennt.”
– Johann Heinrich Pestalozzi, Schweizer Pädagoge und Sozialreformer (1746 bis 1827)

12. “Die Liebe wird dich finden, sobald du gelernt hast, dich selbst zu lieben.”
– Unbekannt

Romantische Liebesgedichte zum Weinen

Liebesgedichte müssen nicht unbedingt immer eine Beziehung beschreiben. Liebesgedichte rühren auch andere, die nicht verliebt sind, sondern vor allem jene, die unglücklich verliebt sind, zu Tränen.

Diese romantischen Liebesgedichte lassen niemanden kalt.

1. “Sehnsucht gab mir ihr weites Kleid,
Seine Naht ist lang wie die Ewigkeit.
Streicht die Sehnsucht um das Haus,
Trocknen die plaudernden Brunnen aus;
Die Tage kommen wie Tiere daher,
Du rufst ihre Namen, sie atmen nur schwer;
Du suchst dich im Spiegel, der Spiegel ist leer,
Hörst nur der Sehnsucht Schritt,
Du selbst bist nicht mehr.”
– Max Dauthendey

2. “Trennung
Muss es eine Trennung geben,
Die das treue Herz zerbricht?
Nein, dies nenne ich nicht leben,
Sterben ist so bitter nicht.

Hör’ ich eines Schäfers Flöte,
Härme ich mich inniglich,
Seh ich in die Abendröte,
Denk ich brünstiglich an dich.

Gibt es denn kein wahres Lieben?
Muss denn Schmerz und Trauer sein?
Wär ich ungeliebt geblieben,
Hätt’ ich doch noch Hoffnungsschein.

Aber so muss ich nun klagen:
Wo ist Hoffnung, als das Grab?
Fern muss ich mein Elend tragen,
Heimlich stirbt das Herz mir ab.”
– Ludwig Tieck

3. “Der Kuss
Der Kuss von dir berührt mein Herz,
sehn mich nach dir, bin wie von Sinnen
der letzte Kuss, erfüllt von Schmerz
ein letztes Mal der Zeit entrinnen.

Mein Herz zerreißt für alle Zeit,
bin einsam und allein,
seh dich in meiner Einsamkeit,
will immer bei dir sein.

Ein Moment mit dir voll Glück,
voll Wärme und Geborgenheit
war nur ein kurzer Augenblick
für’s jetzt und für die Ewigkeit.”
– Unbekannt

4. “Ich sehe
Ich sehe, wie du vor mir stehst,
und ich sehe, wie du von mir gehst.
Ich sehe, wie du andere küsst,
und ich sehe, wie du mich erdrückst.
Aber ich sehe deine Gefühle nicht,
und sehe, wie dabei mein Herz zerbricht.”
– Unbekannt

romantische Verse

5. “Ich will dich wiederhaben
Ich will dich wiederhaben,
ich sehne mich nach dir…
Was soll ich so alleine
denn auf der Welt noch hier?
Ich will dich herzen, küssen,
um deinen roten Mund
wollt ich, Geliebter, steigen
bis in der Erde Grund.
Mein Herzblut wollt ich geben
und alle Schönheitsmacht,
könnt ich damit dein Leben
gewinnen eine Nacht!”
– Unbekannt

6. “Einmal nur
Einmal nur möchte ich in deinen Armen liegen.
Einmal nur mit dir durch meine Träume fliegen.
Einmal nur deinen Atem am Nacken spüren.
Einmal nur ganz sanft deinen Körper berühren.
Einmal nur du und ich – ganz allein.
Einmal nur dein Lächeln für mich.
Und dann einfach nur sagen:
„ICH LIEBE DICH!!”
– Unbekannt

7. “Der graue Tag
Legt seine Wolken an meine Brust,
Mein Herz steht leer.
Mein Herz ist dunkel und wolkenschwer,
Ich habe so lange nicht mehr geküsst,
Ich küsse so gerne.
Lippen und Seele warten auf dich,
Du Herz der Ferne.”
– Unbekannt

Liebeslyrik – Gedichte über Liebe

Was wäre die Liebe, wenn sie nicht über uns alle wachen würde? So gibt es auch Liebesgedichte über die Liebe, die die Liebe beschreiben und ihre Einzigartigkeit, Kraft und Macht darstellen versucht.

1. “Ich wache über dich, ob Tag, ob Nacht.
Zu jeder Zeit wache ich über dich.
Hörst du meine Worte, leise an deinem Ohr.
Wie ich dir sage, ich bin bei dir!
Ich schütze dich, so gut ich nur kann.
Am Tage bin ich für, dich unsichtbar.
Doch bei Nacht siehst du mich, ich halte in deinen
Träumen, wache und beschütze dich.
Ich schütze dich vor Kummer und Sorgen.
Spürst du mich, wie ich meine Hände ganz sanft
schützend über deinen Körper halte.
Mein Atem dich sanft berühr am Nacken.
Hörst du meine Worte, wie ich leise zu dir sage,
ich bin nur für dich da.
Ob Tag, ob Nacht, zu jeder Zeit.
Schütze ich dich!”
– Unbekannt

2. “Auf der Suche nach mir selbst, nach meinem
eigenen ich, fand ich den Menschen,
der mir helfen wird, mich selbst zu verstehen,
und der mich trotzdem mein Leben leben lässt.
Mir fehlen nur zu oft die Worte.
Worte, um dir klarzumachen
und verständlich zu machen.
Dass du für mich etwas ganz Besonderes bist.
Ich liebe dich!!!
Du gabst mir halt, warst für mich da.
Hattest Verständnis für so viele Dinge.
Glaube mir, du bist für mich etwas ganz Besonderes.
Ich brauche dich.”
– Unbekannt

3. “An die Liebe
Tochter der Natur,
Holde Liebe!
Uns vergnügen nur
Deine Triebe.
Gunst und Gegen-Gunst
Geben allen
Die beglückte Kunst
Zu gefallen.”
– Friedrich Schiller, einer der bedeutendsten deutschen Dramatiker, Lyriker und Essayisten (1759 bis 1805)

Wunderschönes Liebesgedicht von Friedrich Schiller

4. “Liebe ist wie ein Regen nach langer Trockenzeit.
Liebe ist wie der Frühling nach dem kalten Winter.
Liebe ist wie eine rosarote Brille, die einem das Leben
lebenswert macht.
Die Liebe bist du! Und wenn du bei mir bist, hat alles
Leben einen Sinn. Wenn du da bist, bricht das Glück aus
mir heraus. Doch wenn du mich verlässt, verlässt mich auch
das Gefühl der Liebe, der Geborgenheit und des Glücks.
Dann kehrt der Winter wieder ein. Der kühle Alltag frisst mich auf.
Ich kann ohne dich nicht leben, ohne das Gefühl der Liebe für dich.
Ich brauche dich, wie die Natur ohne Sonne und ohne Regen
stirbt, so stirbt auch ein Teil von mir, wenn du nicht da bist.
Jetzt weiß ich, was die Liebe ist.
Die Liebe bist du.”
– Unbekannt

5. “Liebe hat einen langen Atem. Sie gibt nicht
gleich bei einer Enttäuschung auf. Sie sieht mehr in
einem Menschen, als der erste Blick verspricht.
Sie sieht eine liebenswerte Person.
Liebe hat einen langen Atem.
Sie überdauert Abschied und Trennung, sie hat Bestand
auch über weite Entfernung. Liebe kann loslassen.
Sie will nicht besitzen. Sie will das Beste für die geliebte Person.”
– Unbekannt

Abschließende Gedanken

Auf der Welt gibt es unendlich viele Liebesgedichte, die Hoffnung geben, trösten, Erinnerungen wecken und vielen von uns das Tagträumen ermöglichen.
Zärtliche Liebesgedichte sind eine Welt für sich und das Spektrum der Gefühle, die sie umfassen, ist enorm.

Hier habe ich versucht, die schönsten Liebesgedichte zu sammeln und ich hoffe, dass du dein kleines Liebesgedicht hier gefunden hast, mit welchem du deinen Schatz überraschen kannst.

Man muss nicht unbedingt verliebt sein, um ein Gedicht über Liebe verstehen und die Gefühle aus diesen Zeilen herauslesen zu können.

In diesen Gedichten ist Liebe, Schmerz, Sehnsucht und Romantik eingefangen und an uns liegt es, sie einfach nur zu genießen.

Liebesbriefe und Sprüche über das Herz, den Schmerz und die Liebe sind und bleiben etwas ganz Besonderes, für das Auge unsichtbar, doch kostbar, etwas, was man fühlen muss.

Und obwohl Reime bekannter Persönlichkeiten beliebt sind, sind persönliche und ehrliche Worte aus der Tiefe des eignen Herzens wertvoll und kostbar.

Ich wünsche dir noch viel Spaß beim Stöbern und trau dich, dein eigenes Gedicht zu verfassen.

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