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Kurkuma In Der Schwangerschaft – Vorteile Und Risiken

Kurkuma In Der Schwangerschaft – Vorteile Und Risiken

Kurkuma ist ein “Superfood”, das immer mehr Aufmerksamkeit genießt.

Wenn du ebenfalls, dieses orange-gelbe Gewürz lieb gewonnen hast, fragst du dich nun bestimmt, ob du Kurkuma in der Schwangerschaft weiterhin als Gewürz deiner Lieblingsgerichte verwenden kannst.

In der Schwangerschaft ist dein Nährstoffbedarf so hoch wie nie zuvor im Leben und genau aus diesem Grund sollte dir eine ausgewogene und gesunde Ernährung während du schwanger bist eine Priorität sein.

Denn Lebensmittel, die normalerweise deinen Speiseplan ergänzen und als unbedenklich gelten, können nun in der Schwangerschaft durchaus Probleme verursachen und Risiken in sich bergen, die dir und deinem Baby schaden könnten.

Ein wenig Vorsicht oder sogar Verzicht auf manche Lebensmittel sind von daher ein Muss.

Die Zusammenstellung deiner Mahlzeiten muss nun für einige Zeit geändert werden und das gilt vor allem für Kräuter und Gewürze, die deine Speisen ergänzen.

Du hast bestimmt schon darüber gelesen, dass roher Fisch und rohes Fleisch, geräucherte Fleischerzeugnisse, wie Speck zum Beispiel, die beliebte Salami und einige Milchprodukte ein No-Go sind, Alkohol und Kaffee sowieso.

Doch vielleicht ist dir gar nicht so bewusst, dass auch einige Gewürze und Kräuter, die in jeder Küche vorzufinden sind, ebenfalls als kritisch angesehen werden.

Bekannt ist, dass das Superfood Kurkuma wie viele andere beliebte Gewürze, wie zum Beispiel Nelke, Kardamom und Oregano, von denen in der Schwangerschaft ebenfalls abgeraten wird, wichtige Inhaltsstoffe beinhalten, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken.

Komposition mit Schale mit Kurkumapulver auf Holztisch

Doch, ob Kurkuma bei Schwangerschaft ebenfalls Vorteile aufweist, ist fraglich.

Denn auf diese Frage gibt es leider keine pauschale Antwort, denn es fehlen medizinische Langzeitstudien darüber, ob Kurkuma schädlich ist oder nicht.

Kurkuma ist ein Gewürz, das Menschen seit Tausenden von Jahren sowohl für den Geschmack als auch aufgrund seiner medizinischen Eigenschaften verwenden.

Die Kurkuma Wurzel ist entzündungshemmend und reich an Antioxidantien.

In Indien zum Beispiel setzt man 8 bis 12 Gramm Curcumin täglich als Verhütungsmittel ein.

Doch trotz ihrer positiven Eigenschaften wird von der Einnahme von Kurkuma in der Schwangerschaft gewarnt.

Hoch dosiert kann sich Kurkuma negativ auf deine Schwangerschaft auswirken.

In großen Mengen kann Kurkuma Krämpfe oder eine Blutung in der Gebärmutter hervorrufen, denn sie hemmt die Blutgerinnung, was im schlimmsten Fall zu einer Frühgeburt oder sogar Fehlgeburt führen kann.

Auch wenn eine heilende Wirkung von Kurkuma nicht zu ignorieren ist und sie viele gesundheitsfördernde Substanzen deinem Körper bietet, fehlt es an Studien, die den Verzehr von Kurkuma in der Schwangerschaft empfehlen würden.

Einige Mediziner betrachten kleine Mengen Kurkuma als unkritisch, während andere komplett vom Verzehr von Kurkuma abraten.

Insbesondere warnen sie vor Nahrungsergänzungsmittel, die den Hauptwirkstoff Kurkumin (Curcumin) enthalten.

Wenn sich sogar Ärzte nicht einig sein können, dann solltest du ebenfalls diese goldene Regel zu Herzen nehmen: Wenn ein Risiko besteht, dann solltest du dieses Gewürz, Lebensmittel oder etwas anderes lieber ganz meiden.

Kurkuma in der Schwangerschaft – gesund oder gefährlich?

Schale und Löffel mit Kurkumapulver auf dem Tisch

Kurkuma ist dank ihrer positiven Eigenschaften weltweit bekannt und hat sich auch bei uns nahezu in jeder Küche als Gewürz etabliert.

Doch nicht nur als Gewürz ist Kurkuma beliebt und verbreitet.

Kurkuma ist seit Jahrhunderten ein wichtiger Bestandteil der ayurvedischen Gesundheitslehre und traditionellen chinesischen Medizin (TCM).

Bekannt auch als Gelbwurzel, gelber Ingwer und letztlich chinesische Wurzel wirkt sie antioxidativ und verdauungsfördernd.

Als Nahrungsergänzungsmittel wird Kurkuma gegen Kopfschmerzen, Bronchitis, Sodbrennen, Darmbeschwerden und sogar Fieber und Schnupfen eingesetzt und viele Menschen schwören auf ihre Heilkraft.

Obwohl ihr viele positive Eigenschaften nachgesagt werden, wird vom Verzehr von Kurkuma in der Schwangerschaft abgeraten.

Denn Kurkuma ist auch für ihre Nebenwirkungen bekannt. Zu hohe Dosen von Kurkuma können Magen-Darm-Beschwerden und Krämpfe auslösen, was in einer Schwangerschaft ein Problem darstellen könnte.

Diese Nebenwirkungen können eine Schwangerschaft dermaßen beeinflussen, sodass es sogar zum Abort oder einer Frühgeburt kommen könnte.

Weitere Nebenwirkungen vom Verzehr von Kurkuma:

• Beeinträchtigt die Verdauung

• Beeinträchtigt den Hormonhaushalt

• Beeinträchtigt die Aufnahme anderer Nährstoffe aus anderen Lebensmitteln.

Kurkuma in der Schwangerschaft – erlaubt?

Frau macht ein Pulver aus Kurkuma in Schüssel

Wie bei allen anderen natürlichen Substanzen spielt die richtige Dosierung eine wichtige Rolle.

Obwohl von Kurkuma in der Schwangerschaft abgeraten wird, sind laut manchen Ärzten geringe Mengen Kurkuma bedenkenlos.

Demnach sind Gewürzmischungen wie Curry zum Beispiel sicher und werden dir oder deinem Baby keinen Schaden verursachen.

Wovor viele Fachleute jedoch warnen, sind große Mengen vom Kurkumapulver, die in der Goldenen Milch oder in Kapseln vorhanden sind.

Für die Goldene Milch verwendet man 1 Teelöffel Kurkumapulver und in einem Teelöffel sind mehr als 1 Gramm enthalten sowie in Kurkuma-Kapseln die als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden.

Nicht nur von Kurkuma wird in der Schwangerschaft abgeraten. Mit Oregano, Zimt, Nelke und Kardamom ist in der Schwangerschaft ebenfalls Vorsicht angesagt, denn sie können sich in größeren Mengen ebenfalls negativ auf die Schwangerschaft auswirken und sogar vorzeitige Wehen auslösen.

Wie viel Kurkuma in der Schwangerschaft?

Schale mit aromatischem Kurkuma auf Holztisch

Das Bedenkliche an Kurkuma für dich als Schwangere sind die Eigenschaften des in der Knolle enthaltenen Wirkstoff Kurkumin (Curcumin).

Dieser kann für dich und dein Baby in großen Mengen gefährlich sein.

Curcumin kann sich auf deinen Hormonspiegel von Östrogen auswirken und ihn durcheinander bringen.

Östrogen ist unter anderem ein Hormon, das während der Schwangerschaft eine große Rolle spielt und für das Wachstum der Plazenta bedeutend ist.

Darüber hinaus kann ein aus dem Gleichgewicht gebrachter Hormonspiegel von Östrogen während der Schwangerschaft Uterus Kontraktionen auslösen, wobei vorzeitige Wehen einsetzen.

Mittlerweile ist auch bekannt, dass die Einnahme von Kurkuma eine Hemmung der Blutgerinnung auslöst, wobei in der Schwangerschaft dadurch Gefahren vor eventuellen Blutungen, vorzeitigen Wehen und schlimmstenfalls eine Fehlgeburt verursacht werden können.

Obwohl es bislang keine eindeutigen Studien darüber gibt, sind dies alles Gründe, weshalb sich Experten größtenteils einig sind, dass Schwangere auf die Einnahme von Kurkuma verzichten sollten.

Zudem sollten sie sich vor allem von Nahrungsergänzungsmittel wie Kurkuma Kapseln in der Schwangerschaft fernhalten und sich dem Risiko nicht aussetzen.

Doch, der Kurkuma-Gehalt, wie in Gewürzmischungen für Curry zum Beispiel, ist eindeutig geringer, sodass du solche Gewürzmischungen in der Küche auch in der Schwangerschaft verwenden darfst.

Darf man Kurkuma in der Schwangerschaft essen?

Kurkumapulver in weißer Schale mit frischer Kurkuma auf dem Tisch

Du kannst deine Mahlzeiten und Getränke durchaus mit Kurkuma während der Schwangerschaft bereichern unter der Voraussetzung, dass du es nicht übertreibst.

Geringe Mengen von Kurkumapulver oder der Kurkuma-Wurzel gelten als sicher.

Hier sind einige Ideen, wie du Kurkuma genießen kannst und darfst:

• Du kannst eine Prise Kurkumapulver auf gekochte Eier, Salate oder Getreidemahlzeiten streuen

• Du darfst auch in Smoothies und Säfte ein wenig Kurkuma mischen

• Ein Kurkuma-Tee in der Schwangerschaft gilt als verboten, doch du darfst deinen gewöhnlichen Tee mit ein wenig Kurkuma und einer Prise Zitrone oder Honig süßen

Kurkuma in der Schwangerschaft – vorzeitige Wehen?

Junge schwangere Frau fühlt Wehe auf dem Bett

Wie schon erwähnt, steht Kurkuma unter Verdacht vorzeitige Wehen auslösen zu können, was ein triftiger Grund ist, auf dieses Gewürz in der Schwangerschaft zu verzichten.

Doch diese Eigenschaft kann auch zugutekommen, falls du zum Beispiel schon über deinem Geburtstermin bist und dein Baby ungeduldig erwartest.

So kannst du deinem Baby mithilfe der Kurkuma-Knolle, Zimt, Kardamom oder Ingwertee ein bisschen auf die Sprünge helfen.

Beachten solltest du dennoch, dass du vor der Einnahme dieser Kräuter dies mit deinem Frauenarzt oder Hebamme besprechen solltest und nichts auf eigene Faust einnehmen, denn auch wenn sie vorzeitige Wehen auslösen, muss es nicht heißen, dass es bei dir auch der Fall sein wird.

Kurkuma in der Stillzeit

Frau sitzt auf dem Bett und stillt Baby auf dem Stillkissen

Das Baby ist endlich da und ein neuer Lebensabschnitt beginnt, doch wenn du gedacht hast, dass du nun wieder zum Alten zurückkehren kannst, täuschst du dich.

Auch in der Stillzeit bestehen so manche Einschränkungen und eine davon ist weiterhin die Einnahme von Kurkuma.

Während du dein Baby stillst, ist nicht nur die Einnahme von Kurkuma bedenklich, auch Nahrungsergänzungsmittel, die den Wirkstoff Kurkumin in hohen Dosen enthalten, sind ebenfalls verboten.

Denn wie du ja schon bestimmt weißt, haben Babys noch keinen ausgereiften Organismus, sodass sie bestimmte Gewürze und Speisen nicht verdauen können und dass durch deine Muttermilch das Baby auch auf einige mit Blähungen und anderen Verdauungsproblemen reagieren kann.

In der Stillzeit solltest du auf die Flüssigkeitszufuhr besonders achten und scharfe und stark gewürzte Speisen sowie Lebensmittel, wo du weißt, dass sie schwer verdaulich sind, verzichten, um deinem Baby und letztendlich dir selbst Probleme zu ersparen.

Verzehr von Kurkuma – ab wann ist er wieder unbedenklich?

großer Holzlöffel voll Kurkumapulver und frischer Kurkuma auf dem Tisch

Bei uns ist Kurkuma erst seit einigen Jahren bekannt und es gibt spärliche wissenschaftliche Studien darüber, wie sich Kurkuma auf eine Schwangerschaft tatsächlich auswirken kann.

Aufgrund dieser mangelhaften Informationen solltest du als Schwangere und später auch als stillende Mutter lieber auf Kurkuma verzichten.

Denn obwohl Kurkuma als sehr gesund gilt, weiß noch niemand genau, wie sich dieses immer beliebter werdende Gewürz auf die Entwicklung deines Babys auswirken kann.

Es gibt einfach zu wenig Informationen darüber, um sagen zu können, ob es schlecht oder gut ist.

Doch wenn du mit der Stillzeit abgeschlossen hast, darfst du wieder Kurkuma verzehren.

Kurkuma – schwanger werden – Erfahrungen

Rohe orangefarbene Bio-Kurkumawurzel und Pulver auf dem Küchentisch

Kurkuma kann tatsächlich deinen Kinderwunsch unterstützen.

Einige Studien kamen mit dem Ergebnis, dass der Wirkstoff Kurkumin aus der Kurkuma Knolle deine Fruchtbarkeit fördern kann.

In diesem Fall wirkt sich der Wirkstoff Curcumin positiv auf den Östrogenhaushalt aus, welcher wiederum auf die Hirnanhangsdrüse wirkt, die darauffolgend ein bestimmtes Hormon freilässt, welches gemeinsam mit dem Hormon Progesteron zu einem Eisprung führt.

Darüber hinaus ist aus diesen Studien auch hervorgegangen, dass sich Curcumin positiv auf die Spermienproduktion auswirkt.

In beiden Fällen solltest du jedoch Rücksicht auf die Dosis nehmen, denn in zu hohen Mengen kann Curcumin eher das Gegenteil auslösen.

Bei zu hoher Dosis senkt dieser Wirkstoff den Testosteronspiegel im Blut und schränkt die Bewegungen der Spermien ein und in deinem Körper könnten zu hohe Mengen Curcumin den Eisprung hemmen.

Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach beträgt eine Kinderwunsch fördernde Dosis Curcumin ungefähr 3 Gramm pro Tag, wobei genau so viel auch bei Verdauungsproblemen eingesetzt wird.

Gut zu wissen ist auch, dass Kurkuma in Verbindung mit schwarzem Pfeffer und etwas fett am besten ist.

Der Grund dafür liegt darin, dass der Inhaltsstoff im schwarzen Pfeffer nämlich Piperin, die Aufnahme des Wirkstoffs Curcumin um das 20-Fache erhöht.

Empfohlene Dosis pro Tag bei Kinderwunsch:

• In Form von Gewürzpulver: 1 Teelöffel 1-2 Mal pro Tag

• In Form von Kapseln: 400 – 600 Milligramm dreimal pro Tag

• In Form von flüssigem Extrakt: 30 – 90 Tropfen (1:1 Gehalt) einmal täglich

Abschließende Gedanken

Kleine Kurkuma-Setzlinge auf dem Boden mit Kurkuma in wbassinet

Liebe werdende Mama, wie du ja gelesen hast, ist Kurkuma tatsächlich aufgrund ihrer vielen wertvollen Inhaltsstoffe ein Superfood, jedoch eins, auf welches du in dieser besonderen Zeit verzichten solltest.

Nicht nur in der Schwangerschaft, sondern auch in der Stillzeit solltest du deinen Verzehr von Kurkuma minimieren, um möglichen Risiken auszuweichen.

Doch nicht traurig sein, auch wenn gewisse Gewürze und Lebensmittel nun als kritisch eingestuft werden, gibt es viele andere leckere Varianten zu entdecken, die dir und deinen tobenden Hormonen bestimmt gefallen werden.

Es ist nicht für immer!

Es ist nur für eine gewisse Zeit und wenn du daran denkst, was du damit bekommst, nämlich ein gesundes Baby, dann wird es dir auch bestimmt nicht schwerfallen zu verzichten und ein wenig mehr auf deine Ernährung zu achten.

Ich wünsche dir noch eine schöne Schwangerschaft und viel Glück bei der Geburt.

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