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Warum Teewurst in der Schwangerschaft gefährlich ist

Warum Teewurst in der Schwangerschaft gefährlich ist

Egal, ob du bereits vor der Schwangerschaft gerne Teewurst gegessen hast oder dich plötzlich der Heißhunger auf die Rohwurst packt – du solltest diese Fleischspezialität zur Sicherheit des Ungeborenen meiden.

Die deutsche Delikatesse steht ganz oben auf der roten Liste, also mach während deiner Ernährung in der Schwangerschaft einen ganz großen Bogen um sie herum.

Es gibt zwar klare Vorgaben und mehrere Sicherheitsverfahren für die Herstellung von streichfähigen Rohwürsten, trotzdem lässt sich selbst nach einer fachlichen Beurteilung der Schutzgemeinschaft Deutsche Teewurst e. V. nicht völlig gewährleisten, dass Fertigprodukte frei von Krankheitserregern sind.

In diesem Beitrag findest du fundierte Infos darüber, welche Erreger für dich und dein Baby gefährlich werden können.

Du erfährst auch, warum es außer dem völligen Verzicht auf Teewurst keine sichere Möglichkeit gibt, dich und das Ungeborene zu schützen.

Darum ist Teewurst für Schwangere tabu

Teewurst wird bei der Herstellung zwar gepökelt, geräuchert und fermentiert, aber nicht ausreichend erhitzt. Das bietet Krankheitserregern wie Salmonellen, Listerien und Toxoplasmen die Chance, sich anzusiedeln und zu vermehren.

Laut einem Artikel des Berufsverbands Deutscher Internistinnen und Internisten besteht bei einer Salmonelleninfektion in der Schwangerschaft das Risiko einer Frühgeburt. Bei einem schweren Verlauf der Krankheit bei der werdenden Mutter kann auch die Gesundheit des Ungeborenen gefährdet sein.

Unter den Erregern können besonders Listerien und Toxoplasmen für dein Baby im Bauch zu ernsthaften gesundheitlichen Schädigungen führen.

Das Medizinische Labor Wahl klärt in seinem Beitrag darüber auf, dass eine Erstinfektion der Mutter mit Toxoplasmose in der Frühschwangerschaft zu einer Fehlgeburt führen kann.

Antikörper gegen Toxoplasmen bei Schwangeren schützen das Baby

Falls die werdende Mutter bereits vor der Schwangerschaft an Toxoplasmose erkrankt war, hat sie Antikörper gegen Toxoplasmen gebildet, die auch das Baby schützen.

Allerdings verfügen laut Labor Wahl 70 % der Frauen im gebärfähigen Alter nicht über solche Abwehrkörper.

Das Tückische an dieser Erkrankung ist übrigens, dass sie auch ohne Symptome verlaufen kann. Also kann es auch vorkommen, dass du an Toxoplasmose erkrankst, aber das gar nicht weißt.

Aus diesen Gründen wird Schwangeren strikt davon abgeraten, rohe Produkte tierischen Ursprungs zu verzehren, um sich selbst und das Ungeborene zu schützen.

Ein Toxoplasmose-Antikörpertest bietet keine Garantie

Vielleicht hast du schon vom Toxoplasmose-Antikörpertest für Schwangere gehört? Manche Frauen nutzen ihn, um auf Nummer sicher zu gehen, dass sie Abwehrkörper gegen Toxoplasmen besitzen.

In Deutschland gibt es für Schwangere die Möglichkeit, sich Untersuchungen zur Früherkennung von Toxoplasmosen zu unterziehen.

Der Antikörpertest soll nämlich erkennen, ob du in der Vergangenheit bereits eine Infektion hattest oder ob die Gefahr vor einer Erstinfektion in der Schwangerschaft besteht.

Doch Achtung, auch ein beruhigendes Testergebnis heißt leider nicht, dass du zu Teewurst und anderen rohen Fleisch- und Fischsorten greifen kannst.

Der IGeL Monitor kommt in seiner Bewertung nämlich zu dem Schluss, dass der Antikörpertest sowohl zu falsch positiven als auch zu falsch negativen Ergebnissen kommen kann. Außerdem können auch unnötige und belastende Behandlungen und Folgeuntersuchungen sich als überflüssig erweisen.

Wie du siehst, kann dir leider auch ein Toxoplasmose-Antikörpertest keine Garantie dafür geben, dass dein ungeborenes Kind geschützt ist, wenn du zur Teewurst oder anderen rohen Produkten tierischen Ursprungs greifst.

Ohne klare Hinweise auf eine Infektion musst du den Test übrigens selbst bezahlen. Er kostet zwischen 16,90 und 20,40 Euro.

Was tun, wenn ich trotzdem Teewurst gegessen habe?

Egal, ob du versehentlich zu Teewurst gegriffen hast oder dir erst jetzt klar wird, welche Risiken mit dem Verzehr der rohen Streichwurst verbunden sind – bestimmt bist du beunruhigt und fragst dich: Was nun?

Um den Schrecken einzudämmen, habe ich mir einige Statistiken zur jährlichen Zahl der infizierten Schwangeren und Neugeborenen angesehen. Eine Querschnittstudie aus dem Jahr 2016 ergibt Schätzungen, dass jährlich 6393 oder 1 % der Schwangeren an Toxoplasmose erkranken.

Dabei infizieren sich 1279 oder 20 % der ungeborenen Babys, während 345 oder 27 % von ihnen mit Krankheitssymptomen zur Welt kommen.

Ich hoffe, diese Zahlen beruhigen dich. Die Wahrscheinlichkeit, dass du dich infiziert hast, ist erfreulicherweise gering. Noch wichtiger ist, dass es auch bei einer Erkrankung nicht gleich bedeutet, dass dein Baby infiziert ist oder mit Schädigungen zur Welt kommt.

Wenn du aber gar nicht mehr zur Ruhe kommen kannst, melde dich bei deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt. Laut einem Artikel im MSD Manual wird ab der 14. Schwangerschaftswoche eine Probe des Fruchtwassers entnommen, um festzustellen, ob dein Baby infiziert ist.

Abschließende Gedanken

Teewurst ist in der Schwangerschaft für dich tabu. Es handelt sich bei dieser beliebten Fleischspezialität um Rohwurst, die bei der Herstellung nicht ausreichend erhitzt wurde und somit anfällig für Krankheitserreger wie Salmonellen, Listerien und Toxoplasmen ist.

Eine Salmonelleninfektion kann unter Umständen zu einer Frühgeburt führen. Besonders gefährlich für dein ungeborenes Baby ist aber, wenn du an Listeriose oder Toxoplasmose erkrankst.

Das kleine Wesen in deinem Bauch verfügt über keine Abwehrkräfte, um sich gegen diese Bakterien zu schützen. Schwere gesundheitliche Folgen oder sogar eine Früh- oder Totgeburt sind bei einer Infektion leider nicht auszuschließen.

Auch ein Toxoplasmose-Antikörpertest bietet nicht ausreichend Sicherheit gegen die Gefahren roher Fleisch-, aber auch Fischprodukte wie Teewurst, Mettwurst, Cabanossi oder Räucherlachs in der Schwangerschaft. Es kann nämlich zu falschen Ergebnissen und belastenden Folgeuntersuchungen kommen.

Aber keine Panik, wenn du versehentlich Teewurst gegessen hast. Die Wahrscheinlichkeit, dass du oder dein Baby euch mit den Krankheitserregern angesteckt habt, ist zum Glück gering, wie meine Recherche für diesen Beitrag ergeben hat.

Zur Sicherheit ist es immer ratsam, dich bei deiner Frauenärztin zu melden.

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