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Erste Hilfe Gegen Mückenstiche Beim Baby

Erste Hilfe Gegen Mückenstiche Beim Baby

Der Sommer ist wirklich die schönste Jahreszeit, aber wie alle anderen schönen Dinge, hat auch der Sommer seine Tücken. Eine davon sind Mücken und die lästigen Mückenstiche beim Baby.

Als Mama hast du bestimmt das Gefühl, dass dein Baby ein besonderer Leckerbissen für diese Plage ist. Mückenstiche bei Babys sind nicht selten.

Diese Plagegeister wählen ihre Opfer nicht aus und nicht nur für uns Erwachsene ist es unangenehm von einer Mücke gestochen zu werden, sondern auch für Babys.

Vor allem, obwohl es so sehr juckt, können sie sich nicht kratzen oder sie tun es mit unkontrollierten Bewegungen, was zu Unruhe führt.

Da musst du als Mama einspringen und Hilfe verschaffen, um das Baby zu beruhigen und ihm zu helfen. Im Sommer lauern nicht nur Mücken, sondern auch andere Insekten und Insektenstiche aller Art sind eine häufige Erscheinung.

Der Mückenstich ist nicht so intensiv oder gefährlich, wie ein anderer Insektenstich, wie zum Beispiel von Bienen, Wespen oder Zecken, die allergische Reaktionen auslösen können.

Vor allem ein Bienenstich kann gefährlich sein, nicht nur für Babys, sondern ebenso für uns Eltern.

Den Insektenstichen kann man zum Glück vorbeugen, aber bei Babys ist die Auswahl sehr eingeschränkt.

Sogar bei Hausmitteln sollte man Acht geben. Auch wenn es bei uns Erwachsenen verschiedene Hausmittel entzündungshemmend wirken, kann es beim Baby eine ganz andere Wirkung haben und sogar allergische Reaktionen verursachen.

Nicht alle Mückenarten haben das gleiche Insektengift, aber alle sind Stechmücken. Bei allen Stichen lässt unser Körper zur Abwehr Histamin frei, wo Schwellungen bei Mückenstichen entstehen.

Was passiert bei einem Mückenstich?

Mückenstiche am Arm des Babys

Wie es so oft im Sommer vorkommt, schafft man es nicht, sich vor einem Mückenstich zu schützen. Die Mückenarten werden von Jahr zu Jahr immer cleverer und ihnen gelingt es sogar, durch die dicke Jeans zu stechen.

Was mich und dich als Mama bestimmt am meisten nervt und weh tut, ist, wenn unser Baby von diesem Blutsauger befallen wird.

Vielleicht wirst du nicht wie ich gleich in Panik geraten, als es das erste Mal passiert ist, wenn du weißt, was bei einem Mückenstich genau im Körper vorgeht.

Die Mücke entlässt bei einem Stich einen sogenannten Protein- oder Eiweißcocktail zur Blutgerinnung. Während sich die Blutgerinnung verlangsamt reagiert unser Körper so, indem unser Immunsystem Histamin ausschüttet.

Während die Mücke mit ihrem Rüssel das Blut saugt, weiten sich die Gefäße. Und die Flüssigkeit, die währenddessen in das Gewebe eindringt, lässt die Einstichstelle anschwellen und erröten.

Mückenstiche sehen nicht so aus und sind nicht so gefährlich wie Bienenstiche oder Wespenstiche, aber sie jucken und können sich entzünden.

Wie sieht ein Mückenstich beim Baby aus?

kleines Baby, das unter Mückenstich am Arm leidet

Trotz aller Bemühungen, dem Moskitonetz und verschiedenen Arten von Mückenschutz, gelingt es einer Mücke immer wieder, ihren Weg bis zum Baby zu finden.

Du musst wissen, dass nicht jedes Baby auf einen Mückenstich gleich reagiert.

Es kann passieren, dass dein Baby es gar nicht mitbekommt, dass es von einer Mücke gestochen wurde, aber es kann auch sein, dass es schreit und weint.

Oft ist die Einstichstelle auch nicht gleich sichtbar und da wirst du dich als Mama bestimmt wundern, was los ist und dich bemühen an Babys Benehmen abzulesen, was Sache ist. 

Da die Babyhaut noch sehr empfindlich ist, reagiert sie meistens sehr schnell auf den Mückenstich.

Die Babyhaut ist auch nicht am ganzen Körper gleich, so kann es sein, dass die Rötungen im Gesicht intensiver sind als am Bein zum Beispiel.

Einstiche vom Blutsauger manifestieren sich immer als Rötungen und Schwellungen an der Haut. Sie sehen wie kleine Quaddeln oder Pickel aus.

Wie kann ich Mückenstiche beim Baby vermeiden?

süßes Baby mit Mückenstichen auf der Wange schlafend

Das beste Mittel gegen Mückenstiche bei Babys ist immer noch das Vorbeugen. Das beste und schonendste Mittel sind Insektennetze.

Insektennetze gibt es für Babybetten, Kinderwagen und Babyschalen. Was du dabei beachten musst, ist das Material vom Netz.

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Am besten sind Schutznetze aus Seidenfasern oder Baumwollfasern, denn sie lassen die Luft durch und so zirkuliert frische Luft immer um dein Baby.

Bei Kunstfasernetzen besteht die Gefahr, dass sich die Luft staut und dass es deinem Baby zu heiß wird und es schwitzt.

Falls du ein Netz aus Kunstfasern hast, dann sorge dafür, dass du regelmäßig frische Luft reinlässt, um das Schwitzen des Babys zu vermeiden.

Denn nicht nur ein Baby, das von einer Mücke gestochen wurde, ist unruhig, auch ein schwitzendes Baby ist kein glückliches Baby.

Es gibt auch Insektennetze für Fenster. Ich habe sie persönlich an jedem Fenster angebracht. Sie sind in jedem Baumarkt zu finden und sind auch gar nicht teuer.

Es gibt aber auch eine teurere Variante, das sind Netze, die man mit einem Spannrahmen am Fensterrahmen anbringt.

Egal für welches Netz du dich letztendlich entscheidest, wichtig ist, dass das Netz nicht beschädigt ist und dass es keine Löcher hat. Denn die Blutsauger finden wirklich jedes noch so kleine Loch, um reinzukriechen.

Ätherische Öle sind auch eine gute Hilfe beim Mückenschutz. Aber leider kommen sie bei Babys nicht in Frage, auch wenn wir Erwachsene immer mehr zu Hausmitteln und ätherischen Ölen greifen, sind sie für Babys nicht immer harmlos.

Ätherische Öle können bei Babys verschiedene allergische Reaktionen auslösen und sogar ihnen das Atmen erschweren.

Eine allergische Reaktion ist dann im Nachhinein viel schlimmer als ein Mückenstich allein.

Verschiedene Mückenschutzsprays oder -cremes sind auch keine gute Wahl, wenn es um den Mückenschutz bei Babys geht.

Sie enthalten Stoffe, die nicht für die zarte Babyhaut geeignet sind. Zudem kann das Baby verschiedene Dämpfe, dieser Sprays und Cremes, einatmen.

Hier handelt es sich um die Chemikalie Diethyltoluamid, abgekürzt DEET, die sehr effektiv ist im Kampf gegen die verschiedenen Mückenarten, aber für kleine Babys ist sie nicht geeignet und zudem wird auch nicht geraten, sie bei Kindern unter 8 Jahren anzuwenden.

Eine weitere Chemikalie, die diese Mückencremes enthalten, ist Icaridin, sie ist milder als DEET, aber auch nicht sicher für Babys unter 6 Monaten.

Welche Mittel gibt es gegen Mückenstiche beim Baby?

Obwohl du auf all deine Fenster ein Insektennetz angebracht hast und alles getan hast, um dein Baby vor einem Mückenstich zu schützen, ist es trotzdem passiert.

Bitte nicht in Panik geraten, denn vor allem frischgebackene Mamas neigen dazu, aus einer Mücke einen Elefanten zu machen.

Auch jetzt gibt es eine Lösung und du kannst deinem Baby helfen, den Juckreiz zu lindern, bis die Einstichstelle verheilt.

Obwohl von Hausmitteln abgeraten wird, gibt es doch einige, die babyfreundlich sind und es besteht gar keine Gefahr für dein Baby, wenn du sie anwendest.

Auch wenn sie nicht immer gut riechen, helfen sie sehr gut im Kampf gegen die Nebenwirkungen einer Einstichstelle. Hier sind einige davon:

1. Quark

eine Schüssel Hüttenkäse auf dem Tisch

Was du bestimmt zu Hause hast, ist Quark. Anstatt zu einem Eiswürfel zu greifen, der sehr kalt ist, kannst du Quark benutzen.

Quark ist nicht so schädlich für die zarte Babyhaut, weil er entlässt die Kälte sehr langsam und somit ist er besonders gut für die kühlende Wirkung geeignet.

Du kannst dir ja selbst vorstellen, wie dein Baby auf einen Eiswürfel reagieren würde. Neben der schon nervigen, juckenden Stelle würde es auch einen Schock erleben.

Du kannst auch eine kleine Zwiebel zerhacken und mit dem Quark vermischen. Die Zwiebel lindert den Juckreiz und wirkt antibakteriell und hemmt die Schwellung.

Beachte bitte, dass der Quark kühl ist, denn sonst macht die Quarkauflage keinen Sinn.

2. Essig

Flasche Apfelessig auf dem Tisch

Essig ist reizend und aggressiv, deswegen solltest du ihn nicht direkt auf den Mückenstich auftragen.

Erst die ätherischen Substanzen verdampfen lassen und dann behutsam die Haut rund um die Einstichstelle abtupfen.

3. Spucke

Mutter, die ihren Spucke auf Mückenstich auf Babyhaut setzt

Ja, ob du es glaubst oder nicht, Spucke ist auch ein Mittel, was du bestimmt zur Hand hast, falls dein Baby vom Blutsauger gestochen wurde. Nicht nur, dass Spucke immer verfügbar ist, zudem ist sie auch sehr mild.

Speichel enthält antibakterielle Enzyme und kühlt die Einstichstelle was den Mückenstich bestimmt lindern wird.

4. Spitzwegerich

frische Spitzwegerichbananenblätter auf dem Tisch

Vorausgesetzt du pflückst ihn nicht direkt neben dem Straßenweg, kann Spitzwegerich sehr behilflich sein im Kampf gegen Mückenstiche.

Er ist leicht zu finden und man wendet ihn so an, indem man ein paar Blätter in die Hand nimmt, sie zusammenreibt und danach auf die Einstichstelle legt.

In den Blättern befinden sich ätherische Öle, die beim Reiben freigelassen werden, die den Juckreiz und die Entzündung lindern.

5. Gänseblümchen

Gänseblümchen auf dem Feld

Gänseblümchen sind auch sehr leicht zu finden und sind auch weitverbreitet. Sie wirken gleich wie der Spitzwegerich, aber hier reibt man die Blüten vom Gänseblümchen in der Hand aneinander und legt sie anschließend auf die Einstichstelle.

Gänseblümchen enthalten ebenfalls ätherische Öle, die Entzündungen und Juckreiz vorbeugen.

6. Heilerde

volle Schüssel mit heilendem Ton

Als Mama hast du zu Hause bestimmt auch Heilerde im Schrank stehen. Sie desinfiziert und lässt Schadstoffe beim Austrocknen verschwinden.

Du vermischst sie mit ein bisschen Wasser und gibst einen großzügigen Tupfen auf den Stich.

Die Heilerde wirkt kühlend und lindert den Juckreiz. Nachdem sie ausgetrocknet ist, kannst du sie abwaschen oder mit einem feuchten Tuch abwischen.

Sind Mückenstiche für das Baby gefährlich?

Mückenstiche auf Babyhaut

Obwohl Mückenstiche hauptsächlich nicht gefährlich sind, können sie wegen dem Juckreiz sehr lästig sein, vor allem für Babys und Kleinkinder, die den Drang sich zu kratzen, nicht kontrollieren können.

Die Einstichstellen sind meist von Rötungen und Schwellungen umgeben, aber bei Menschen mit schwachen Abwehrkräften können sie sich auch in schlimmeren Ausmaßen zeigen.

Einstichstellen sehen wie Quaddeln auf der Haut aus und wenn man sie rechtzeitig und schnell behandelt, dann gehen sie meistens nach ein bis zwei Tagen weg.

Gefährlich wird es für das Baby, wenn es mit einem höheren Histaminausstoß auf den Stich reagiert und die Rötung über die Einstichstelle hinaus geht. Wenn das Baby erschwert atmet oder sich übergeben muss, heißt es gleich handeln.

In diesem Fall solltest du sofort den Kinderarzt aufsuchen.

Um das Aufkratzen der Einstichstelle zu vermeiden, solltest du deinem Kind die Nägel immer zurechtschneiden und aufpassen, dass es nicht zu schlimmeren Wunden kommt.

Denn Kinder können den Drang sich zu kratzen nicht kontrollieren und wenn die Wunde größer wird, besteht auch die Gefahr einer Blutvergiftung, weil sich unter den Nägeln Bakterien und Keime befinden, die dann einfach frei in den Körper reinspazieren können.

Die Stiche sind aber meistens harmlos und Babys schütten auch nicht so viel Histamin aus bei einem Mückenstich und deswegen bleiben die Einstichstellen auch meistens unbemerkt.

Abschließende Gedanken

Liebe Mama, genieße den Sommer und den Sonnenschein. Lass dich aber nicht von dem Anschein trügen, dass draußen und drinnen nichts auf dich und dein Baby lauert.

Während Babys, die im Winter geboren werden, vor Kälte geschützt werden müssen, lauern auf Sommerbabys andere Gefahren. 

Vor allem vor dem Schlafengehen solltest du im Zimmer nachgucken, ob sich eine Mücke eingeschlichen hat.

Sie sind schnell und stechen sofort zu. Aber auch wenn es passiert, gerate nicht in Panik, um das Kind nicht zu erschrecken.

Behandle den Mückenstich so gut du kannst und pass auf, dass es nicht zu einer Entzündung kommt.

Auch wenn von verschiedenen Cremes und Salben abgeraten wird, kannst du dich am besten mit deinem Kinderarzt darüber austauschen, was du anwenden kannst und darfst.

Zahlreiche Präparate sind überall zu finden, wie zum Beispiel auf Amazon und Co, die garantieren, dass es harmlos für Kinder ist, solltest du dich auf jeden Fall jedes Mal mit deinem Kinderarzt absprechen, bevor du sie anwendest.

Genau so ist es mit Sonnencremes für Babys und anderen Salben, die zum Schutz dienen und nicht das Baby gefähreden sollten. 

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